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Atlan Heftroman Nr. 33 - Dunkelstern 9: Im Bann des Dunkelsterns
Autor: Bernhard Kempen
Inhalt
Beim Dunkelstern, den man auch Helast, Hellin oder Enadas nennt, trifft eine Lieferung Psi-Energie aus Vancanar ein - der Heimatgalaxie der Garbyor. Die Energie wird von den Lordrichtern als Ersatz für die Lieferung benötigt, die wegen der Vernichtung der Psi-Quelle Murloth durch Atlan ausgeblieben ist. Mit der Psi-Energie soll die permanent aus Helast hervorquellende Schwarze Substanz gebändigt und ein Korridor zu der in sie eingebetteten Anaksa-Station der Varganen geschaffen werden. Ein Nullfeldtunnel soll die Psi-Energie kanalisieren, Erzherzog Garbgursha, ein Zaqoor-Mutant, soll sie zusätzlich stabilisieren. Garbgursha ist nicht nur ein Gestaltwandler (wie Veschnaron, dessen richtiger Name Heronar lautet, der ebenfalls ein mutierter Zaqoor ist), er kann auch mit Psi-Energie interagieren. Das Projekt scheitert jedoch, als Schwarze Substanz in den Nullfeldtunnel eindringt.
Auf der MORYR wird der Cappin-Agent Farangon verhört. Er berichtet von seiner mehrmonatigen Spionagetätigkeit bei den Zaqoor. Interessanterweise werden inzwischen wichtige Persönlichkeiten bei den Garbyor durch eine Dakkarschleife vor der Übernahme durch Cappins geschützt - und derartige Geräte waren seinerzeit von Perry Rhodans Schwiegersohn Geoffry A. Waringer entwickelt worden! Farangon bringt einiges in Erfahrung: Die Garbyor sind schon seit 15 Jahren in der Galaxie Gantrain/Dwingeloo aktiv und versuchen mit Hilfe der varganischen Hinterlassenschaften in den Mikrokosmos vorzudringen. Vor ca. 348.000 Jahren haben die Varganen die Anaksa-Station in einen Orbit um Helast gebracht und die hyperenergetischen Verwerfungen im Inneren des Sterns so manipuliert, dass ein Durchbruch in den Mikrokosmos entstanden war. Die Verbindung konnte aber nicht genutzt werden, weil große Mengen von Psi-Materie ins Normaluniversum quollen - die Schwarze Substanz. Diese befiel sofort zahlreiche Sonnen und ließ diese explodieren, was zum raumzeitlichen Kollaps großer Bereiche der Galaxie führte. So sind die Raumsektoren entstanden, die heute von Kugelschalen aus Neutronenstern-Pulsaren umschlossen sind.
Die Varganen hatten damals versucht, das Schlimmste zu verhindern, und waren geistig mit den Umsetzer-Aggregaten der Anaksa-Station verschmolzen. Dennoch wurde über all die seitdem vergangenen Jahrtausende hinweg permanent weitere Schwarze Substanz freigesetzt, befiel andere Sonnen Gantrains und heizte diese zu Supernovae auf. Der Durchgang zum Mikrokosmos konnte nie ganz geschlossen werden. Dann waren die Lordrichter aufgetaucht und in die Anaksa-Station vorgedrungen. Die mit den Aggregaten der Station verbundenen Varganen hatten jedoch keine Bereitschaft zur Kooperation gezeigt. Dennoch war es den Garbyor gelungen, eine größere Menge der Schwarzen Substanz zu bergen - einen Teil davon hatten Farangon und andere Cappin-Agenten entwenden können. Vom Planeten Kopaar aus, wo sich ein varganischer Umsetzer befindet, könnte mit Hilfe der Schwarzen Substanz eine Art "Hintertür" zur Anaksa-Station geöffnet werden, denn alle Umsetzer-Stationen sind über ein hyperdimensionales Netzwerk wie durch Transmitter miteinander verbunden. Außerdem wäre es vielleicht möglich, das Potenzial der Psi-Materie mit den Waffen des Kardenmoghers freizusetzen und so den gesamten Dunkelstern zu vernichten.
Diesen Plan wollen Atlan und seine Freunde in die Tat umsetzen. Als sie Kopaar erreichen, schnappt aber die nächste Falle der Lordrichter zu. Das Kopaar-System liegt im Zentrum einer Pulsar-Kugelschale. Die MORYR bleibt zurück, während die AMENSOON sich Kopaar nähert. Da wird das Schiff von ungewöhnlichen Raumbeben erschüttert. Kythara stellt fest, dass dieser Raumsektor jetzt vom Rest des Standarduniversums isoliert und verkleinert worden ist - er wurde dem Mikrokosmos angeglichen. Hat Farangon sie in eine Falle gelockt? Fest steht, dass die offenbar künstlich hervorgerufene Miniaturisierung nur auf Kopaar rückgängig gemacht werden kann. Es befinden sich aber auch Zaqoor-Schiffe in der Nähe, wieder einmal muss die AMENSOON fliehen. Kythara versucht, die Zaqoor mit ihrem Schiff abzulenken, damit Atlan, Kalarthras und Heroshan Offshanor mit dem Kardenmogher direkt nach Kopaar vorstoßen können. Dort befindet sich ein riesiger Anlagenkomplex, in dem offenbar große Mengen von Schwarzer Substanz lagern. Leider stehen auch hier schon Zaqoor-Schiffe bereit, so dass der von Atlan erhoffte Überraschungseffekt verloren geht.
Kommentar:
Zum Unterhaltungswert dieses Romans kann ich nichts sagen, weil ich ihn in einem überfüllten IC gelesen habe, wo ich mich wegen des Lärms nicht konzentrieren konnte. Was mir abgesehen von dem unvermeidlichen Katz-und-Maus-Spiel zwischen Atlans Leuten und den Zaqoor, das wohl in jedem Roman vorkommen muss, in Erinnerung geblieben ist (und natürlich abgesehen von den Informationen, die ich hoffentlich richtig zusammengefasst habe), ist ziemlich viel Technobabble und ein etwas zu langes Verweilen bei den Verwicklungen, die entstehen können, wenn die sexuell überaktiven Zaqoor durch Pedotransferer übernommen werden…
Die Lordrichter erhalten also Psi-Energie aus ihrer Heimatgalaxie Vancanar. Warum haben sie die nicht gleich verwendet und sich die Mühe gemacht, varganische Psi-Quellen zu missbrauchen? Befinden sich etwa auch in Vancanar solche Psi-Quellen? Wenn nicht, woher kommt die Psi-Energie dann? Und wie haben die Lordrichter es überhaupt geschafft, Psi-Energie zu kontrollieren und so zu kanalisieren, dass sie an den von ihnen gewünschten Ort transferiert werden kann? Mit der Hilfe solcher Mutanten wie Erzherzog Garbgursha? Viele Fragen, in denen für meinen Geschmack viel zu oft das Wort "Psi" vorkommt. Ich mag es einfach nicht, wenn so sehr mit "höherdimensionalen Energieformen" usw. herumhantiert wird - handfestere SF wäre mir lieber.
14 Lordrichter gibt es insgesamt, 5 in Gruelfin, 2 in der Milchstraße, einen in Gantrain und 6, die in Vancanar geblieben sind. Wer könnten diese Wesen sein? Vielleicht Varganen oder andere Wesen aus dem varganischen Mikrokosmos? Ihre seltsame Erscheinungsform, d.h. das "Eishaarfeld" könnte darauf hindeuten, dass sie vielleicht aus der Eisigen Sphäre kommen, jenem Ort im Mikrokosmos, an dem die Gesetze der Thermodynamik nicht mehr gelten und wo Temperaturen nahe am absoluten Nullpunkt herrschen. Das würde erklären, warum ihnen Atlan bekannt ist, denn der Arkonide war auch schon einmal in der Eisigen Sphäre. Der Name ihrer Heimatgalaxie sagt mir übrigens im Moment nichts. Und wo haben sie die Dakkarschleifen her, die sie zum Schutz gegen die Cappins verwenden?
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