Dies ist der siebte Teil einer Übersicht meiner neueren Bücher in der Reihenfolge, in der ich sie seit August 2002 gelesen habe. Jedes Buch erhält eine laufende Nummer, die "ältesten" Bücher stehen unten.
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M. John Harrison: Nova Heyne, 2007 349 Seiten
Die Stadt Saudade liegt am "Strand" des Kefahuchi-Trakts, eines Gebiets, in dem die Gesetze der Physik und der Kausalität aufgehoben sind. In der "Zone", wo sich das bekannte Universum und der fremdartige Raum begegnen, ist ein Überwechseln möglich. Menschen wie Vic Serotonin betätigen sich als Fremdenführer und Artefaktjäger: Immer wieder nehmen Neugierige (vor allem Frauen) seine Dienste in Anspruch, um sich in die Randbereiche der "Zone" führen zu lassen, gleichzeitig bringt er rätselhafte Objekte aus der "Zone" mit, die er auf dem Schwarzmarkt verkauft. Beide Tätigkeiten sind gefährlich, denn man kann sich im albtraumhaften Labyrinth der "Zone" leicht verirren und dort Jahre verbringen, während "draußen" nur wenige Tage oder Wochen vergehen - und die Artefakte sind niemals das, was sie zu sein scheinen. Außerdem muss man jeden Aufenthalt in der "Zone" mit unerklärlichen geistigen und körperlichen Veränderungen bezahlen. Seine Kunden trifft Vic in der Bar "Black Cat White Cat" am Rand der "Zone". Die Kneipe wird Liv Hula geführt und bietet gescheiterten Existenzen wie Vics Freund Fat Antoyne Zuflucht. |
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Michael Moorcock: I.N.R.I. oder Die Reise mit der Zeitmaschine Piper, 2007 191 Seiten
Karl Glogauer, ein von Selbstzweifeln und Migräneanfällen gequälter Psychologiestudent, erklärt sich nach seiner letzten gescheiterten Liebesbeziehung und wiederholten Selbstmordversuchen bereit, an einem wissenschaftlichen Experiment teilzunehmen. Er soll zum ersten Zeitreisenden in der Geschichte der Menschheit werden. Dabei stellt er nur eine Bedingung: Ziel der Reise soll Israel kurz vor der Kreuzigung Jesu Christi sein. Glogauer will unbedingt erfahren, ob Jesus wirklich gelebt hat und ob der christliche Glaube mehr ist als nur ein Mythos. Die Zeitreise gelingt; Glogauer findet sich im Jahr 28 nach Christi Geburt wieder. Allerdings wird die Zeitmaschine dabei zerstört, er selbst verliert das Bewusstsein. Er wird von Essenern gerettet, die in der Einöde leben. Dass er die richtige Zielzeit erreicht hat, erfährt er, als er bei den Essenern Johannes dem Täufer begegnet, einem Widerstandskämpfer, der einen Aufstand gegen die römischen Besatzer plant. Allerdings hat der Täufer noch nie etwas von einem Jesus von Nazareth gehört. |
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Jens Lossau: Die Schlafwandler Societäts-Verlag, 2007 365 Seiten, gebunden
Lina Kessler und ihr Freund Ferdinand veröffentlichen gemeinsam den Comic "Rabenwelt" - eine surreale Geschichte, in der die in einem Konzentrationslager der Nazis verübten Verbrechen thematisiert werden. Ferdinand arbeitet damit seine Vergangenheit auf, oder vielmehr die Vergangenheit seiner Mutter, einer Überlebenden des KZ Osthofen, die sich in Ferdinands Kindheit das Leben genommen hat. "Rabenwelt" wird ein Riesenerfolg, die beiden jungen Leute werden über Nacht berühmt. Ferdinand will sich damit aber nicht zufriedengeben. Er stellt Nachforschungen über die NS-Zeit an, wobei er einigen Staub aufwirbelt. Ferdinand ist davon überzeugt, dass man die Verbrechen der damaligen Zeit in seiner beschaulichen Heimatstadt Alzey allzu schnell unter den Teppich gekehrt hat, und dass die einstigen Täter noch immer leben - versteckt hinter der unauffälligen Fassade einer gutbürgerlichen Existenz. Er sammelt Beweise für eines der schrecklichsten Verbrechen in der jüngeren deutschen Geschichte, wobei die Grenze zwischen Tätern und Opfern verschwimmt. |
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Sergej Lukianenko: Wächter der Ewigkeit Heyne, 2007 446 Seiten
Im Edinburgh Dungeon, einem modernen Gruselkabinett, wird ein junger Mann ermordet. Die Leiche ist völlig blutleer und weist zwei Wunden am Hals auf, die an Vampirbisse erinnern. Die Wächter der Nacht nehmen sich der Sache an. Da der Tote nicht nur Russe war, sondern außerdem der Sohn eines nicht initiierten Anderen, dem Geser sich verpflichtet fühlt, wird Anton Gorodezki nach Schottland entsandt. Anton arbeitet mit Foma Lermont zusammen, dem Chef der Edinburgher Nachtwache. Er glaubt zunächst nicht daran, dass ein echter Vampir im Dungeon sein Unwesen treibt, denn das ganze Blut befindet sich in einem künstlichen Wasserkanal. Dennoch muss dieser Ort etwas Besonderes sein, denn er scheint die gesamte magische Kraft der Umgebung geradezu aufzusaugen. Außerdem kommt es noch während der Untersuchungen zu einem zweiten Mord an derselben Stelle. |
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Douglas Preston / Lincoln Child: Maniac Knaur, 2008 576 Seiten
FBI-Agent Pendergast sitzt im Hochsicherheitsgefängnis Herkmoor und wartet auf seinen Prozess. Laura Hayward, die mit der Untersuchung seiner angeblichen Verbrechen betraut ist, hat inzwischen Zweifel an Pendergasts Schuld. Sein Rivale, Agent Coffey, setzt alles daran, ein Geständnis aus ihm herauszupressen, und schreckt auch nicht vor dem Einsatz äußerst fragwürdiger Methoden zurück, um dieses Ziel zu erreichen. So gerät der unter Mordverdacht stehende Agent in höchste Gefahr. Doch Vincent D'Agosta (der bereits selbst bis zum Hals in der Tinte sitzt und ein Disziplinarverfahren zu gewärtigen hat) und Eli Glinn tüfteln bereits einen Plan aus, um ihn zu befreien. Sie vermuten zu Recht, dass Pendergasts Bruder Diogenes mit der Vorbereitung eines neuen, groß angelegten Coups begonnen hat. Dass der Diebstahl der Diamantensammlung des naturhistorischen Museums von New York nur der Ablenkung gedient hat, wird spätestens dann klar, als Diogenes sämtliche Diamanten zertrümmert und den Staub an das Museum zurückschickt. |
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Philip K. Dick: Do Androids dream of Electric Sheep? Gollancz Science Fiction, 2007 215 Seiten
Seit einem mit Atomwaffen geführten Weltkrieg ist die Erde teilweise unbewohnbar. Durch radioaktiven Staub wurden viele Tierarten ausgerottet, die Bestände der überlebenden Arten wurden drastisch dezimiert. Der Besitz eines lebenden Tieres ist somit zu einem Statussymbol geworden. Auch die Menschen haben unter der radioaktiven Verseuchung zu leiden; man kann sich kaum noch ungeschützt ins Freie wagen. Viele geistig behinderte oder körperlich missgebildete Kinder werden geboren. Nur noch relativ wenige Menschen leben deshalb auf der Erde, viele sind zu Kolonien auf anderen Planeten ausgewandert. Man lenkt sich mit endlosen Fernsehshows ab und sucht Zuflucht im Mercerismus, einer empathischen Verbindung aller Menschen. Die Regierung fördert die Auswanderung, indem sie den Kolonisten Androiden als Diener zur Verfügung stellt. Diese Androiden sind körperlich kaum noch von Menschen zu unterscheiden, und Firmen wie die Rosen Corporation geben sich alle Mühe, auch ihren Intellekt zu perfektionieren. Dennoch betrachtet man die künstlichen Menschen nicht als Lebewesen, sondern als rechtlose Gegenstände. |
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Wim Vandemaan: Die Zukunftsbastion (Perry Rhodan "Das Rote Imperium" 3) Heyne, 2009 462 Seiten
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Homer: Odyssee Goldmann, 2004 328 Seiten
Die Irrfahrten des Odysseus dürften jedermann bekannt sein, deshalb kann ich mir eine Handlungszusammenfassung sparen. Allgemein bekannt ist aber vermutlich nur die Heldensage. So war es in meinem Fall, und deshalb war ich etwas irritiert, in Homers Heldenepos in den ersten vier Gesängen gar nichts über Odysseus zu lesen, sondern erst einmal über den Ärger, den Sohnemann Telemachos mit den prassenden Freiern hat. Der Junge begibt sich dann auf die Suche nach seinem Vater und besucht dabei den von Troja zurückgekehrten Menalaos. Erst im fünften Gesang geht's mit Odysseus los. Da wiederum liest man nicht den Beginn seiner Odyssee, vielmehr ist er schon bei Kalypso und bricht zu den Phäaken auf. Erst dort erzählt er dann von seinen früheren Reisen. Also haben schon antike Dichter die Stilmittel ständig wechselnder Handlungsebenen, Rückblicke und Einschübe zum Erzeugen von Spannung benutzt... |
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C.S. Lewis: Die Chroniken von Narnia - Der letzte Kampf Ueberreuter, 2008 175 Seiten, gebunden
Durch Zufall gelangt der sprechende Affe Trix in den Besitz eines Löwenfells samt Kopf. Der durchtriebene Bursche erkennt sofort die Möglichkeiten, die sich ihm dadurch bieten, denn Aslan ist schon seit langer Zeit nicht mehr in Narnia gesehen worden. Trix schneidert aus dem Fell ein Löwenkostüm für seinen "Freund", den sprechenden Esel Dussel. Der etwas minderbemittelte Dussel wird von Trix schon seit langer Zeit schamlos ausgenutzt und lässt sich auch jetzt für die finsteren Machenschaften des Affen missbrauchen. Trix behauptet nun, Aslan habe ihn zu seinem Sprachrohr erkoren, und sammelt eine rasch wachsende Anhängerschar. Ab und zu (meist in der Dämmerung und stets nur für wenige Minuten) präsentiert er den kostümierten Esel, und da praktisch kein noch lebender Narniane jemals den echten Aslan gesehen hat, wird der Schwindel nicht durchschaut. |
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Andrzej Sapkowski: Das Erbe der Elfen dtv, 2008 380 Seiten
Zwei Jahre nach dem Fall von Cintra und dem Sieg der vereinigten nördlichen Königreiche über die Invasoren aus Nilfgaard bei der Schlacht von Sodden herrscht trügerische Ruhe. Die Nilfgaarder stehen südlich des Flusses Jaruga und scheinen ihre Niederlage noch nicht verdaut zu haben. In den Königreichen kommt es jedoch zu Unruhen: Rebellen aus den nichtmenschlichen Völkern, vor allem Elfen und Zwerge, zetteln einen Guerillakrieg an. Die Rebellen nennen sich Scoia'tael und machen bei ihren Angriffen keinen Unterschied zwischen Militär und Zivilbevölkerung. Dass zwischen ihren blutigen Aktionen und den Expansionsgelüsten des Königs Emhyr var Emreis von Nilfgaard ein Zusammenhang besteht, ahnt zunächst niemand. |
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Algernon Blackwood: Das leere Haus Suhrkamp, 1974 241 Seiten
Dieser Band enthält vier Kurzgeschichten Algernon Blackwoods, die in der Zeit zwischen 1906 und 1910 erstmals veröffentlicht wurden: |
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Sergej Lukianenko: Wächter des Zwielichts Heyne, 2007 480 Seiten
Zur Vorgeschichte und zum "Wächter"-Universum vgl. Wächter der Nacht. |
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C.S. Lewis: Die Chroniken von Narnia - Der Silberne Sessel Ueberreuter, 2003 209 Seiten, gebunden
Eustachius Knilch, der Cousin der Pevensie-Geschwister, besucht eine Experimentalschule, die so fortschrittlich ist, dass sich die Kinder alles erlauben dürfen - auch wenn ihre Lieblingsbeschäftigung darin besteht, ihre Mitschüler zu quälen. So ergeht es auch Jill, der Eustachius gern beistehen möchte, so dass er ihr von Narnia erzählt. Als die beiden wieder einmal attackiert werden, rufen sie nach Aslan und fliehen dann durch ein Tor in der Mauer, die den Schulhof umgibt. Unversehens finden sie sich über den Wolken wieder; sie stehen auf dem Gipfel eines gewaltigen Berges. Eustachius stürzt von der Klippe, wird aber von Aslan gerettet, der ihn buchstäblich nach Narnia bläst. Bevor er auf gleiche Weise mit Jill verfährt, erteilt der Löwe ihr einen wichtigen Auftrag. Sie soll nach Prinz Rilian suchen, dem vor Jahren verschwundenen Sohn König Kaspians. Aslan gibt Jill vier Hinweise, die ihr bei der Suche helfen sollen, doch schon kurz nach ihrer Ankunft in Narnia verpassen sie und Eustachius das erste Zeichen: Sie hätten den ersten Bekannten ansprechen sollen, den Eustachius in Narnia sieht. Eustachius hat diesen Bekannten (Kaspian) jedoch nicht wiedererkannt, denn in Narnia sind seit seinem letzten Besuch viele Jahre vergangen. |
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Christian Montillon: Requiem für Druufon (Perry Rhodan "Das Rote Imperium" 2) Heyne, 2009 411 Seiten
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Homer: Ilias Goldmann, 1995 428 Seiten
Ausnahmsweise kann ich es mir wohl sparen, näher auf dieses Buch einzugehen. Thema und Bedeutung der Ilias dürften bekannt sein, und wer das Werk in Schule/Studium nicht lesen musste, der wird wahrscheinlich wenigstens die Heldensagen kennen, in denen es um das gleiche Thema geht. So war es in meinem Fall, und deshalb war ich doch etwas überrascht, dass in der Ilias keineswegs die ganze Geschichte des trojanischen Krieges vom Urteil des Paris bis zur Einnahme der Stadt mit Hilfe des hölzernen Pferdes erzählt wird. Tatsächlich wird nur ein recht kurzer Zeitraum des viele Jahre umfassenden Krieges behandelt, beginnend mit dem Zorn des Achilleus, der sich wegen eines Streits mit Agamemnon vom Kampf zurückzieht, bis hin zu Tod und Bestattung Hektors. |
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Douglas Preston / Lincoln Child: Dark Secret Knaur, 2007 595 Seiten
FBI-Agent Pendergast gilt seit seinem letzten Abenteuer als verschollen, sein Freund Vincent D'Agosta von der New Yorker Polizei hält ihn für tot. Doch Pendergast lebt – er wurde von seinem Bruder Diogenes (der seinerseits seit 20 Jahren als tot gilt) aus Graf Foscos Schloss gerettet. Als D'Agosta dies erfährt, währt seine Erleichterung nicht lange, denn Pendergast hat beunruhigende Neuigkeiten. Diogenes hat seinen verhassten Bruder allem Anschein nach nur gerettet, um ihn auf besonders perfide Weise zugrunde richten zu können. Diogenes ermordet mehrere alte Freunde Pendergasts und fädelt alles so ein, dass der Verdacht auf den FBI-Agenten fällt. In wenigen Tagen will Diogenes das "perfekte Verbrechen" begehen, Zentrum des Ganzen soll Pendergast sein. Um seinen Bruder stoppen zu können, agiert Pendergast zunächst aus dem Verborgenen heraus. D'Agosta erklärt sich bereit, ihm zu helfen. Dadurch bringt er sich nicht nur selbst in Gefahr (Diogenes nimmt weitere Freunde Pendergasts ins Visier), sondern setzt auch seine Beziehung zu Laura Hayward aufs Spiel, denn sie ist mit den Ermittlungen in den Mordfällen beschäftigt, darf aber nichts von Pendergasts "Auferstehung" erfahren. |
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Ian McDonald: Necroville Heyne, 2008 495 Seiten
Nach der Perfektionierung der Nanotechnologie und der Entwicklung halbintelligenter, selbständig agierender Nanopolymer-Partikel, der so genannten Tektoren, hat sich die menschliche Gesellschaft radikal gewandelt. Die Nanotechnologie prägt nicht nur jeden Aspekt der Technik und des täglichen Lebens, wozu auch die Erschaffung synthetischer Tiere und die Modifikation des menschlichen Körpers gehören, sondern ermöglicht auch die Wiederauferstehung der Toten. Der allmächtige Tesler-Thanos-Konzern kontrolliert diese Technologie, die alte Religionen gestürzt und neue Kulte hervorgebracht hat. Wieder belebte Tote sind zwar aufgrund ihrer synthetischen Körper praktisch unsterblich und ewig jung, gelten vor dem Gesetz aber nicht als Menschen und haben keine Rechte. Dennoch können sie schon aufgrund ihrer schnell größer werdenden Zahl nicht ignoriert werden. Es entwickelt sich eine Schattenwirtschaft, in der die lebenden Toten zwar nur den Status von Sklaven haben, aber allmählich unentbehrlich für den Wohlstand der Lebenden werden. Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen wird ihnen der Weltraum als Lebensraum zugestanden, dort können sie sich frei entfalten. Auf der Erde müssen sie in den abgeschotteten Necrovilles bleiben. |
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Sergej Lukianenko: Wächter des Tages Heyne, 2007 550 Seiten
Zur Vorgeschichte und zum "Wächter"-Universum vgl. Wächter der Nacht. |
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Audrey Niffenegger: Die Frau des Zeitreisenden Fischer, 2005 544 Seiten
Henry DeTamble ist ein Zeitreisender – aber er kann diese Fähigkeit nicht kontrollieren. Immer wieder wird er aus "seiner" Gegenwart herausgerissen und findet sich übergangslos an irgendeinem Zeitpunkt seiner Vergangenheit wieder. Da er bei seinen Sprüngen durch die Zeit nichts mitnehmen kann, materialisiert er stets nackt. Das führt zu vielen peinlichen Situationen, außerdem gerät Henry auf diese Weise nicht selten in Lebensgefahr und ist gezwungen, zum Dieb zu werden, um sich mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Er kann auch die Dauer seines Aufenthalts in der Vergangenheit nicht beeinflussen und weiß nie, wie viel Zeit vergangen sein wird, wenn er in seine Gegenwart zurückkehrt. Henry vermutet, dass Stress ein auslösender Faktor für die unfreiwilligen Zeitreisen ist, und dass diese ihn meist zu Ereignissen führen, die besonders wichtig für ihn waren. So kehrt er zum Beispiel überdurchschnittlich oft zu jenem grausigen Autounfall zurück, bei dem seine Mutter gestorben ist und den er als kleiner Junge selbst miterlebt hat. |
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Arndt Ellmer: Rico Fanpro, 2008 345 Seiten
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Herbert W. Franke: Schule für Übermenschen Suhrkamp, 1980 144 Seiten
Das Institute for Advanced Education wirbt Probanden für eine spezielle Ausbildung an. Nur wer ohnehin schon zur Elite der Astronauten, Taucher usw. gehört, wird hier aufgenommen, um übermenschliche Fähigkeiten zu erlangen. Auf diese Weise soll die Erschließung völlig neuer Lebensräume ermöglicht werden. Ein Mann namens Rod, der sich nicht genau an seine eigene Vergangenheit erinnern kann, sucht das mitten in der Wüste gelegene Institut auf. Nach einigen Tagen unmenschlich harten Drills begreift er allmählich, dass er hier eine besondere Mission zu erfüllen hat. Er soll herausfinden, welche Ziele der Institutsleiter Dr. Braggs wirklich verfolgt. Damit er sich nicht selbst verraten kann, wurde sein Gedächtnis mit einer Blockade belegt. Als er zu recherchieren beginnt, findet Rod heraus, dass man im wahrsten Sinne des Wortes seine Menschlichkeit aufgeben muss, wenn man zu dem werden soll, was Dr. Braggs erreichen will: Er will Menschen in Kyborgs verwandeln, die dort erfolgreich sein können, wo normale Menschen keine Überlebenschance hätten.
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Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht Heyne, 2007 524 Seiten
Neben dem, was die Menschen für die Realität halten, gibt es noch eine zweite, verborgene Welt. Die Legenden über Vampire, Magier, Hexen, Werwölfe und dergleichen haben einen wahren Kern, denn es kommt immer wieder vor, dass magisch begabte Menschen geboren werden, oder dass sie im Verlauf ihres Lebens magische Kräfte gewinnen. Diese Anderen gibt es schon seit prähistorischer Zeit, und sie leben weitgehend unerkannt unter den gewöhnlichen Menschen. Die Anderen altern nicht, sind körperlich weit stärker sowie widerstandsfähiger als normale Menschen und haben verschieden stark ausgeprägte übernatürliche Fähigkeiten. Sie ziehen ihre Macht vor allem aus dem Zwielicht, einer Art Zwischenwelt, die von den normalen Menschen nicht wahrgenommen werden kann und in die die Anderen Kraft ihres Willens überwechseln können. Je nachdem, in welcher Gemütsverfassung ein Mensch sich befindet, wenn er zum ersten Mal ins Zwielicht überwechselt, oder wie er charakterlich veranlagt ist, wird er entweder zu einem Lichten oder zu einem Dunklen Anderen. Die Lichten stehen für das Gute und haben es sich zum Ziel gesetzt, den Menschen zu helfen. Die Dunklen folgen nur ihren eigenen, egoistischen Interessen und nehmen dabei keine Rücksicht auf ihre Opfer. Die Mächte des Lichts und der Dunkelheit führen seit Ewigkeiten Krieg gegeneinander, aber sie sind gleich stark und es kommt nie zu einer Entscheidung. |
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Jason Dark: John Sinclair – Die Rückkehr des Schwarzen Tods Bastei Lübbe, 2007 317 Seiten
John Sinclair wird vor der Rückkehr seines vernichtet geglaubten Erzfeinds gewarnt: Angeblich schickt der Schwarze Tod sich an, aus einer Art Parallelwelt in die Welt der Menschen zurückzukehren und die Macht an sich zu reißen. Tatsächlich ist bereits ein Helfer des Schwarzen Tods, ein Dämon namens Namtar, mit den Vorbereitungen beschäftigt. Stellvertretend für die vier Evangelisten müssen vier Menschen sterben, um das Tor zur anderen Dimension zu öffnen. Die Rückkehr des Schwarzen Tods ist nicht im Interesse anderer Schwarzblüter. Insbesondere Will Mallmann alias Dracula II sieht seine Machtposition bedroht und bietet John Sinclair ein Bündnis an. Zunächst sind Sinclair und dessen Partner Suko nicht bereit, einen Pakt mit dem Bösen zu schließen, doch schon bald müssen sie feststellen, dass sie allein nichts gegen Namtar ausrichten können.
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Lloyd Biggle jr.: Monument für ein Genie Moewig Verlag, 1980 306 Seiten, gebunden
Der Raumfahrer Cerne Obrien muss auf einem unbekannten, abgelegenen Planeten notlanden. Er findet dort Menschen vor, die ein einfaches, friedliches und naturverbundenes Leben führen. Auch sie müssen Nachkommen gestrandeter Raumfahrer sein, denn bis auf wenige Ausnahmen ist die komplette Flora und Fauna des Planeten für sie giftig. Sie ernähren sich deshalb fast ausschließlich vom köstlichen Fleisch des Koluf, eines monströsen und schwer zu fangenden Meerestiers. Ansonsten ist der Planet ein wahres Paradies mit ewigem Sommer, wunderschönen Stränden und prächtigen Blumen, in dem es sich sorgenfrei leben lässt, denn die Menschen sind ihrerseits für alle einheimischen Raubtiere ungenießbar und somit ungefährdet. Obrien kann den Planeten nicht mehr verlassen. Er lebt jahrzehntelang unter den Eingeborenen und wird aufgrund seiner Tatkraft und seines Wissens, mit dem er seinem Volk in vielen Situationen helfen kann, zu einem legendären Helden. Eine Sorge quält ihn jedoch bis an sein Lebensende. Sollten jemals andere Raumfahrer zu diesem Planeten kommen, so wäre das Schicksal der Eingeborenen besiegelt, denn dann würde die idyllische Welt zwangsläufig in ein Urlaubsparadies für Superreiche verwandelt werden. Die damit verbundenen Störungen des ökologischen Gleichgewichts würden dann dazu führen, dass die Menschen wegen des Verlusts ihrer einzigen Nahrungsquelle verhungern müssten. |
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Michael Marrak: Morphogenesis Bastei Lübbe, 2005 685 Seiten
Das private Ausgrabungsteam des Archäologen Hippolyt Krispin entdeckt in der libyschen Wüste eine Pyramide, die weit älter als alle bekannten Bauwerke dieser Art ist und darüber hinaus eine sechseckige Grundfläche hat. Als das Team eine versiegelte Kammer im Inneren der Pyramide öffnet, bedeutet das den sofortigen Tod für einen der Forscher sowie den Auftakt einer äußerst merkwürdigen Reise für Krispin. Der Boden der riesigen Kammer ist von einer seltsamen Staubschicht bedeckt, und in einem der dort aufgestellten Sarkophage findet Krispin einen Goldreif in Form einer Schlange. Als er das Schmuckstück berührt, erscheint ihm ein sprechendes Schlangenwesen in einer Vision. Schon am nächsten Tag müssen die Wissenschaftler die Ausgrabungsstätte verlassen, denn die Regierung schaltet sich ein. Krispin verbringt den Abend vor der Abreise in der Stadt und begegnet dort einer jungen Frau, die niemand außer ihm sehen kann. Nachdem sie ihn verführt hat, lässt sie den Goldreif mit seiner Brust verschmelzen und verschwindet. Danach kann Krispin sich nicht mehr an diese Begegnung erinnern. |
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Michael Marcus Thurner: Die Fossile Stadt (Perry Rhodan "Das Rote Imperium" 1) Heyne, 2008 413 Seiten
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Dieter Kühn: Tristan und Isolde des Gottfried von Straßburg Fischer, 2005 859 Seiten
Tristan und Isolde ist eine Erzählung unklaren Ursprungs, die – ebenso wie die Geschichten um König Artus und die Ritter der Tafelrunde – zu den bekanntesten Themen der mittelalterlichen Literatur gehört. Es geht darin um den jungen Ritter Tristan, der sich in die irische Königstochter Isolde verliebt. Eigentlich hätte er sie seinem väterlichen Freund, dem König Marke von Cornwall, als Gattin zuführen sollen, doch ein gemeinsam genossener Liebestrank bringt Tristan und Isolde dazu, Ehebruch zu begehen und schließlich in die Wildnis zu fliehen. Nach der Rückkehr an Markes Hof trennen sich die beiden, können aber nicht voneinander lassen und erleiden schließlich den Liebestod. Eine Besonderheit dieser Geschichte besteht darin, dass es im Gegensatz zu vergleichbaren Werken mittelalterlicher Literatur nicht um die so genannte "Minne" geht, also um die idealisierende Anbetung einer unerreichbaren Frau durch einen Ritter, sondern um die "handfeste" leidenschaftliche Liebe zweier junger Leute. |
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Alan Dean Foster: Krull Heyne, 1983 252 Seiten
Die Schwarze Festung, Sitz eines mit magischen Kräften ausgestatteten Ungeheuers, landet auf der mittelalterlichen Welt Krull. Die Schergen des Ungeheuers, die so genannten "Schlächter", verbreiten Angst und Schrecken auf der ganzen Welt, vernichten Dörfer und entvölkern ganze Landstriche. Auf diese Weise halten sie das Volk von Krull auf einem niedrigen Zivilisationsniveau, so dass das Ungeheuer die Welt leicht kontrollieren kann. Eirig und Turold, die Beherrscher zweier bislang rivalisierender Königreiche, wollen sich dem übermächtigen Feind gemeinsam entgegenstellen. Die Vereinigung beider Reiche soll ihren Ausdruck in der Vermählung von Prinz Colwyn und Prinzessin Lyssa finden, doch die Hochzeitszeremonie wird durch einen Angriff der Schlächter unterbrochen. Lyssa wird in die Schwarze Festung entführt, beide Könige und all ihre Gefolgsleute werden getötet. Nur Colwyn überlebt. Ynir, ein weiser Einsiedler, steigt aus dem Gebirge hinab, um Colwyn bei der Suche nach Lyssa zu helfen. Er weiß, welches Ziel das Ungeheuer wirklich verfolgt: Es will die magische Kraft vereinnahmen, die in Lyssa schlummert. |
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Douglas Preston / Lincoln Child: Burn Case Knaur, 2007 620 Seiten
Zwei unheimliche Todesfälle halten die New Yorker Polizei in Atem und sorgen für abergläubische Unruhe in der Stadt, die von der Sensationspresse weiter angeheizt wird. Natürlich geht die Polizei von Mord aus, aber die Begleitumstände bereiten auch den ermittelnden Offizieren (Captain Laura Hayward und Sergeant Vincent D'Agosta) einiges Kopfzerbrechen. Beide Opfer sind von innen heraus verbrannt, und zwar so, als ob sie sich selbst entzündet hätten. Es sind aber keinerlei Hinweise auf die Verwendung von Brandbeschleunigern oder dergleichen feststellbar. An den Tatorten werden jedoch äußerst merkwürdige Spuren gefunden, die darauf schließen lassen, dass der Teufel höchstpersönlich seine schweflige Hand im Spiel gehabt haben könnte. Als diese Einzelheiten bekannt werden, woran der Journalist Bryce Harriman maßgeblich beteiligt ist, finden sich schnell religiöse Eiferer, die das Ende der Welt nahen sehen. Der selbsternannte Reverend Buck sammelt eine Anhängerschar, die im Central Park kampiert und für eine weitere Verschärfung der Situation sorgt. |
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Douglas Preston: Der Canyon Knaur, 2007 552 Seiten
Tom Broadbent findet bei einem Ausritt in einem Canyon in New Mexiko einen tödlich verwundeten alten Mann, der ihm ein Notizbuch in die Hand drückt und ihn bittet, es seiner Tochter Robbie zu bringen, der Polizei aber nichts davon zu sagen. Tom verspricht dem Sterbenden, genau so zu verfahren. Da er zu seinem Wort steht, gerät Tom bald selbst in Konflikt mit dem Gesetz, außerdem bringt er sich selbst und seine Frau Sally in höchste Gefahr, denn das Notizbuch birgt – was er noch nicht ahnt – ein unglaubliches Geheimnis: Den Fundort eines nahezu vollständig erhaltenen Tyrannosaurus Rex. Hinter diesem unschätzbar wertvollen Fossil ist auch der ebenso reiche wie skrupellose Archäologe Iain Corvus her. Dessen Handlanger Jimson Maddox hat den alten Fossilienjäger erschossen und setzt sich nun auf Toms Spur, um das Notizbuch an sich zu bringen. Maddox konnte nur noch ein Bruchstück des Fossils sicherstellen. Dieses übergibt er Corvus, der es von der Laborassistentin Melodie Crookshank untersuchen lässt. |
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Michael Crichton: Beute (Prey) Goldmann, 2004 446 Seiten
Jack Forman hat seinen hoch bezahlten Job als Programmierer verloren und kümmert sich deshalb zu Hause um den stressigen Nachwuchs: Drei Kinder sind schwerer zu hüten als ein Sack voller Flöhe. Als seine Frau Julia, die in einem Forschungslabor in der Wüste Nevadas arbeitet, immer später nach Hause kommt, im Labor nicht erreichbar ist und zunehmend gereizt wirkt, so dass sie sich immer mehr von ihrer Familie entfremdet, denkt Jack zunächst an Überarbeitung. Julias neuestes Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung mikrominiaturisierter Kameras, die im medizinischen Bereich eingesetzt werden und hochauflösende Bilder unzugänglicher Körperregionen liefern sollen. Die Mikrokameras können selbständig agieren, aber nur im Schwarm können sie ihre Aufgabe erfüllen. Julias Verhalten wird jedoch immer merkwürdiger, so dass Jack zu dem Schluss kommt: Julia muss ein Verhältnis mit einem anderen Mann haben. Er könnte nicht falscher liegen! |
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Jasper Fforde: Es ist was faul dtv, 2007 436 Seiten
Die Buchwelt ist zwar ein sicheres Versteck für Thursday Next, auf die Dauer aber auch ein ziemlich langweiliges. Nach gut zwei Jahren beschließt Thursday, dass es an der Zeit ist, den Job als Chefin von JurisFiction an den Nagel zu hängen und in die reale Welt zurückzukehren. Außerdem sehnt sie sich nach ihrem genichteten Ehemann Landen, und nicht zuletzt braucht ihr kleiner Sohn Friday einen Vater. Also kehrt Thursday heim nach Swindon, begleitet vom Dänenprinzen Hamlet, der vorübergehend nicht in "sein" Shakespeare-Stück zurückkehren darf, weil es dort zu Unruhen gekommen ist, die die ganze Handlung zu verändern drohen. In der realen Welt hat sich in der Zwischenzeit einiges getan. Thursdays Vater ist wieder Mitglied der ChronoGarde, die Auferstehung des Heiligen Zvlkx steht bevor, ein Stalker und eine Killerin (ausgerechnet Spike Stokers Ehefrau) haben sich auf Thursdays Spur gesetzt, die Goliath Corporation will als Glaubensgemeinschaft anerkannt werden und der aus der Buchwelt geflohene Yorrick Kaine schickt sich an, Diktator von England zu werden und einen Krieg mit der Sozialistischen Republik Wales anzuzetteln, der – wie Thursday von ihrem Vater erfährt – zum Untergang der Menschheit führen würde. Als Feindbild für seine Agitation hat Kaine sich ausgerechnet die Dänen ausgesucht. |
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Nick Cave: Und die Eselin sah den Engel Piper, 1998 326 Seiten
Euchrid Eucrow, der stumm geborene Sohn einer gewalttätigen Alkoholikerin und des letzten Sprosses einer durch generationenlange Inzucht geschädigten Familie von Bergbewohnern hat es nicht leicht. Die Familie lebt in einer heruntergekommenen Hütte auf einer Müllhalde, Euchrid wird täglich von seiner versoffenen Mutter misshandelt und sein Vater erträgt diese erbärmliche Existenz nur, wenn er sich abreagiert, indem er die verschiedensten Tiere mit selbstgebauten Fallen fängt und dann aufeinander hetzt. Euchrid ist zwar ein missgestalteter Außenseiter, der nur als Voyeur am "normalen" Leben teilnehmen kann, er ist aber auch intelligent und sensibel. Vielleicht ist genau das der Grund, warum er allmählich immer mehr in den Wahnsinn abgleitet, zu Selbstverstümmelungen neigt und manchmal unerklärliche Blackout-Anfälle hat. |
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Andreas Eschbach: Der letzte seiner Art Bastei-Lübbe, 2005 350 Seiten
Duane Fitzgerald lebt in dem verschlafenen irischen Städtchen Dingle. Er geht nur selten aus – seine wöchentliche Routine besteht darin, Lesestoff in der Bücherei auszuleihen und die Poststation aufzusuchen, wo regelmäßig eine ganz besondere Lieferung für ihn eintrifft. Die Menschen in Dingle wissen praktisch nichts über ihn, und sollte jemand auf die Idee kommen, Nachforschungen anzustellen, so würde er die Auskunft erhalten, Duane befinde sich in einem Zeugenschutzprogramm. Nur Dr. O'Shea, der Arzt des Städtchens, kennt die Wahrheit. Duane ist das Produkt eines streng geheimen militärischen Forschungsprogramms der USA, dessen Ziel in der Erschaffung technisch aufgerüsteter Supersoldaten bestanden hat, das irgendwann aber eingestellt worden war. Unüberwindbare medizinische Probleme und eine veränderte politische Weltlage waren die wesentlichen Gründe dafür. Duanes Körper wurde mit diversen Implantaten, Kraftverstärkern, Panzerungen und dergleichen ausgestattet, die ihn zu einem unbesiegbaren Übermenschen machen. Allerdings musste er zu Gunsten der Implantate verschiedene Gliedmaßen und Organe opfern, darunter auch den größten Teil seines Darms – die spezielle Nahrung, die er deshalb zu sich nehmen muss, wird ihm regelmäßig mit der Post geschickt. Damit hält man ihn an einer langen Leine, denn ohne diese Lieferungen müsste er verhungern. Nach einigen Jahren im selbst gewählten irischen Exil war Duane trotz seiner Schweigepflicht gezwungen, Dr. O'Shea ins Vertrauen zu ziehen, denn manchmal versagen seine Implantate. Seinen ehemaligen Vorgesetzten verschweigt er diesen Umstand lieber, um nicht in die USA zurückgeholt zu werden. |
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C.S. Lewis: Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte Ueberreuter, 2003 209 Seiten, gebunden
Lucy und Edmund müssen einige Wochen bei ihrem unerträglichen Cousin Eustachius verbringen, weil ihre Eltern mit Susan nach Amerika verreist sind. Eustachius, der sich für besonders klug hält, in Wahrheit aber einfach nur phantasielos ist, hält nichts von den Geschichten über das magische Land Narnia – für ihn sind das Hirngespinste. Als die Kinder ein geheimnisvolles Bild betrachten, das ein prächtiges Schiff auf einem Ozean zeigt, wird Eustachius eines Besseren belehrt. Das Bild wird lebendig und plötzlich finden die Kinder sich auf dem Schiff wieder! Es ist die Morgenröte, König Kaspians Schiff. Während Lucy und Edmund sich freuen, endlich wieder nach Narnia gelangt zu sein (dort sind nach dem Ende des Usurpators Miraz erst drei Jahre vergangen), muss Edmund erst einmal mit seiner Seekrankheit und den für ihn inakzeptablen Verhältnissen auf dem narnianischen Schiff zurechtkommen. |
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Stephen King: Der Werwolf von Tarker Mills Bastei-Lübbe, 1988 383 Seiten
Tarker's Mills ist eine ruhige Kleinstadt in Neuengland. Ab dem ersten Vollmond des Januar ereignen sich hier in jedem Monat grauenhafte Morde. Niemand ahnt, dass es sich beim Täter nicht um einen Wahnsinnigen handelt, sondern um einen Werwolf, der unerkannt mitten unter den verstörten Bürgern lebt. Im Juli fällt auch der elfjährige Marty Coslaw, der wegen einer Lähmung an den Rollstuhl gefesselt ist, beinahe der Bestie zum Opfer. Er ist der erste Mensch, der eine Attacke des Werwolfs überlebt. Als Waffe gegen das Ungeheuer setzt er Feuerwerkskörper ein, die er heimlich anzünden wollte. Der Werwolf verliert ein Auge und flieht. Wenig später findet Marty heraus, dass ein bestimmter Bürger von Tarker's Mills neuerdings mit einer Augenklappe herumläuft...
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Dalai Lama: Die Weisheit des Herzens Goldmann, 2004 256 Seiten
Dieses Buch enthält Texte aus verschiedenen Reden, Artikeln und Interviews des Dalai Lama aus den Jahren 1963 bis 1984. Themengebiete sind vor allem der (tibetische) Buddhismus, das Verhältnis dieser Lehre zu anderen Weltreligionen und ihre (nach Ansicht des Dalai Lama) mögliche heilsame Wirkung auf alle, die ihr Leben nach ihr ausrichten. Es sind auch einzelne Artikel zur tibetischen Frage enthalten, d.h. zur Lage Tibets seit der Besetzung durch die Chinesen. Als Einführung in die buddhistische Philosophie ist das Buch recht interessant, wenn ich auch zugeben muss, dass ich den Überblick bei all den verschiedenen Schulen und sonstigen Untergliederungen des Buddhismus, die kurz angesprochen werden, irgendwann verloren habe. Damit keine Missverständnisse entstehen, erwähne ich nochmals, dass ich Bücher wie dieses nicht etwa lese, um Erkenntnisse für mein eigenes Leben daraus zu gewinnen oder weil ich irgendwelche moralischen Ratschläge brauche. Mich interessiert vielmehr, wie der Autor denkt. Der Dalai Lama ist schließlich auch buddhistischer Mönch, und wenn man ihn besser verstehen will, sollte man wissen, welche religiösen Überzeugungen er vertritt. (04.08.2008)
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Jeffrey A. Carver: Im Hyperraum Heyne, 2005 734 Seiten
Dieses Buch enthält zwei Romane aus dem "Sternenrigger"-Universum, in dem auch der mir nicht bekannte Roman "Am Rande der Ewigkeit" spielt. |
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Andrzej Sapkowski: Das Schwert der Vorsehung dtv, 2008 461 Seiten
Die so genannten Hexer verdienen ihren Lebensunterhalt, indem sie durch die Lande ziehen und für Geld Ungeheuer töten. Die Hexer haben nicht nur große kämpferische Fähigkeiten, sondern können auch in begrenztem Maße Magie einsetzen. Um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, verwenden sie besondere Elixiere, die für normale Menschen tödliche Gifte wären. Die Hexer sind jedoch keine normalen Menschen. Sie werden von frühester Jugend an für den Kampf ausgebildet und müssen eine in vielen Fällen tödlich verlaufende Prozedur über sich ergehen lassen, durch die ihr Körper mutiert. Nur auf diese Weise können sie ihre besonderen Fähigkeiten erlangen, allerdings werden sie dadurch auch unfruchtbar. Nachwuchs rekrutieren sie, indem sie nach Kindern suchen, die – wie sie glauben – von der Vorsehung dafür bestimmt sind. |
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Brian Herbert / Kevin J. Anderson: Die Erlöser des Wüstenplaneten Heyne, 2008 654 Seiten
Während eine Welt des Alten Imperiums nach der anderen von den gewaltigen Flotten des Maschinen-Allgeists Omnius vernichtet wird, bereitet Murbellas neue Schwesternschaft verzweifelt die letzte Verteidigungsschlacht vor, den Kralizec, der das Universum für immer verändern soll. Weil das Gewürz knapp ist, werden immer mehr Raumschiffe mit ixianischen Kompilatoren ausgestattet. Als einzige wirkungsvolle Waffe gegen die Maschinenschiffe kommen die Auslöscher der Geehrten Matres in Betracht, aber die Produktion dieser Waffensysteme kommt nur schleppend voran. Die Lage wird dadurch erschwert, dass nicht jeder von der Notwendigkeit eines Abwehrkampfes überzeugt ist: Manche Menschen halten einen Friedensschluss mit den Denkmaschinen für möglich. Murbella ist jedoch davon überzeugt, dass Omnius die Menschheit vernichten wird, sollte er den Kralizec gewinnen. Niemand ahnt, dass praktisch alle Schaltzentralen der Macht im Alten Imperium von Saboteuren der Neuen Gestaltwandler unterwandert sind. Schließlich wird der Planet Ordensburg, Sitz der neuen Schwesternschaft und einzige bekannte Quelle für das Gewürz, von den Denkmaschinen mit einer tödlichen Seuche angegriffen, während die Flotte sich langsam nähert. |
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Jean M. Auel: Ayla und der Clan des Bären Heyne, 2004 605 Seiten
Irgendwann während der letzten Eiszeit: Die zum Aussterben verdammten Neandertaler und die so genannten Cro-Magnon-Menschen (Vorläufer des Menschen der Neuzeit) leben gleichzeitig auf der Erde, aber es gibt kaum Berührungen zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Völkern. Die fünfjährige Ayla wird zur Waise und verliert alle Angehörigen, als die Höhle ihres Stammes bei einem starken Beben von der Erde verschlungen wird. Nackt und einsam irrt sie durch die Wildnis, droht zu verhungern und wird durch den Prankenhieb eines Höhlenlöwen schwer verletzt. Sie verliert das Bewusstsein und wird von kreisenden Geiern aufmerksam beäugt. Dadurch wird jedoch Iza, die Heilerin eines vorüberziehenden Neandertalerstammes, auf das Kind aufmerksam. Auch Izas Clan hat durch das Beben seinen Wohnsitz verloren. Brun, das Stammesoberhaupt, erhebt keine Einwände, als Iza das bewusstlose Mädchen aufnimmt, um es gesund zu pflegen, obwohl allen klar ist, dass das Kind zu "den anderen" (den Cro-Magnon-Menschen) gehört, denen man nur Misstrauen entgegenbringt. |
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Douglas Preston: Der Codex Knaur, 2006 474 Seiten
Tom, Vernon und Philip, die Söhne des Milliardärs Maxwell Broadbent, sind grundverschieden und haben sich wenig zu sagen. Alle drei leiden darunter, die hohen Erwartungen ihres Vaters nicht erfüllt zu haben, und haben ihn seit längerer Zeit nicht mehr besucht. Als Maxwell Broadbent an Krebs erkrankt und erfährt, dass er nicht mehr lange zu leben hat, erlebt er einen Sinneswandel und entwickelt einen Plan, um seine Söhne wieder zusammenzubringen. Den Grundstock zu seinem phantastischen Vermögen hat er vor vielen Jahren durch Grabräuberei gelegt, und auch in den folgenden Jahren hat er sich auf nicht immer legalem Wege zahlreiche Kunstschätze und Artefakte untergegangener Kulturen angeeignet. Nun lässt er sich irgendwo in der Wildnis von Honduras in einer Gruft bestatten – und all seine Schätze, die praktisch das gesamte, 500 Millionen Dollar umfassende Erbe seiner Söhne darstellen, nimmt er als Grabbeigaben mit. In einer letzten Videobotschaft macht er Tom, Vernon und Philip klar, dass sie zusammenarbeiten müssen, um dieses Erbe zu erlangen. |
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Wolfgang Hars: Männer wollen nur das Eine und Frauen reden sowieso zu viel
Fischer, 2002 255 Seiten
Der Titel dieses Buches klingt wohl nicht zufällig so ähnlich wie der eines Bestsellers von Allan und Barbara Pease. Hars stellt einige alte und neue Vorurteile, Mythen und Klischees in Bezug auf Männer, Frauen und ihren Umgang miteinander zusammen. Diese werden unter Bezugnahme auf die Ergebnisse diverser Studien als wahr oder falsch bezeichnet. Für den Leser ist das nicht nachprüfbar, er müsste es dem Autor also einfach glauben. Wir lernen, dass Frauen schlechter einparken können als Männer, dass Männer wirklich immer das Eine wollen, dass Frauen das bessere Sprachverständnis haben und auch nachweislich doppelt so viel reden als Männer, dass Schokolade bei Liebeskummer hilft, Lakritz aber tödlich für Spermien ist – und so weiter und so fort. Das alles wird kurz und knapp präsentiert, zum Glück auch mit einem gewissen Augenzwinkern, denn als fundierte wissenschaftliche Abhandlung darf man dieses Buch keinesfalls verstehen. Viel zu viel wird verallgemeinert, allzu sehr vereinfacht oder als selbstverständlich vorausgesetzt, nichts wird genauer hinterfragt. Teilweise widersprechen die zitierten Forschungsergebnisse sich übrigens auch selbst. Ganz abgesehen davon, dass einige der hier zusammengefassten "Erkenntnisse" schon einen ellenlangen Bart haben. Wer meinen Geschmack kennt, wird sich wahrscheinlich fragen, warum ich dieses Buch überhaupt gelesen habe. Nun – es wurde mir von jemandem geschenkt, der meinen Geschmack nicht kennt... (16.06.2008)
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Stanislaw Lem: Sterntagebücher Suhrkamp, 2001 525 Seiten
Dieser Band enthält neben den eigentlichen Sterntagebüchern, also den Reiseberichten des Raumfahrers Ijon Tichy, noch einen zweiten Abschnitt mit Erzählungen der gleichen fiktiven Person. Ijon Tichy ist eine Art "Münchhausen des Weltalls", und seine Reiseerlebnisse sind mindestens ebenso phantastisch wie die des historischen Lügenbarons. Mal gerät er in diverse Gravitationsfelder, die die Zeit verzerren, so dass er mehreren zukünftigen Ausgaben von sich selbst begegnet, die er dann wieder "einholt". Dann nimmt er an einer Konferenz teil, bei der entschieden werden soll, ob die Menschheit würdig ist, in die Gemeinschaft aller Milchstraßenvölker aufgenommen zu werden – dummerweise haben die Menschen außer weit entwickelten Waffen keine großen Errungenschaften vorzuweisen. Später reist er zu einem Planeten, der angeblich von einer menschenfeindlichen Roboterzivilisation bevölkert ist, aber es stellt sich heraus, dass es sich um Menschen in Roboterverkleidung handelt. Schließlich geht er auf Kulupenjagd (diese gigantischen Wesen kann man nur von innen jagen), zwischendurch erschafft er das gesamte Universum und betätigt sich ergebnislos als Zeitkorrektor. |
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Philip K. Dick: Paycheck – Die Abrechnung Heyne, 2003 381 Seiten
Es ist ja schön, wenn anlässlich der Verfilmung einer Kurzgeschichte Philip K. Dicks mal wieder ein Buch mit dieser und insgesamt 11 weiteren Storys herausgebracht wird. Diesen Band dann aber als "Buch zum Film" zu bezeichnen, ist eine Frechheit. Wenn schon, dann gibt es einen Film zum Buch! Auch den möglicherweise vorhandenen Fans des Films gegenüber (ich gehöre nicht dazu, den Film fand ich eher öde) ist diese Bezeichnung unfair, zumindest dann, wenn sie Philip K. Dick und sein Werk nicht kennen. Die Geschichte, auf welcher der Film basiert, ist nun einmal sehr kurz und der Film ist recht frei mit ihr umgegangen. Wer also eine "Novelization" erwartet, d.h. die Romanfassung dieses Films, der dürfte enttäuscht sein. Man muss auch bedenken, dass alle in diesem Buch versammelten Storys schon Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Die Titelstory stammt aus dem Jahre 1953! |
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Christopher Paolini: Eragon Blanvalet, 2006 734 Seiten
Der 15-jährige Eragon lebt in Carvahall, einem kleinen Dorf im Land Alagaesia. Er kennt seine wahre Herkunft nicht und wächst bei seinem Onkel Garrow auf. Eines Tages entdeckt er bei der Jagd einen großen blauen Stein, der makellos glatt und unzerstörbar ist. Dieser Fund verändert Eragons Leben völlig, denn der Stein ist tatsächlich ein Drachenei. Noch ahnt Eragon nicht, dass er ein Drachenreiter ist, und zwar der erste dieser Gilde seit Generationen. Einst waren die mit magischen Kräften begabten Drachenreiter die Garanten für Recht und Ordnung im Land, doch sie wurden verraten und fast völlig vernichtet. Galbatorix, damaliger Anführer der Verräter, hat sich zum König aufgeschwungen. Er hortet die letzten Dracheneier, doch es gelingt ihm nicht, die Drachen zum Ausschlüpfen zu bewegen, denn das tun sie nur, wenn ein würdiger Reiter in der Nähe ist. Das Ei, welches sich nun in Eragons Besitz befindet, war Galbatorix gestohlen worden. Seine Schergen suchen bereits danach, denn mit einem Drachenreiter in seinen Diensten könnte Galbatorix seine Macht über ganz Alagaesia ausweiten. |
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Kôji Suzuki: Birthday – The Ring 0 Heyne, 2006 206 Seiten
Dieses Büchlein enthält drei Kurzgeschichten, die im "Ring-Universum" angesiedelt sind und als Ergänzung oder Erweiterung der ersten drei "Ring"-Romane angesehen werden können. Sie sind durch kleine Bezugnahmen auch miteinander verknüpft. |
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Jasper Fforde: Im Brunnen der Manuskripte dtv, 2008 415 Seiten
Thursday Next hat sich vor ihren Feinden (der mächtigen Goliath-Corporation und Aornis, der Schwester des Superverbrechers Acheron Hades) in die Buch-Welt geflüchtet. Landen Parke-Laine, ihr Ehemann, wurde durch ein von Goliath herbeigeführtes Zeitparadoxon "genichtet", so dass er nur noch in Thursdays Erinnerungen lebt. Dem Zugriff ihrer Widersacher konnte Thursday sich nur durch ihre Fähigkeit entziehen, die Handlung von Büchern quasi zu "betreten". Dummerweise hat sich Aornis in Thursdays Bewusstsein festgesetzt und versucht nun, alle Erinnerungen an Landen auszulöschen. Damit will sie sich dafür rächen, dass Thursday Acheron getötet hat. Thursday versteckt sich nun in der Handlung des Schundkrimis "Caversham Heights", wo sie sich im zu einem Hausboot umgebauten Wasserflugzeug einer Nebenfigur häuslich einrichtet. Der Roman liegt tief im Brunnen der Manuskripte, wo alle noch nicht veröffentlichten Bücher ihrer Erstausgabe harren. Während sie zunächst nur halbherzig der Handlung folgt, muss Thursday einige Aufträge für JurisFiction ausführen, denn in dieser literaturinternen Polizeitruppe wurde sie als Auszubildende angestellt. Gleichzeitig muss sie sich mit Ibb und Obb herumschlagen, zwei Figuren-Rohlingen, die noch keinen eigenen Charakter haben. Außerdem trifft auch Thursdays Großmutter in "Caversham Heights" ein, um ihr im Kampf gegen den Gedächtnisverlust beizustehen. |
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J.R.R. Tolkien – The Silmarillion HarperCollins, 2006 337 Seiten, gebunden
Das Silmarillion ist eine Sammlung der von Tolkien ersonnenen Mythen und Legenden, die den kosmologischen und historischen "Unterbau" seines fiktiven Universums bilden – es handelt sich also um jene Ereignisse aus der "Altvorderenzeit", auf die sich die Protagonisten in Der Herr der Ringe immer wieder beziehen. Eines der zentralen Handlungselemente ist der Krieg der Elben gegen Morgoth, bei dem es um den Besitz der Silmaril geht. Feanor, der berühmteste Elbe aus dem Stamm der Noldor, hatte in diesen Edelsteinen das Licht der unsterblichen Lande von Valinor eingefangen, Morgoth hatte sie geraubt. Von den Silmaril ist auch der Titel des Buches abgeleitet, obwohl dieser Krieg wie gesagt nur ein Handlungselement darstellt. Das Buch enthält weit mehr, es beginnt mit Tolkiens Schöpfungsmythos und behandelt auch Ereignisse, die nicht allzu lange vor den Geschehnissen des "Herrn der Ringe" stattgefunden haben: Der Untergang Numenors und die Ankunft Elendils sowie seiner Söhne Isildur und Anarion in Mittelerde, die Niederwerfung Saurons und der Verlust des Einen Ringes. Auch auf die Vernichtung des Ringes und das Ende des Dritten Zeitalters mit dem endgültigen Verschwinden der Elben aus Mittelerde wird kurz eingegangen. |
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William Voltz: Die Zone des Schreckens (PR-Planetenroman Nr. 19) Moewig-Verlag, 1980 160 Seiten
Infos zu diesem Buch findet ihr in einer anderen Ecke meines Archivs. Einfach hier klicken!
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