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Atlan Obsidian 9: Braune Pest Autor: Arndt Ellmer Inhalt
Nach dem Absturz der Technostadt verbreitet sich die Braune Pest explosionsartig über Vinara Fünf. Das organische Material - Tamiljon nennt es "entartetes Leben" - ist auch unter dem Namen Shainshar bekannt. Es frisst sich durch das Wrack der Plattform und bedroht bald die in der Nähe liegende, hauptsächlich von Vecorat bewohnte Stadt Yandan. Atlan warnt die Königin des Insektenvolks vor der Gefahr, doch sie weigert sich, die Stadt evakuieren zu lassen. Sie befiehlt Atlans Hinrichtung, aber der Arkonide ist den Insekten körperlich überlegen und ihre Individualverformer-Fähigkeiten haben die Vecorat anscheinend verloren. Erst als das Shainshar sich in der Stadt ausbreitet, ändert die Königin ihre Meinung. Während Atlan erfolglos versucht, das Shainshar mit Feuer zu bekämpfen, wird Tamiljons Körper von dem Litrak-Kristallsplitter, der in seinen Hals eingeschlagen ist, durchwuchert. Das scheint ihm aber nicht viel auszumachen. Atlan betritt eine Silbersäule, die in Yandan steht, und lässt sich von ihr ein Fluggerät aus Nanomodulen herstellen. Damit bringt er Anee, Tamiljon und die Vecorat-Königin Drizzt-Rilice in Sicherheit. Als er erkennt, dass die Stadt nicht mehr zu retten ist und dass das Shainshar vermutlich den gesamten Planeten "fressen" wird, versucht Atlan das nächste Obsidiantor zu erreichen, bevor die Braune Pest ihm den Weg abschneiden kann.
Irgendwie kommt es mir so vor, als sei der Roman mit heißer Nadel und noch dazu ziemlich lustlos gestrickt worden. Man kann ihn zwar ganz flott lesen, hat hinterher aber das Gefühl, dass der Autor mehr aus der Story hätte machen können. Die Hauptpersonen wirken blass und austauschbar. Atlan kaspert mit den Vecorat herum und Lethem rauft sich vor lauter Minderwertigkeitskomplexen den Schnurrbart, weil er sich als Truppführer für einen Versager hält (mit dieser Meinung ist er, was mich betrifft, übrigens nicht allein). Gut und schön, aber man wird von alldem nicht berührt. Der "Funke" springt einfach nicht über, es ist ein gerade noch durchschnittlicher Roman, in dem eigentlich auch kaum etwas geschieht, das die Handlung des Zyklus wirklich weiterbringt - fast könnte man von einem Lückenfüller sprechen. Zur Archiv-Startseite
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