
Online-Lexikon zur PR-Serie
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Atlan Heftroman Nr. 37 - Intrawelt 1: Wächter der Intrawelt
Autor: Hubert Haensel
Inhalt
Nach der Supernova-Explosion des Dunkelsterns hat sich das Anaksa-Lebewesen in letzter Sekunde mit Atlan und Kythara "an Bord" selbst in Sicherheit gebracht. Es ist in der Nähe eines unbekannten Planeten rematerialisiert und in zwei Teile zerbrochen. Der Hauptteil ist als neuer Mond in den Planetenorbit eingeschwenkt, der kleinere Teil, auf dem sich der Arkonide und die Varganin befinden, ist auf den Planeten gestürzt. Sie werden fast sofort von Schiffen der Garbyor angegriffen, doch diese schießen sich plötzlich gegenseitig ab. Ein Beiboot landet und setzt mehrere Wesen aus Hilfsvölkern der Lordrichter ab, doch diese verhalten sich Atlan und Kythara gegenüber freundlich und laden sie ein, sich mit ihrem Kommandanten Rishgor-1 zu treffen. Es stellt sich heraus, dass die Schiffe, die die Einheiten der Lordrichter vernichtet haben, zur Konterkraft gehören. Hierbei handelt es sich um eine lose organisierte Widerstandsgruppe, die unerkannt innerhalb der Reihen der Lordrichter-Flotten agieren kann. Alle Mitglieder der Konterkraft haben entweder überhaupt kein Todesimplantat oder eines, das aus unterschiedlichen Gründen seine Funktionsfähigkeit eingebüßt hat. Jedes einzelne Mitglied der Konterkraft hat darüber hinaus erkannt, dass die Lordrichter aufgehalten werden müssen.
Die Konterkraft, die seit etwa 30 Jahren existiert und über 30 eigene Schiffe verfügt, konnte bis jetzt nur kleinere Aktionen durchführen. Ein entscheidender Schlag gegen die Lordrichter war noch nicht möglich. Mit Atlans Hilfe soll sich das ändern. Er soll für die Konterkraft eine ultimative Waffe finden - den Flammenstaub. Dieser bringt angeblich jedem, der ihn in sich trägt, den Sieg. Der Flammenstaub befindet sich in der Intrawelt und nur jemand, der schon einmal jenseits der Materiequellen war, kann dorthin vordringen. Rishgor-1, ein insektoider Daorghor, besitzt die Koordinaten der Intrawelt und stellt sie Atlan und Kythara zur Verfügung. Angeblich stammen die Informationen aus sicherer Quelle, aber Atlan bleibt misstrauisch. Schließlich könnte es sein, dass alles nur ein Trick der Lordrichter ist und dass in Wirklichkeit sie es sind, für die er den Flammenstaub besorgen soll. Dennoch lässt er sich überreden und bricht zusammen mit Kythara mit dem tropfenförmigen Beiboot DYS-116 zur Intrawelt auf.
Deren Koordinaten liegen in der Sternenwolke SET-3 in Dwingeloo, die wegen ihrer gewaltigen Staubmassen und der hyperphysikalischen Besonderheiten, die durch das ständige Entstehen neuer und Vergehen alter Sterne entstehen, jegliche Fernortung unmöglich macht. Dort entdecken Atlan und Kythara Hunderte von Würfelschiffen, die eine Kantenlänge von über 50 Kilometern haben und die Wolke durchpflügen, um Materie "abzuernten". Sie folgen einem dieser gigantischen Schiffe und werden so zur Intrawelt geleitet, die hinter einem Deflektorfeld versteckt liegt. Dieses unglaubliche Gebilde ist eine noch lückenhafte, von innen beleuchtete Dyson-Sphäre mit einem Durchmesser von 300.000 Kilometern, die aus sechseckigen Elementen zusammengesetzt und durch einen innenliegenden Energieschirm geschützt ist. Atlan und Kythara beobachten, wie eines der Würfelschiffe ein neues Segment produziert, das zur Lückenschließung verwendet wird. Kythara berechnet, dass der Bau der Intrawelt vor mindestens 147.000 Jahren begonnen haben muss und in den nächsten Jahrzehnten abgeschlossen sein wird. Sowohl bei der Intrawelt als auch bei den Würfelschiffen tritt ein Abstoßungseffekt ein, als die DYS-116 sich nähert. Ein direkter Vorstoß in die Intrawelt ist also nicht möglich.
Atlan und Kythara entdecken einen Mond, der sich im Orbit der Intrawelt befindet. Von ihm geht ein schlauchartiges Gebilde aus Formenergie aus, das zur Intrawelt zu führen scheint. Auf der Mondoberfläche liegen zahlreiche uralte, aber auch neuere Raumschiffe - möglicherweise Hinterlassenschaften früherer (gescheiterter) Expeditionen zur Intrawelt. In einem unscheinbaren Gebäude, von dem der Formenergieschlauch ausgeht, werden Atlan und Kythara von einem riesigen Krakenwesen angegriffen. Dummerweise fällt die gesamte Technik der varganischen Kampfanzüge aus…
Weiterführende Infos:
In eigener Sache: Wer meine Kommentare zum Dunkelstern-Zyklus gelesen hat, der wird wissen, dass dieser mir überhaupt nicht gefallen hat. Deshalb habe ich mit der Lektüre des Intrawelt-Zyklus einige Wochen gewartet - ich musste erstmal ein wenig Abstand gewinnen. Da meine Kommentare teilweise recht heftig ausgefallen sind, was mir jetzt ein wenig peinlich ist, werde ich mir derartiges künftig verkneifen. Also: Ab jetzt keine Kommentare mehr zum Roman selbst, sondern nur noch ein paar begleitende Informationen.
Zum Thema: Atlan war tatsächlich "hinter" den Materiequellen, oder zumindest ist es sehr wahrscheinlich, dass er diesen Bereich, welcher als Lebensraum der Kosmokraten gilt, schon einmal besucht hat. Laire, ein Roboter der Kosmokraten, hatte ihn im Jahr 3587 alter Zeitrechnung dorthin mitgenommen. Atlan hat allerdings keine Erinnerung an seinen Aufenthalt jenseits der Materiequellen. Erst 3791 - also im Jahr 204 NGZ - ist er wieder ins Standarduniversum zurückgekehrt.
Dyson-Sphären sind ein in der Science Fiction recht beliebtes Konzept. Derartige Strukturen sind in der Regel Hohlwelten, die einen Stern vollständig umschließen und von diesem mit Energie versorgt werden. Auf der Innenseite einer solchen Hohlwelt, die dem Stern zugewandt ist, können dann gewaltige Lebensräume existieren - Kontinente, riesige Ozeane und so weiter. Erdacht wurden diese Gebilde von dem englischen Physiker und Mathematiker Freeman Dyson. Für eine "echte" Dyson-Sphäre mit einer Sonne im Zentrum wäre die Intrawelt aber viel zu klein, wie auch Atlan und Kythara erkannt haben.
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