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Atlan Heftroman Nr. 28 - Dunkelstern 4: Kontakt auf Alarna
Autor: Joachim Stahl
Inhalt
Auf der Flucht vor den Garbyor erreicht die AMENSOON ein Sonnensystem, in dem Schwarze Substanz materialisiert und in die Sonne stürzt, was mit heftigen Raumbeben verbunden ist. Als Quelle der Substanz kommt nur der Dunkelstern in Betracht. Offenbar schleudert er die Substanz durch den Hyperraum zu einer ganzen Reihe von Sonnen in dem Raumsektor, in dem die AMENSOON sich jetzt befindet. Gorgh-12 ermittelt, dass die 37 von der Schwarzen Substanz befallenen Sonnen und Pulsare eine Kugelschale mit einem Durchmesser von 13,7 Lichtjahren bilden, in deren Zentrum sich eine weitere Sonne befindet - und dieser Stern scheint nicht von der Schwarzen Substanz befallen zu sein. Man beschließt, diese Sonne (die von einem Planeten umkreist wird) näher zu untersuchen.
Beim ersten Anflugsversuch wird die AMENSOON wieder an ihren Ausgangspunkt zurückversetzt - so als sei sie gar nicht losgeflogen. Beim zweiten Versuch steigen Temperatur und Schwerkraft im Schiff schlagartig an, alle Bordsysteme geraten außer Kontrolle und werden überlastet. Irgend jemand scheint also etwas dagegen zu haben, dass die AMENSOON sich der Sonne nähert. Trotzdem wird ein dritter Versuch gewagt. Dieser gelingt, obwohl es eine Zeitlang ganz so aussieht, als solle die AMENSOON vernichtet werden. Dann schwenkt das Schiff jedoch in einen Orbit um den Planeten ein. Atlan und Kythara erkunden die erdähnliche Welt zu Fuß. Als sie sich einem primitiven Hüttendorf nähern, in dem varganenähnliche Wesen leben (die sich vermutlich aus Aktivierungskapseln entwickelt haben), werden sie zur AMENSOON zurückversetzt - so als seien sie gar nicht losgegangen. Beim zweiten Versuch, das Dorf zu erreichen, werden Atlan und Kythara von verschiedenen Tieren angegriffen, doch hinter ihren Schutzschirmen sind sie sicher.
Im Hüttendorf werden Atlan und Kythara von einem jungen Mann begrüßt, der sich als Saelin aus dem Volk der Vargiden vorstellt. Der Planet heißt Alarna. Saelin gibt zu, dass die Vargiden für all die seltsamen Phänomene verantwortlich waren: Sie haben Psi-Kräfte entwickelt, mit denen sie sich unwillkommene Besucher vom Leib halten können. Außerdem behauptet Saelin - was später von Kalarthras bestätigt wird - die Varganen hätten das genetische Material der Aktivierungskapseln so manipuliert, dass alle Wesen, die sich daraus entwickeln, zur Gewaltlosigkeit konditioniert seien. Atlan warnt Saelin vor den gefährlichen Raumbeben und der Schwarzen Substanz, aber das ist für die Vargiden nichts Neues. Sie sind aber an den Daten interessiert, die Atlan und Kythara bisher in Gantatryn gesammelt haben. Als Gegenleistung führt Saelin die beiden zu einer uralten Stadt der Rhoarxi, in der sich noch eine funktionsfähige Einrichtung dieses verschwundenen Volkes befindet: Die Traumsphäre.
Die Traumsphäre ist eine zehn Meter durchmessende Kugel, die aus Myriaden ineinander verschlungener Glasfasern zu bestehen scheint. Die Vargiden können sie zum Auslesen von Atlans Datenspeicher verwenden. Atlan wiederum sieht in der Kugel die Entwicklungsgeschichte der Vargiden: Diese haben sich mit Hilfe der Traumsphäre zu Geisteswesen entwickelt - die Vargiden, denen Atlan und Kythara begegnet sind, waren nur Materieqrojektionen. Weiter erfahren Atlan und Kythara, dass viele Welten in Gantatryn, auf denen sich intelligentes Leben aus den varganischen Aktivierungskapseln entwickelt hat, von den Lordrichtern erobert worden sind.
Die AMENSOON verlässt Alarna, denn die Vargiden verweigern jede weitere Unterstützung. Prompt tauchen Garbyor-Schiffe auf und machen Jagd auf sie. Die Verfolger scheinen immer im voraus zu wissen, wo die AMENSOON aus dem Hyperraum auftauchen wird, und sie lassen ihr immer nur einen ganz bestimmten Fluchtweg offen. So wird die AMENSOON zu einem Sonnensystem mit acht Planeten getrieben, wo die Falle zuschnappt. Mehrere schwere Zaquoor-Schiffe liegen schon auf der Lauer und nehmen die AMENSOON unter Feuer. Die Schlacht findet ein unerwartetes Ende, als eine gewaltige Menge der Schwarzen Substanz materialisiert und die Sonne befällt. Unter den dadurch ausgelösten heftigen Raumbeben leiden die Zaquoor mindestens ebenso sehr wie die AMENSOON. Kythara ist gezwungen, auf einem der Planeten notzulanden.
Kommentar:
Geht das Planeten-Hopping schon wieder los! Das ewig gleiche Handlungsschema soll uns wohl auch im Dunkelstern-Zyklus erhalten bleiben. Atlan und Kythara sind immer auf der Flucht vor den Garbyor, mal wird ihr Schiff beschädigt, mal finden sie varganische oder sonstige Hinterlassenschaften… So langsam wird es unglaubwürdig, dass es den zahlenmäßig unendlich weit überlegenen Streitkräften der Lordrichter immer noch nicht gelungen ist, unsere Helden endgültig zu fangen - oder zu töten.
Die Rhoarxi werden in diesem Zyklus bestimmt noch eine wichtige Rolle zu spielen haben. Leider wird die Funktionsweise der Traumsphäre nicht erklärt. Wir müssen wohl einfach hinnehmen, dass man sich mit Hilfe dieser Glaskugel in ein Geisteswesen mit unglaublichen Psi-Fähigkeiten verwandeln kann. Ob das auch die Rhoarxi gemacht haben? Vielleicht ist dabei ja etwas schiefgegangen und dabei sind die Lordrichter entstanden?
Ich halte es übrigens für keine gute Idee, mit den Vargiden ein Volk von übermächtigen "Mutanten" einzuführen. Gut, sie verweigern Atlan und Kythara zunächst ihre Hilfe und sie sind angeblich sowieso nicht zu Gewalttaten fähig. Letzteres halte ich aber für ein Gerücht. Die Vargiden haben sehr wohl Gewalt ausgeübt und zumindest billigend in Kauf genommen, dass die Leute auf der AMENSOON zu Schaden kommen. Aber vermutlich werden die Vargiden im weiteren Handlungsverlauf sowieso ignoriert werden. Da würde sich dann allerdings die Frage stellen, warum sie überhaupt erst auftreten mussten…
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