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Atlan Heftroman Nr. 29 - Dunkelstern 5: AMENSOON in Not

Autor: Michael Berger

Inhalt

Nach dem Kampf gegen die Zaqoor-Schiffe wird die AMENSOON durch unerklärliche Einflüsse zur Landung auf dem Planeten Sothin gezwungen, während immer noch Schwarze Substanz in der Sonne dieses Systems materialisiert. Die meisten Schiffssysteme fallen aus, die Energie scheint irgendwo zu versickern. Dieser Effekt betrifft auch Kampfanzüge und Roboter. Sothin ist eine Falle der Lordrichter für die AMENSOON. Atlan und Kythara erkunden die Gegend, denn in dem Gebiet, von dem die AMENSOON "eingefangen" worden ist, hat Gorgh-12 Emissionen geortet, die denen der Schwarzen Substanz ähneln.

Auf ihrem mehrere Tage dauernden Marsch zu der unbekannten Energiequelle müssen Atlan und Kythara vor allem gegen die Fauna und Flora des Planeten kämpfen. Alle Lebensformen scheinen ins Riesenhafte vergrößert worden zu sein, und so haben die beiden es hauptsächlich mit räuberischen Rieseninsekten und ähnlichem Getier zu tun. Allen Widrigkeiten zum Trotz erreichen sie am 20.06.1225 NGZ einen scheinbar gewaltigen Kuppelbau, in dessen Innerem sich eine kreisförmige Anlage aus zuckerhutförmigen Gebilden befindet. Im Inneren dieser kleineren Kuppeln sind große Mengen an Schwarzer Substanz gelagert.

Atlan und Kythara werden in der Kuppel von einem seltsamen Wesen angegriffen. Als sie sich mit Energiewaffen wehren, bricht eine der Zuckerhut-Kuppeln auf, Schwarze Substanz wird freigesetzt. Kythara versucht die Substanz mit ihren Psi-Fähigkeiten zu beeinflussen, erreicht damit aber nur, dass der gesamte Kuppelbau zerstört wird. Danach wird der Verdacht, den Atlan schon seit einiger Zeit hatte, zur Gewissheit: Die AMENSOON ist keineswegs auf einem Planeten voller Riesen gelandet, vielmehr wurde sie verkleinert - der Kuppelbau war eine Experimentalstation der Lordrichter, durch die Objekte des Standarduniversums mit Hilfe der Schwarzen Substanz der Natur des Mikrokosmos angepasst werden sollten.

Als die AMENSOON startet - mit der Vernichtung der Station sind auch alle hinderlichen Einflüsse verschwunden - sind sofort wieder Garbyor-Schiffe zur Stelle. Kalarthras vermutet, dass er es ist, den die Garbyor anpeilen können, was möglicherweise daran liegt, dass er vor langer Zeit in Kontakt mit der Schwarzen Substanz gekommen und von dieser verändert worden ist. Die AMENSOON wird eingekesselt, die Lage scheint aussichtslos zu sein. Da wird Sothins Sonne zur Supernova, denn es ist zu viel Schwarze Substanz in ihr materialisiert. Die AMENSOON nutzt das ausbrechende hyperenergetische Chaos, um zu entkommen.

Erzherzog Garbgursha und der Lordrichter Yagul Mahuur schmieden neue Pläne. In der Akkretionsscheibe des Dunkelsterns befindet sich eine alte Varganenstation, die aus einer mondgroßen, korallenartigen Lebensform entstanden ist. Teile der Station reichen bis in den Hyperraum und die varganische Besatzung befindet sich immer noch dort. Die Varganen sind geistig und körperlich mit dem Instinktbewusstsein der Riesenkoralle verschmolzen. Die Garbyor haben Kontakt zu diesen Varganen aufgenommen. Die Lordrichter brauchen Atlan für ihr Projekt Durchbruch, weil der Arkonide schon einmal im Mikrokosmos der Varganen gewesen ist. Garbgursha hat schon eine Idee, wie er Atlan schnappen könnte: Veschnaron…

Kommentar:

Wieder ein neuer Atlan-Autor! Michael Berger muss eine undankbare Aufgabe erfüllen, denn Dschungel-Abenteuer hat es in den Perry Rhodan- und Atlan-Serien einfach schon ein paar Mal zu oft gegeben, als dass man dem als Leser noch etwas abgewinnen könnte. Natürlich muss auch zum x-ten Mal die Technik wieder versagen, damit sich Atlan und Kythara auch brav ein paar Dutzend Seiten lang durch den Dschungel kämpfen müssen - mit Flugaggregaten hätten sie ja in Nullkommanichts die Kuppel erreicht und der Roman wäre zu Ende gewesen… Atlan macht in diesem Roman keine besonders glückliche Figur. Es wird etwas zu viel Wert auf seine Eifersuchtsgefühle gegenüber Kalarthras gelegt.

Es scheint festzustehen, dass die Lordrichter das varganische Universum, d.h. den Mikrokosmos, erreichen wollen. Bei den Varganen, die sich mit der Riesenkoralle vereinigt haben, kann es sich eigentlich nur um die ehemalige Mannschaft von Kalarthras handeln. Bei Kalarthras hat vermutlich der Vereinigungsprozess nicht richtig funktioniert - so ist es wahrscheinlich zu seinen körperlichen Veränderungen gekommen. Nun stellt sich natürlich die Frage, was die Lordrichter im Mikrokosmos suchen. Die Unsterblichkeit? Und woher kommt die Schwarze Substanz überhaupt? Was genau bewirkt sie? Warum kann ausgerechnet mit ihr ein Miniaturisierungseffekt erzielt werden? Und was das betrifft: Wie kann es sein, dass die AMENSOON schon beim Landeanflug verkleinert wird und nicht erst im Inneren der Kuppel (die sie ja nicht einmal erreicht)? Wenn ich die letzten Atlan-Minizyklen Revue passieren lasse, befürchte ich, dass diese Fragen nie beantwortet werden…


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