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Atlan Heftroman Nr. 34 - Dunkelstern 10: Vorstoß nach Kopaar

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Atlan schüttelt seine Zaqoor-Verfolger ab, indem er mit dem Kardenmogher in die Grenzschicht fliegt, die das Kopaar-Miniaturuniversum von der Außenwelt trennt. Die Golfballraumer explodieren, der Kardenmogher hält mehr aus. Die Grenzschicht kann er aber auch nicht durchstoßen - auf diese Weise kann man dem Miniaturuniversum also nicht entkommen. Atlan fliegt zurück zur AMENSOON, wo Kythara inzwischen den Behälter mit Schwarzer Substanz aus dem Schiff werfen musste. Durch die Explosionen der Zaqoor-Schiffe ist es nämlich zu Rückschlagphänomenen gekommen: Sowohl auf Kopaar als auch auf der AMENSOON scheint die Schwarze Substanz in unerwarteter Weise auf die Explosionen reagiert zu haben. Die von den Cappins geborgene winzige Menge dieser Substanz saugt Energie auf und nimmt an Masse und Dichte zu. Als Kythara den Behälter in die Sonne schießen lässt, in deren Ortungsschutz die AMENSOON sich befindet, befällt die Schwarze Substanz das Gestirn und lässt Energieprotuberanzen entstehen, die auch das Varganenschiff gefährden. Man startet - und plant den direkten Vorstoß nach Kopaar. Atlan glaubt, nur durch die Vernichtung des dortigen Umsetzers sei es möglich, das Miniaturuniversum wieder dem Normalraum anzugleichen.

Darauf haben die Garbyor aber nur gewartet. Erzherzog Garbgursha, der die Falle für die AMENSOON vorbereitet hat, befindet sich bereits auf Kopaar. Er beginnt zwar Zweifel an den Lordrichtern zu entwickeln - vor allem deshalb, weil sie den Gestaltwandler Heronar alias Veschnaron aus ihm unbekannten Gründen bevorzugen - aber seinen Auftrag, Atlan zu fangen, verfolgt er dennoch. Als Atlan, Kythara und ihre Begleiter mit einem gekaperten Garbyor-Schiff auf Kopaar landen, in dessen Frachtraum sich der Kardenmogher versteckt, weiß Garbgursha schon Bescheid. Er hat nämlich einen Doppelagenten beim Gegner. Auch Atlan und Kythara wissen das, aber sie sind noch nicht sicher, wer der Verräter sein könnte. Sie haben den Ganjasen Farangon in Verdacht, denn der hat sie schließlich erst dazu gebracht, in die Kopaar-Falle zu gehen. Obwohl sie eine Art Hypertrichter geortet haben, der eine Verbindung zum Normaluniversum zu bilden scheint, haben sie sich für den Vorstoß nach Kopaar entschieden, denn sie wittern eine weitere Falle. Mit den Gravo-Zyklon-Projektoren des Kardenmoghers vernichten sie den Umsetzer. Ganz Kopaar explodiert (Garbgursha entkommt der Vernichtung nur knapp), die Schwarze Substanz schickt Schockwellen durch das ganze Miniaturuniversum. Dann scheint sich alles vor Atlans Augen "zusammenzufalten"…

Kommentar:

Wie es scheint, hat Atlan mit der Vernichtung des Umsetzers auf Kopaar erst dafür gesorgt, dass ein Tor zum "echten" Miniaturuniversum aufgestoßen wurde. Bisher war das Kopaar-System ja, soweit ich das verstanden habe, "nur" stark verkleinert. Das ist denn auch schon wieder alles, was man in diesem Roman erfährt - interessant könnte höchstens noch die Frage sein, warum Heronar von den Lordrichtern so seltsam behandelt wird. Dazu fällt mir im Moment nichts ein. Der ganze Rest ist ebenso überflüssig wie langweilig, noch dazu in einem Stil geschrieben, der alle Definitionen des Begriffs "trivial" erfüllt.

Die neuen Atlan-Romane erinnern mich an diese uralten Flash Gordon - Serials. Da reiben sich die Bösen dämonisch kichernd die Hände, während sie immer neue gar schröckliche Pläne ersinnen und den Guten eine tödliche Falle nach der anderen stellen, aus denen man sich garantiert nicht befreien kann. In diese Fallen tappen die Guten denn auch prompt hinein und geraten für eine Weile in mehr oder weniger große Gefahr. Dann aber zaubern sie irgend eine supermächtige Waffe aus dem Hut hervor oder sie erhalten unerwartete Hilfe von Freunden, und befreien sich mit Leichtigkeit selbst aus den verzwicktesten Situationen. Hinterher stehen die Bösen leicht bedröppelt da und gucken dumm aus der Wäsche, weil ihre schönen Pläne nur für Sekundenbruchteile aufgegangen sind.

Das kommt euch bekannt vor? Sollte es auch, denn mit diesem dünnen Plot seid ihr in mindestens der Hälfe oder in zwei Dritteln aller bisherigen Atlan-Romane des Lordrichter- und Dunkelstern-Zyklus gelangweilt worden. Plötzlich ist der Kardenmogher mal wieder einsatzbereit - na, warum hat Atlan diese ultimate Waffe dann nicht schon viel früher gegen die Garbyor eingesetzt, oder beim Kampf gegen die Togronen? Die unter ach so großen Mühen und Gefahren erbeutete Schwarze Substanz wird mal eben in die Sonne geworfen. Das ganze Gefummel um dieses Zeug in den letzten Romanen war also völlig überflüssig. Diesen Roman zu lesen, war wieder mal reine Pflichterfüllung…


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