Dies ist der neunte Teil einer Übersicht meiner neueren Bücher in der Reihenfolge, in der ich sie seit August 2002 gelesen habe. Jedes Buch erhält eine laufende Nummer, die "ältesten" Bücher stehen unten.
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Justina Robson: Lila Black 01 – Willkommen in Otopia Blanvalet, 2007 413 Seiten
Durch die Explosion eines Superzyklotrons wird im Jahre 2015 ein Loch in das Gewebe der Raumzeit gerissen. Portale zu anderen Welten entstehen. Die Menschenwelt – seit der Quantenbomben-Explosion Otopia genannt – ist nur eine von mindestens sechs nebeneinander existierenden Realitätssphären. Über Zoomenon, die für Menschen lebensfeindliche Sphäre der Elementargeister, und über Thanatopia, das Reich der Toten, ist nur wenig bekannt. Mit den im weitesten Sinne menschenähnlichen Bewohnern der Welten Alfheim, Dämonia und Feenland gibt es jedoch schon bald einen regen Austausch. Menschliche Technik ist in diesen drei Sphären verpönt, wenn sie überhaupt funktioniert. Stattdessen wenden die Elfen, Dämonen und Feen Magie an - auch in Otopia. Die Bewohner der anderen Sphären behaupten zwar, die sechs Welten seien noch nie strikt voneinander getrennt gewesen, doch für die Menschen ist der Kontakt mit den anderen Sphären ein Kulturschock, denn deren Bewohner, vor allem die extrem langlebigen Elfen, sind ihnen weit überlegen. Das lassen sie die Menschen nur zu gern spüren. |
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Philip Pullman: Das Bernsteinteleskop Heyne, 2007 587 Seiten
Es ist Mrs. Coulter gelungen, Lyra in ihre Gewalt zu bringen. Sie denkt aber nicht daran, das Mädchen dem Magisterium auszuliefern, denn in der eigentlich so kalten Frau ist ein Gefühl der Mutterliebe erwacht. Sie hält Lyra in einer Gebirgshöhle gefangen und hält sie mit einem Trank in ständigem Schlaf. In ihren Träumen sieht Lyra ihren Freund Roger, an dessen Tod sie sich mitschuldig fühlt. Mit Hilfe der Engel Balthamos und Baruch, die zu den Rebellen Lord Asriels gehören, und des Bären Iorek Byrnison gelingt es Will, Lyra zu befreien und zu erwecken. Im selben Moment greifen sowohl Lord Asriels Streitkräfte an, als auch Soldaten des Erzengels Metatron, der schon längst die Macht über das himmlische Reich des so genannten "Allmächtigen" übernommen hat. Als Will mit dem magischen Messer ein Tor zu einer anderen Welt öffnet, stößt er auf unerwarteten Widerstand, so dass das Messer zerbricht. Dennoch gelingt den Kindern die Flucht. Sie werden von den gallivespischen Spionen Tialys und Salmakia begleitet. Diese Wesen sind zwar nur handspannengroß, aber mit gefährlichen Giftspornen ausgestattet. Damit setzt Tialys Mrs. Coulter außer Gefecht, so dass sie Lord Asriels Streitkräften in die Hände fällt. Natürlich lässt sie nichts unversucht, um weiter ihre Intrigen zu spinnen. |
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Nick Cave: Der Tod des Bunny Munro Kiepenheuer & Witsch, 2009 312 Seiten
Bunny Munro, Vertreter für Kosmetikprodukte, ist ein sexbesessener Schürzenjäger. Er hält sich für unwiderstehlich und übt tatsächlich eine gewisse Faszination auf manche Frauen aus, so dass er meist ans Ziel seiner Wünsche gelangt. Er betrügt seine Frau Libby bei jeder Gelegenheit und vernachlässigt sie, bis sie depressiv wird und schließlich Selbstmord begeht. Bunny lässt zwar auch nach ihrem Tod nicht von seiner Obsession ab, wird aber doch einigermaßen aus der Bahn geworfen. Außerdem fühlt er sich von Libbys Geist bedrängt. Als er es deshalb in der Wohnung nicht mehr aushält, geht er mit seinem Sohn Bunny junior auf eine letzte Verkaufsreise, die immer mehr außer Kontrolle gerät. Bunny ist praktisch permanent im Alkoholdelirium, und nicht immer sind seine Verführungskünste erfolgreich. Mehr als einmal wird er äußerst unsanft vor die Tür gesetzt. Ramponiert und verzweifelt stellt er irgendwann fest, dass er Libbys Geist nicht abschütteln und seinem Sohn kein Vater sein kann. Die Verkaufsreise wird zu einem chaotischen Trip in die Verdammnis...
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Joe Hill: Blind Heyne, 2007 430 Seiten
Mit 54 Jahren hat der Rockstar Judas Coyne mehr als genug Geld verdient, um sich aus dem Musikbusiness zurückzuziehen und sein Leben mit ständig wechselnden Freundinnen (die er immer nur nach den Bundesstaaten nennt, in denen er sie kennengelernt hat) und einem ausgefallenen Hobby zu verbringen: Er sammelt makabre Gegenstände aus verschiedenen Epochen. Eines Tages wird er durch die E-Mail eines Internet-Auktionshauses auf eine Versteigerung hingewiesen, bei der es um einen Geist geht. Eine Frau behauptet, der Geist ihres vor einigen Wochen verstorbenen Stiefvaters gehe in ihrem Haus um. Angeblich ist der Geist an den alten Sonntagsanzug des Verstorbenen gebunden, und der wird nun zum Verkauf angeboten. Jude klickt auf den "sofort kaufen" - Button und erwirbt den Anzug für tausend Dollar. Zuerst hält er die Sache für einen Scherz, aber es ereignen sich merkwürdige Dinge, nachdem der Anzug bei Jude eingetroffen ist. Bald bekommt Jude den Geist selbst zu Gesicht. Später erhält er rätselhafte Todesdrohungen. |
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Andrzej Sapkowski: Die Dame vom See dtv, 2011 639 Seiten
Geralt ist immer noch auf der Suche nach Ciri und Yennefer, doch die Spur ist kalt. Zudem nähert sich der Krieg zwischen Nilfgaard und den Nördlichen Königreichen dem Höhepunkt. Der Hexer sowie seine Gefährten Milva, Cahir, Angouleme und Regis finden Zuflucht vor den Kriegswirren im Herzogtum Toussaint, dessen Herrscherin Anna Henrietta sich in den Barden Rittersporn verliebt hat. In diesem märchenhaft schönen Land, das vom Krieg unberührt zu sein scheint, führen die Gefährten ein gutes, aber zunehmend langweiliges Leben. Geralt verdient sich etwas Geld, indem er das Land von verschiedenen Ungeheuern befreit. Seine Suche nach Ciri wird jedoch vor allem durch die Zauberin Fringilla Vigo verzögert. Fringilla soll Geralt im Auftrag der Loge der Zauberinnen so lange wie möglich in Toussaint festhalten. Sie soll herausfinden, was Geralt über Ciris Verbleib weiß. Fringilla hat zumindest teilweise Erfolg, denn Geralt lässt sich von ihr verführen. Als er sich schließlich doch aus ihrem Bann befreit und weiterzieht, hält sie ihn jedoch nicht auf. |
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Jürgen Kehrer: Wilsberg und die Wiedertäufer Tandem-Verlag 179 Seiten
Georg Wilsberg ist pleite. Sein Vermieter hat ihm bereits mit der Räumungsklage gedroht, und auch der Deckel im Alcatraz, Wilsbergs Lieblingskneipe, müsste dringend bezahlt werden. Deshalb ist der Ex-Privatdetektiv trotz seiner Abneigung gegen die katholische Kirche bereit, für Monsignore Kratz und Weihbischof Becker zu arbeiten, als diese ihm 20.000 Mark anbieten. Das Bischöfliche Generalvikariat wird vom "Kommando Jan van Leiden" erpresst. Diese Gruppe, benannt nach dem König der Wiedertäufer, einer radikalchristlichen Sekte des 16. Jahrhunderts, haben bereits zwei Anschläge verübt: Die Käfige an der Lambertikirche wurden gelb angemalt, und ein Gemälde aus dem 16. Jahrhundert, das den Hauptgegner der historischen Wiedertäufer zeigt, wurde mit Säure zerstört. Das Kommando fordert 500.000 Mark von der Kirche, und das Geld soll von niemand anderem als Wilsberg überbracht werden. Mit diesem Job könnte Wilsberg vielleicht sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn Sigi, die seine Detektei erfolgreich weiterführt, arbeitet derzeit für die Eltern eines verschwundenen Siebzehnjährigen, der sich dem Kommando angeschlossen hat. |
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Rob Jovanovic: Kate Bush - Die Biografie Hannibal, 2006 230 Seiten
Kate Bush. Eine Ausnahme-Künstlerin, ohne die die Musikwelt ärmer wäre - nicht zuletzt deshalb, weil viele Musikerinnen durch sie maßgeblich beeinflusst worden sind. Sie selbst ist all jenen, die sie in den Siebziger- und Achtzigerjahren erlebt haben, nicht nur durch ihre ungewöhnlichen, facettenreichen Songs unvergesslich geworden, sondern auch durch ihre denkwürdigen Liveauftritte und Musikvideos. Ich zumindest kann mich noch ganz genau an ihren Auftritt in der Fernsehsendung "Bios Bahnhof" erinnern. Und an Bio, der nach dem Auftritt sagte: "Kate, you're great". Ich fand die Performance und die beiden Titel ("Kite" und natürlich "Wuthering Heights") damals eher bizarr - das war 1978 und ich war erst 11 Jahre alt. Kate Bush ist gerade mal neun Jahre älter als ich... Ein Video des kompletten Auftritts findet man übrigens auf YouTube. Zum Fan bin ich erst 1980 mit der LP "Never for Ever" und der Single "Babooshka" geworden. Vielleicht war ja der dazu gehörende Videoclip Schuld, in dem Kate Bush ziemlich freizügig gekleidet zu sehen war? Genau wie alle anderen Fans war ich etwas betrübt darüber, dass kaum etwas über die Person hinter den verschiedenen Rollen, die sie in ihren Clips verkörperte, zu erfahren war. |
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Robert A. Heinlein: Starship Troopers Bastei Lübbe, 2008 335 Seiten
Nach dem Zusammenbruch der Nationalstaaten am Ende des 20. Jahrhunderts gibt es nur noch eine einzige, geeinte Menschheit mit einer demokratischen Weltregierung. Als vollwertiger, privilegierter und wahlberechtigter Bürger gilt aber nur, wer den zweijährigen freiwilligen Grundwehrdienst abgeleistet und somit bewiesen hat, dass er die nötige Reife besitzt und bereit ist, sein persönliches Wohl dem der Gemeinschaft unterzuordnen. Der Militärdienst steht deshalb jedem Mann und jeder Frau offen. Auch all jene, die sich nicht zum Militär melden und auf die Vollbürgerrechte verzichten (und das ist die große Mehrheit), genießen Freiheit und Wohlstand. Sie können lediglich keine politische Karriere einschlagen. Die Kriminalitätsrate ist sehr gering, denn jedes Verbrechen wird sofort bestraft: Entweder durch öffentliche Auspeitschung oder mit dem Tod. |
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Brian Herbert / Kevin J. Anderson: Stürme des Wüstenplaneten Heyne, 2010 589 Seiten
Im Jahre 10.207 endet die Herrschaft des Imperators Paul Atreides, genannt Muad'Dib. Infolge eines Mordanschlags mit einem Steinbrenner hat er sein Augenlicht verloren. Seine geliebte Chani ist bei der Geburt der Zwillinge Ghanima und Leto II gestorben. Paul geht daraufhin in die Wüste des Planeten Arrakis, um dort zu sterben. Nach Pauls Verschwinden übernimmt seine Schwester Alia als Regentin die Macht. Ihr zur Seite steht ein von den Tleilaxu erschaffener Ghola Duncan Idahos, der alle Erinnerungen des Originals besitzt und Alia heiratet. Obwohl Pauls Djihad beendet ist, verüben Alia, die Quizarat-Priester und die fanatischen Fedaykin immer noch unmenschliche Grausamkeiten an allen, die sich dem zur Religion gewordenen Personenkult um Muad'Dib entziehen wollen oder gar in irgendeiner Weise gegen ihn vorgehen. Zu letzteren gehört Bronso Vernius, ehemaliger Herrscher des Planeten Ix und früherer Freund Pauls. Bronso versucht gegen die Vergötterung Pauls und die von Prinzessin Irulan zu diesem Zweck vorgenommene Geschichtsfälschung vorzugehen. Er ist ständig auf der Flucht und wird von mächtigen Freunden geschützt. |
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Hubert Haensel / Christian Montillon / Wim Vandemaan: Perry Rhodan Jupiter Heyne, 2011 1007 Seiten
Infos zu diesem Buch findet ihr in einer anderen Ecke meines Archivs. Einfach hier klicken!
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Philip Pullman: Das magische Messer Heyne, 2007 333 Seiten
Lord Asriel hat es geschafft, einen Übergang zu einer anderen Welt zu öffnen. Die Folgen sind für alle Welten katastrophal. Serafina Pekkala hält eine Ratsversammlung der Hexen ab, bei der auch Lee Scoresby teilnehmen darf. Es steht fest, dass es zu einem großen Krieg kommen wird, dem sich auch die Hexen nicht werden entziehen können. Während sich Serafina Pekkala mit einigen Hexen auf den Weg macht, um Lyra zu finden, sucht Scoresby nach dem Polarforscher Dr. Grumman, der Kenntnis von einem Objekt haben soll, das seinen Träger schützen kann. Er will dieses Objekt für Lyra gewinnen. Serafina Pekkala wird von Ruta Skadi begleitet, der Königin eines anderen Hexenclans. Sie war einst Lord Asriels Geliebte und findet heraus, dass er in einer der zahlreichen Parallelwelten offensichtlich seit langer Zeit an einer gigantischen Festung arbeitet, in der sich viele Heere der unterschiedlichsten Völker sammeln. Selbst jene geheimnisvollen, unglaublich mächtigen Wesen, die sich selbst als Engel bezeichnen, scheinen ihm zu Diensten zu sein. |
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Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues Ullstein, 1983 204 Seiten
Zu Beginn des Ersten Weltkrieges melden sich der neunzehnjährige Paul Bäumer und all seine Klassenkameraden, angestachelt vom patriotischen Geschwätz ihres Lehrers Kantorek, freiwillig zum Kriegsdienst. In der Grundausbildung wird den Rekruten klargemacht, was das Soldatenleben wirklich bedeutet. Die romantische Begeisterung wird ihnen schnell ausgetrieben und durch gnadenlose Disziplin ersetzt. Die jungen Männer werden vom Ausbilder Himmelstoß tyrannisiert, aber selbst dieser unmenschliche Drill ist nur eine unzureichende Vorbereitung auf das Grauen des Grabenkrieges, das sie an der Westfront erwartet. Nach einem Jahr schrecklicher Stellungskämpfe ist nur noch die Hälfte der Kompanie am Leben. |
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Herbert W. Franke: Keine Spur von Leben... Suhrkamp, 1982 231 Seiten
Dieser Band enthält den Text folgender sechs Science Fiction - Hörspiele Herbert W. Frankes, die in der Zeit zwischen 1975 und 1981 von verschiedenen Sendern aufgeführt worden sind: |
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Jens Lossau: Nordseeblut Blitz-Verlag, 2011 272 Seiten
Der Schriftsteller Albert Rothmann lebt im Nordseebad Norden. Eines Tages im Dezember beobachtet er vier Jugendliche, die sich in einem Geheimversteck versammelt haben. Spontan kommt er auf die Idee, ihnen einen Streich zu spielen. Nachdem die Jungen gegangen sind, hinterlässt er eine geheimnisvoll und bedrohlich klingende Botschaft in dem Versteck, die er mit "Wengry" unterzeichnet - es ist die erste von vielen, in denen er den Jungen verschiedene Aufgaben erteilt und immer wieder ankündigt, an Weihnachten werde er einen von ihnen in sein unterirdisches Reich holen. In den folgenden Tagen folgt Albert den Jungen, um sie zu beobachten. |
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Jürgen Kehrer: Kein Fall für Wilsberg Grafit-Verlag, 1993 143 Seiten
Ein halbes Jahr ist seit Wilsbergs gescheitertem Feldzug gegen die "Kirche für angewandte Philosophie" vergangen. Als Andenken an diesen zwar nicht ungelöst, aber ungesühnt gebliebenen Fall hat er ein kaputtes Bein zurückbehalten. Er kuriert sich in der Karibik in den Armen der schönen Nellie aus und denkt gar nicht daran, jemals nach Münster oder gar in seinen alten Job als Privatdetektiv zurückzukehren. Konsequenterweise hat er das Detektivbüro an seine ehemalige Sekretärin Sigi verkauft. Doch dann erhält er Besuch von seiner jüngeren Schwester Christiane, genannt Kiki. Sie hat vor Jahren in die reiche Warenfelder Industriellenfamilie Große-Hülskamp eingeheiratet. Ihr Ehemann Jochen, Juniorchef der Grohü GmbH, hat sich in letzter Zeit verändert und Kiki befürchtet, dass er erpresst wird. Die familieneigene Fabrik stellt Werkzeugmaschinen her, die man mit leichten Modifikationen zur Herstellung von Kriegswaffen einsetzen könnte. Möglicherweise hat Jochen sich in nicht ganz legale Exportgeschäfte mit einem arabischen Staat eingelassen, der jetzt mehr von der Grohü GmbH verlangt, als Jochen leisten kann oder will. Wilsberg soll herausfinden, ob an diesem Verdacht etwas dran ist. |
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Jens Lossau / Jens Schumacher: Der Orksammler Egmont / Lyx, 2010 318 Seiten
Ein neuer Fall für Hippolit und Jorge, die besten Spezialisten des Instituts für angewandte investigative Thaumaturgie (IAIT): Kaum haben sie den Elbenschlächter entlarvt und daraufhin einen wohlverdienten Urlaub angetreten, da werden sie in ein Militärlager nahe der Totenstadt Torrlem abkommandiert. Dort wartet ein gemischtes lyktisches Söldnerheer, das zur Bereinigung von Grenzstreitigkeiten angeheuert wurde, auf Verstärkung. Nacht für Nacht wird das Lager von einem unheimlichen Wesen heimgesucht, das stets einzelne Orks entführt. Manchmal werden die Entführten wiedergefunden - tot, mit zerfetztem Brustkorb und herausgerissenem Herzen. Die Orks, denen Empfindungen wie Angst normalerweise fremd sind, sprechen schon bald furchtsam vom "Orksammler", einer grauenhaften Kreatur aus ihrer Sagenwelt. Moral und Disziplin leiden enorm, aber das Lager kann nicht verlegt werden, solange die Verstärkung nicht eingetroffen ist. Da Massendesertionen zu befürchten sind, muss der Fall schnellstmöglich gelöst werden. |
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Philip Pullman: Der Goldene Kompass Heyne, 2007 410 Seiten
In einer Parallelwelt, die der unseren sehr ähnlich, aber doch ganz anders ist, leben die zwölfjährige Lyra Belacqua und ihr Daemon Pantalaimon. Alle Menschen dieser Welt haben einen solchen Begleiter - ein intelligentes, sprechendes Wesen in Tiergestalt, das seine Form wandeln kann und als Sitz der Seele des Menschen gilt. Die Bindung zwischen Mensch und Daemon ist inniger als die von Liebenden und die Berührung eines fremden Daemon ist tabu. Mensch und Daemon sind verschiedene Ausprägungen ein und derselben Person. Was der Daemon empfindet, fühlt auch der Mensch, und der Daemon spiegelt den Charakter des Menschen wider. Eine Trennung wird für unmöglich gehalten - doch genau das ist das Ziel der General-Oblations-Behörde (GOB), einer von Marisa Coulter geleiteten Organisation, die zum mächtigen Magisterium gehört. Letzteres ist ein Konglomerat der verschiedensten Behörden und Institutionen, das aus der abgeschafften katholischen Kirche hervorgegangen ist. |
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Mo Hayder: Der Vogelmann Goldmann, 2002 413 Seiten
Bei Arbeiten in einem halb aufgegebenen Betonwerk nahe der Themse werden fünf Frauenleichen gefunden. Detective Inspector Jack Caffery vom Area Major Investigation Pool (AMIP) und sein Vorgesetzter, Detective Superintendent Steve Maddox, leiten die Ermittlungen. Caffery wurde erst jüngst zum AMIP versetzt. Private Probleme erschweren seine Arbeit. Er liefert sich einen Kleinkrieg mit seinem Nachbarn Penderecki, den er für das spurlose Verschwinden seines Bruders Ewan vor vielen Jahren verantwortlich macht. Cafferys gesamtes Leben kreist um dieses traumatische Ereignis, und auch seine aktuelle Beziehung zu der besitzergreifenden Veronica leidet darunter. |
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Olaf Lange: Das Haus am See Novum Pro, 2010 264 Seiten
Ein Flugzeug stürzt in einen See in der Nähe einer kleinen Stadt irgendwo in Nevada und versinkt. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Die Sache wird vertuscht, denn es handelt sich nicht um einen Unfall. Abfangjäger haben die Maschine abgeschossen, denn man ist irrtümlich von einer Flugzeugentführung ausgegangen. Da der Pilot indianischer Abstammung war, wird ein alter Ritus zelebriert. Eine Steintafel mit den eingravierten Namen aller Opfer wird im See versenkt. Sie soll die Seelen der Toten ins Jenseits geleiten. In den folgenden vier Jahren werden immer wieder geisterhafte Erscheinungen am See gesichtet, aber niemand nimmt die entsprechenden Berichte ernst. |
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Haruki Murakami: Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt btb-Verlag, 2007 503 Seiten
Hard-boiled Wonderland: |
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Osamu Makino: Resident Evil - The Umbrella Chronicles 2 Panini Books, 2009 204 Seiten
Was den Stil dieses Buches angeht, so kann ich auf Teil 1 der "Umbrella Chronicles" verweisen - siehe unten. Genau dieselbe plumpe, lieblos hingerotzte Zombie-Abschlachterei sowie Bosskämpfe gegen absurd riesige und doch leicht zu besiegende Monster findet man auch in Teil 2 vor. Fast könnte man sich darüber freuen, dass dieser Band noch einige Dutzend Seiten kürzer ist als der erste - bei ziemlich großem Schriftbild übrigens - denn so hat man's schneller hinter sich. Der unverschämt hohe Preis (knapp zehn Silberlinge, genau wie Band 1) dämpft den Galgenhumor aber sofort wieder. Dennoch gefällt mir das Buch besser als Teil 1, denn es enthält wenigstens neue Elemente. Nach einer knappen Rekapitulation der Story des Spiels Resident Evil 2, besser nachzulesen in S.D. Perrys Roman Stadt der Verdammten, folgt eine mir noch nicht bekannte Handlung. Möglicherweise ist sie Bestandteil des Wii-Spiels The Umbrella Chronicles, das ich nicht kenne. Sie findet im Februar 2003 in einer Umbrella-Forschungseinrichtung in Russland statt. |
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Osamu Makino: Resident Evil - The Umbrella Chronicles 1 Panini Books, 2009 235 Seiten
Sofern man überhaupt davon sprechen kann, dass dieses Buch eine Handlung enthält, lohnt sich eine eigene Zusammenfassung nicht. Es handelt sich um einen groben, stark verkürzten Abriss der Storys der Spiele Resident Evil Zero, Resident Evil und Resident Evil 3. Eine kurze Szene aus Resident Evil 2 ist ebenfalls vorhanden. Also: Ausbruch des T-Virus in Forschungseinrichtungen des Biowaffenherstellers "Umbrella Corporation" und in Raccoon City, Verwandlung der Infizierten in Zombies, Freisetzung diverser anderer Monstren, Überlebenskampf der Helden Rebecca Chambers, Billy Coen, Jill Valentine, Chris Redfield und Carlos Oliveira. Im Hintergrund zieht Albert Wesker, vorgeblich Chef der Polizei-Eliteeinheit S.T.A.R.S., in Wahrheit aber Mitarbeiter von Umbrella, die Fäden. Er interessiert sich insbesondere dafür, wie sich die Helden gegen die Produkte der grausigen Experimente Umbrellas schlagen. Diese Geschichten kann man in den Resident-Evil-Romanen Nr. 1, 3, 5 und 7 der Autorin S. D. Perry nachlesen, die zwar auch keine literarischen Meisterwerke sind, aber wenigstens Ansätze von Handlung enthalten. Wer diese Romane oder die Spiele kennt, kann sich das Geld für Osamu Makinos Buch sparen. |
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Andy Summers: I'll be watching you: Inside The Police 1980 - 83 Taschen, 2007 376 Seiten, gebunden
Dieser großformatige Bildband enthält hunderte schwarz-weiß-Fotos, die Andy Summers, Gitarrist von The Police, während verschiedener Tourneen dieser Gruppe in den Jahren 1980 bis 1983 in aller Welt gemacht hat. Die allermeisten Fotos sind unkommentiert, nur ab und zu sind kurze Texte eingestreut, die Summers' Eindrücke während der Konzerte, der Reisen usw. vermitteln. Wenn sie wirklich nicht neu, sondern in der damaligen Zeit entstanden sind, dann vermitteln sie zusammen mit den Bildern trotz ihrer Kürze einen recht guten Eindruck vom Tour-Alltag und von den Gefühlen, die Summers angesichts des riesigen Erfolgs der Band damals bewegt haben müssen. Die Texte wurden übrigens in englischer, deutscher und französischer Sprache abgedruckt. Leider wurden sie anscheinend wörtlich und somit manchmal sinnentstellend aus dem Englischen übersetzt. |
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Max Frei: Das Echo-Labyrinth 2 – Die Reise nach Kettari Blanvalet, 2007 443 Seiten
Ungefähr ein Jahr ist vergangen, seit Max von Sir Juffin Halli in eine phantastische Parallelwelt geholt wurde, in der Magie ebenso zum alltäglichen Leben gehört wie gutes Essen. Tatsächlich werden die besten Gerichte auf magische Weise zubereitet. Dass sich aber ein bekannter Koch in eine leckere Pastete verwandelt, ist selbst für die Stadt Echo, in der Max lebt, ein äußerst ungewöhnliches Vorkommnis. Als Mitarbeiter des "Kleinen Geheimen Suchtrupps", der immer dann zum Einsatz kommt, wenn Magie auf unerlaubte Weise angewendet wird, muss sich Max mit diesem Fall befassen. Bei der Überführung des Täters zeigt sich wieder einmal, dass in Max noch viele unentdeckte Talente schlummern. Immer wieder gelingen ihm auf Anhieb magische Kunststücke, die normalerweise jahrelanges Training erfordern. So löst er wenig später einen weiteren Fall, in dem magische Gürtel eine Rolle spielen, die man nicht ablegen kann. Wer es versucht, stirbt sofort unter schrecklichen Schmerzen. In Liebesdingen ist Max weniger erfolgreich. Er schafft es einfach nicht, bei seiner Kollegin Lady Melamori zu landen. |
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Jules Verne: 20.000 Meilen unter dem Meer Lingen, 2008 347 Seiten, gebunden
Im Jahre 1867 bricht die amerikanische Fregatte ABRAHAM LINCOLN zur Jagd auf ein mysteriöses Seeungeheuer auf, das bereits mehrere schwere Schiffsunglücke verursacht haben soll. Mit an Bord sind der Franzose Pierre Arronax, Professor für Naturgeschichte, dessen gleichmütiger Diener Conseil und der berühmte kanadische Harpunier Ned Land. Als das vermeintliche Meerestier schließlich gesichtet und zum Kampf gestellt wird, muss Prof. Arronax seine bisherige Meinung revidieren: Es handelt sich weder wie von ihm angenommen um einen gigantischen Narwal noch um irgendein anderes Lebewesen. Es ist ein 70 Meter langes metallenes Unterseeboot, an dem Ned Lands Harpune ebenso wirkungslos abprallt wie das Geschützfeuer des amerikanischen Kriegsschiffes. Das ungemein schnelle und wendige Unterseeboot versetzt der Fregatte mit seinem Rammsporn einen heftigen Stoß, der das Ruder beschädigt. Arronax, Conseil und Ned Land werden ins Meer geschleudert. Die steuerlose Fregatte verschwindet hinter dem Horizont. Die Schiffbrüchigen retten sich auf die Oberfläche des aufgetaucht fahrenden Unterseebootes. Sie werden nach einiger Zeit an Bord genommen und eingesperrt. |
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Stephen King: Das Spiel Heyne, 2009 464 Seiten
Dem Ehepaar Jessie und Gerald Burlingame ist schon vor geraumer Zeit jegliche Leidenschaft abhanden gekommen. Um ihr Liebesleben aufzupeppen, spielen sie deshalb Fesselspiele, die allmählich immer bedenklichere Formen annehmen. Eines Tages im Oktober wollen sie ein Wochenende in ihrem abgelegenen Haus am Lake Kashwakamak verbringen. Diesmal hat Gerald echte Handschellen dabei, mit denen er Jessie ans Bett fesselt. Jessie wird der Sache jedoch schnell überdrüssig, zumal sie Geralds Eskapaden ohnehin lediglich geduldet, aber nur selten selbst genossen hat. Sie fühlt sich erniedrigt und missbraucht. Als Gerald nicht begreift (oder nicht begreifen will), dass sie nicht mehr mitspielen und befreit werden möchte, wird sie derart von Abscheu übermannt, dass sie ihm einen heftigen Tritt versetzt. Gerald - ein übergewichtiger Anwalt mit einem Alkoholproblem, mit dessen Blutdruck es seit langem nicht zum Besten steht - erleidet einen Herzinfarkt, kippt vom Bett und ist schon tot, als er auf dem Boden aufprallt. Nur allmählich begreift Jessie ihre Lage. Sie liegt halbnackt und hilflos in dem kälter werdenden Raum und die Schlüssel der Handschellen sowie das Telefon sind außer Reichweite. Jessie kann ihre Arme nicht befreien, die Handschellen lassen sich nicht von dem massiven Bettgestell lösen und das Haus liegt so einsam, dass niemand ihre Hilferufe hören kann. Jessie wird klar, dass sie möglicherweise hier sterben wird. |
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Brian Herbert / Kevin J. Anderson: Der Wüstenplanet - Paul Atreides Heyne, 2010 685 Seiten
Paul Atreides, genannt Muad'Dib, hat sich zum neuen Imperator des bekannten Universums aufgeschwungen. Die fanatischen Fremen überrennen in seinem Namen zahlreiche Planeten, deren Bevölkerungen noch Widerstand leisten. Aufgrund seiner Visionen von der Zukunft glaubt Paul, dieser blutige Djihad sei notwendig, um noch schlimmeres Übel von der Menschheit abzuwenden. Fünf Jahre nach dem Fall des alten Imperiums erobern Pauls Truppen Kaitain, den ehemaligen Herrschersitz - aber ein Ende der grausamen Massaker ist noch lange nicht in Sicht. Gleichzeitig wächst der von dem Fremen Korba angeheizte religiöse Personenkult rund um Paul immer weiter. Auf Arrakis, dem Wüstenplaneten, entsteht ein gigantischer Tempelpalast, und Prinzessin Irulan, Tochter des gestürzten Imperators Shaddam IV und Pauls nominelle Gattin, arbeitet an einer mehrbändigen Biografie Muad'Dibs, die bei Pauls Anhängern den Status einer heiligen Schrift erhält. |
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Arkadi und Boris Strugatzki: Picknick am Wegesrand Suhrkamp, 1981 215 Seiten
Praktisch über Nacht entstehen auf der Erde sechs so genannte "Zonen", die auf merkwürdige Weise verseucht und mit geheimnisvollen Artefakten angefüllt sind. Man nimmt an, in diesen Zonen seien außerirdische Besucher gelandet, die dort Produkte ihrer extrem weit entwickelten Technologie zurückgelassen hätten. Die hypothetischen Besucher sind unbemerkt gekommen und wieder verschwunden - niemand weiß, ob ihre Hinterlassenschaften so etwas wie der Müll eines Picknicks am Wegesrand sind, oder ob sie auf diese Weise vielleicht Kontakt mit der Menschheit aufnehmen wollten. In den Zonen treten immer wieder unverständliche und unkontrollierbare Phänomene auf. Die Naturgesetze scheinen in manchen Bereichen der Zonen nicht mehr zu gelten, außerdem scheint dort ein Einfluss zu herrschen, der Menschen in Mutanten verwandelt und Tote erweckt. |
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Jens Lossau: Dunkle Nordsee Blitz-Verlag, 2010 220 Seiten, gebunden
Die beschauliche Ruhe im Nordseebad Norden wird im Sommer 1998 durch bizarre Ereignisse gestört. Alles beginnt mit einem Einbruch im städtischen Krankenhaus, bei dem anatomische Präparate gestohlen werden. Es handelt sich um abgetrennte Gesichter. Wenig später werden innerhalb weniger Tage mehrere grausig zugerichtete Leichen gefunden. Alle Opfer wurden geköpft - und von den Schädeln fehlt jede Spur. Paul Czapsky und Patrick Tomek, die beiden zuständigen Kriminalpolizisten, sind mit diesem Fall hoffnungslos überfordert. Es gibt nur wenige Zeugen und noch weniger Spuren. Auch ein mit den Polizisten befreundeter Psychologe, der als Berater hinzugezogen wird, kann keine entscheidenden Hinweise geben. Die Ermittlungen sollen an eine Sonderkommission abgegeben werden, doch bevor es dazu kommt, spitzen sich die Ereignisse zu. Der Täter sucht sich sein nächstes Opfer in Czapskys Familie. |
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Perry Rhodan Jubiläumsband 4 Moewig, 1983 30 Seiten
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Tad Williams: Shadowmarch 3 - Die Dämmerung Klett-Cotta, 2010 701 Seiten, gebunden
Die Südmarksfeste wird nach wie vor von den Qar belagert. Bisher hat Fürstin Yasammez den entscheidenden Angriff hinausgezögert, da sie auf Nachricht über den Ausgang von Gyirs Mission warten musste. Als ihr Gyirs Tod bekannt wird, hält sie den "Pakt des Spiegelglases" für gescheitert und bereitet die Erstürmung der Burg vor. Die ersten Vorstöße erfolgen unterirdisch, im Reich der Funderlinge. Dort halten sich Meister Chaven und Hauptmann Ferras Vansen versteckt. Vansen ist nach Kituyiks Ende auf unerklärliche Weise direkt in die Kavernen von Funderlingstadt teleportiert worden. Zusammen mit Chert Blauquarz und den Oberhäuptern der Funderlinge organisiert er jetzt den Widerstand gegen die Eindringlinge. Der Dichter Matty Kettelsmit wird von Graf Avin Brone gezwungen, Hendon Tolly auszuspionieren. Er stellt fest, dass der Usurpator mit finsteren Ritualen beschäftigt ist. |
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Philip K. Dick: Warte auf das letzte Jahr Heyne, 2006 317 Seiten
Die Erde ist eine Kolonie der Menschen vom Lili-Stern, die vor Jahrtausenden in Vergessenheit geraten, jüngst aber wieder in Kontakt mit der Mutterwelt getreten ist. Da die Sternmenschen angeblich die dominierende Militärmacht der Galaxis sind, hat sich Gino Molinari, der Diktator der Erde, mit ihnen verbündet. Dadurch wurde die Erde in den Krieg mit den Riegs hineingezogen. Diesen Krieg drohen die Sternmenschen - und damit auch die Erdbewohner - nun zu verlieren. Molinari hat erkannt, dass ein Seitenwechsel die einzige Überlebenschance der Menschheit wäre. Aber daran ist nicht zu denken, denn die Sternmenschen würden Molinari beim ersten Anzeichen von Verrat aus dem Weg räumen, um selbst die Macht zu übernehmen und die Erde zu besetzen. Die neue Droge JJ 180, mit deren Hilfe man zwischen verschiedenen Zeitebenen diverser Paralleluniversen hin- und her reisen kann, soll die Entscheidung im Krieg gegen die Riegs bringen, aber über dunkle Kanäle gelangt die Substanz zuerst auf der Erde in Umlauf. |
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Christopher Moore: Liebe auf den ersten Biss Goldmann, 2008 319 Seiten
Jody Stroud und ihr Schöpfer Elijah ben Sapir wurden von Jodys menschlichem Beschützer Tommy Flood mit Bronze umhüllt. So wollte er den gefährlichen Elijah unschädlich machen. Um mit seiner geliebten Jody sprechen zu können, hat Tommy ihrer Statue jedoch Ohrlöcher gebohrt, und da Jody von Elijah gelernt hat, wie man sich in Nebel auflöst, kann sie sich befreien. Sie verwandelt Tommy in einen Vampir, um für immer mit ihm zusammen sein zu können. Tommy muss sich erst an die neue Existenzform gewöhnen, außerdem fehlt den beiden jetzt ein Vasall, der sie tagsüber, wenn sie im todesähnlichen Schlaf liegen, beschützen und Botengänge erledigen kann. Um nicht immer auf Jagd gehen zu müssen, legen sich Jody und Tommy einen lebenden Blutvorrat in Gestalt des Penners William und dessen Kater Chet zu. Als Tommy der jungen Goth-Punkerin Abby Normal begegnet, die ganz hingerissen von der Bekanntschaft mit einem echten Vampir ist, löst sich bald auch das Vasallen-Problem. |
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Andreas Eschbach: Ausgebrannt Bastei Lübbe, 2008 750 Seiten
Markus Westermann hat einen Traum. Er will in den USA Karriere machen, ein Leben auf der Überholspur führen und eines Tages einen Schriftzug mit seinem Namen auf einem riesigen gläsernen Turm sehen. Doch vom Aufbau eines eigenen Firmenimperiums kann zunächst noch keine Rede sein. Markus hat zwar ein beachtliches Vermögen geerbt, das sein bei einem Unfall ums Leben gekommener Vater durch eine geheimnisvolle Erfindung verdient hat, er ist aber noch nicht einmal amerikanischer Staatsbürger. Immerhin darf er als Angestellter einer Softwarefirma im Land seiner Träume an der Lokalisierung eines neuen Programms für den deutschen Markt arbeiten, doch der Job und die Aufenthaltserlaubnis sind auf ein halbes Jahr befristet. Markus setzt deshalb alles daran, auf Dauer von der Firma übernommen zu werden. Nach aufreibenden Wochen voller Mehrarbeit und sorgsam geknüpften Kontakten hat Markus beinahe Erfolg, scheitert aber an einem kleinen Schwindel. Da er seinen Namen auf einem Formular für die Erstellung von Visitenkarten mit "Mark S. Westman" angegeben hat, was "amerikanischer" klingen sollte, verliert er das Vertrauen seines Vorgesetzten. Er soll nur noch die angesammelten Überstunden abfeiern und dann nach Deutschland zurückkehren. |
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Sting: Die Songs S. Fischer Verlag, 2010 479 Seiten, gebunden
Dieses schön aufgemachte Buch enthält alle Songtexte, die Matthew Gordon Sumner alias Sting für "The Police" und seine Solo-Alben verfasst hat. In Kommentaren zu den Alben und zu einigen Songs lässt Sting und wissen, wie, wo und warum die Werke entstanden sind, was er mit den Texten sagen wollte und welche Bedeutung sie für ihn persönlich haben. Hinzu kommen ein paar wenige Fotos. Für Fans ist das Buch natürlich unverzichtbar, denn so muss man nicht mehr in der Plattensammlung nach einzelnen Texten suchen, sondern hat alle gebündelt in einem Buch. Nicht-Fans werden allenfalls die deutschen Übersetzungen der Songtexte interessant finden. |
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Greg Bear: Stimmen Heyne, 2007 382 Seiten
Der ehemalige Regisseur, Fotograf und Schriftsteller Peter Russell glaubt, er habe die Hölle hinter sich. Seine Tochter Daniella ist das Opfer eines Ritualmords geworden. Er ist danach in die Alkoholsucht abgestürzt, seine Ehe ist gescheitert. Inzwischen ist er wieder trocken, hat den Tod Daniellas aber noch immer nicht verwunden, zumal der Fall nie geklärt wurde. Kurz nach dem Tod seines besten Freundes Philip ergibt sich für Peter die Gelegenheit, wieder kreativ tätig zu werden. Er wurde schon vor längerer Zeit von dem millionenschweren Filmproduzenten Joseph Benoliel als Mädchen für alles eingestellt und ist mit der Zeit zu Benoliels Vertrautem und Freund geworden. Bei ihm begegnet er einem gewissen Stanley Weinstein, der einen Investor für ein Projekt sucht, das er als Revolution in der Telekommunikation bezeichnet. Das neue System trägt den Namen TRANS und ermöglicht Telefonverbindungen in exzellenter Qualität von jedem beliebigen Punkt der Erde aus zu jedem anderen Ort, völlig unabhängig von allen Funknetzen. |
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Jens Lossau / Jens Schumacher: Der Elbenschlächter Egmont / Lyx, 2010 216 Seiten
In Nophelet, der Hauptstadt des Landes Sdoom, sorgt die Stadtwache mehr schlecht als recht für Ordnung. Da ein Zehntel aller Lebewesen versiert ist und somit Magie (sprich: Thaumaturgie) anwenden kann, sind die Ordnungshüter nicht selten überfordert, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Oft handelt es sich nur um Unglücksfälle infolge der unkontrollierten Freisetzung thaumaturgischer Energie durch junge Versierte, deren Begabung nicht rechtzeitig entdeckt und geschult wurde. Doch manchmal wird bei einem Verbrechen verbotene Thaumaturgie eingesetzt. Dann kommen die Spezialisten des Instituts für angewandte investigative Thaumaturgie (IAIT) ins Spiel. Die in der Regel selbst versierten und mit besonderen Vollmachten ausgestatteten IAIT-Agenten ermitteln unabhängig von der regulären Ordnungsmacht und stehen stets in Konkurrenz mit dem Oberhaupt der Stadtwache, dem ebenso unfähigen wie eitlen General Glaxiko. |
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Andrzej Sapkowski: Der Schwalbenturm dtv, 2010 543 Seiten
Emhyr var Emreis, Kaiser von Nilfgaard, wird demnächst Cirilla von Cintra heiraten. So lautet jedenfalls die offizielle Version. In Wahrheit ist die angehende Braut irgendeine Unbekannte, die als Thronerbin Cintras ausgegeben wird. Als die echte Ciri von den Hochzeitsplänen erfährt, verlässt sie die Rattenbande, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Sie fällt jedoch dem sadistischen Kopfjäger Leo Bonhart in die Hände, der all ihre ehemaligen Gefährten niedermetzelt und Ciri im Schwertkampf besiegt. Er tötet sie nicht, denn er erkennt, dass sie etwas Besonderes sein muss. Er bringt sie nach Claremont und zwingt sie zu Arenakämpfen auf Leben und Tod. Später will er sie dem abtrünnigen nilfgaarder Geheimagenten Stefan Skellen ausliefern. In dessen Gefolge befindet sich eine Empathin, die in Ciris Gedanken einzudringen versucht und damit unabsichtlich die verschütteten magischen Kräfte des jungen Mädchens weckt. Ciri kann fliehen, wird aber von Skellen schwer verwundet. Sie findet Zuflucht bei dem alten Gelehrten Vysogota, der als Einsiedler in den Sümpfen von Pereplut lebt. Er pflegt sie gesund, doch sie behält eine entstellende Narbe im Gesicht zurück. Während ihrer Genesung erzählt sie ihm ihre Lebensgeschichte. Sie erfährt, dass es im Schwalbenturm am Ufer des Sees Tarn Mira einen Teleport gibt, durch den sie auf die Insel Thanedd gelangen könnte. Dort wäre sie vor all ihren Verfolgern sicher. Unterwegs dorthin muss sie sich erneut Skellen und Bonhart stellen, die die Jagd auf sie noch nicht aufgegeben haben. Ciri hat nichts dagegen, denn sie will Rache... |
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Ulrich Magin: Der Fisch Aufbau-Verlag, 2008 378 Seiten
Carl Ghuimin ist Limnologe am Institut zur Erforschung des Bodensees. Seine Aufgabe besteht darin, die stetige Erwärmung des Gewässers zu analysieren, außerdem hat er es sich zum Ziel gesetzt, Belege für vorzeitliche Tsunamis im See zu finden. Bei seiner Arbeit stößt er auf Lebewesen, die es im Bodensee eigentlich gar nicht geben dürfte. Zur selben Zeit häufen sich in der Region die Meldungen über riesige Fische. Als mehrere Menschen spurlos im See verschwinden, und als ein Ausflugsschiff scheinbar von einem Riesenfisch angegriffen wird, steht für Anwohner und Touristen fest: Es muss ein Ungeheuer im See leben! Rebekka Butsch, als Reporterin bei einer Lokalzeitung beschäftigt, beginnt zu recherchieren. Dabei begegnet sie Carl. Die beiden verlieben sich ineinander und versuchen nun gemeinsam, dem Geheimnis des Riesenfischs auf den Grund zu gehen. |
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John Ajvide Lindqvist: So finster die Nacht Bastei Lübbe, 2007 639 Seiten
Der zwölfjährige Oskar lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter in Blackeberg, einem Vorort von Stockholm. Sein Vater, den Oskar nur selten besuchen darf, hat ein Alkoholproblem und lebt auf dem Land. Oskar wird von einigen Schulkameraden systematisch gedemütigt und gequält, hat sich längst mit der Rolle des Außenseiters abgefunden, kann mit niemandem über seine Probleme sprechen und denkt nicht mehr an Gegenwehr. Nur in seiner Phantasie nimmt er schreckliche Rache an seinen Peinigern. Er sammelt Zeitungsausschnitte, in denen über Morde und Gewalttaten berichtet wird und verbringt seine Freizeit ansonsten mit Tagträumen, Fernsehen und kleinen Ladendiebstählen. |
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Stella Bettermann: Ich trink Ouzo, was trinkst du so? Bastei Lübbe, 2010 205 Seiten
Die Journalistin und Autorin Stella Bettermann hat eine griechische Mutter und einen deutschen Vater. Sie ist in München aufgewachsen, aber Griechenland war (ist?) ihre zweite Heimat. Ihre Erlebnisse als Halbgriechin in Deutschland und bei den vielen Reisen mit Eltern und Bruder nach Griechenland, zu Yiayia und Pappous (Oma und Opa) in Athen, beschreibt sie mit viel Humor in diesem köstlichen Buch. Dabei werden die "typisch griechischen" Eigenheiten der riesigen Verwandtschaft anschaulich und augenzwinkernd vorgestellt. Die Autorin lässt sich nie auf das Niveau des durch-den-Kakao-ziehens herab; das Buch ist zwar amüsant, aber nicht auf "Witzigkeit" getrimmt. Stella Bettermanns Mutter, die trotz fast völliger Erblindung rüstige und reiselustige Yiayia und der unter chronischer Seekrankheit leidende Pappous sind (neben der Autorin selbst natürlich) die Hauptfiguren im ersten Teil des Buches. Die Reisen nach Griechenland waren beschwerlich, denn man fuhr mit dem Auto quer durch den ganzen Balkan. Endlich angekommen, mussten die Kinder die übertriebene Fürsorglichkeit der Verwandtschaft ertragen. "Min trechis", hieß es da immer ("renn nicht"), denn griechische Kinder sollten immer adrett und proper aussehen, "iss, iss!" wurde gedrängt, wenn der übervolle Teller einfach nicht leer werden wollte. Da wurde dann schon mal das eine oder andere Käsebrot heimlich verbuddelt. |
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Jasper Fforde: Irgendwo ganz anders dtv, 2009 415 Seiten
Das Special Operations Network wurde aufgelöst. Thursday Next arbeitet seitdem als Verkäuferin in einer Swindoner Firma, die Bodenbeläge verkauft, wobei sie ihre Popularität nutzt, die seit der Veröffentlichung ihrer Abenteuer in Romanform stark angestiegen ist. Ihre größte Herausforderung besteht somit darin, ihre Kinder unter Kontrolle zu bekommen: Den heftig pubertierenden Friday, die hyperintelligente Tuesday und Jenny, die irgendwie nie da zu sein scheint. So lautet jedenfalls die offizielle Version. In Wahrheit ist Thursday nach wie vor LiteraturAgentin, denn SpecOps-27 nutzt die Teppichfirma nur als Tarnung und ist noch aktiv - mehr oder weniger illegal. Wegen chronischen Geldmangels sowohl der LiteraturAgenten als auch der Teppichfirma betätigt sich Thursday außerdem als Käseschmugglerin - und natürlich ist sie immer noch regelmäßig für JurisFiction in der BuchWelt unterwegs. Dort greift die Sorge wegen ständig fallender Leserzahlen immer mehr um sich. Der GattungsRat ist deshalb schon auf die Idee gekommen, die Handlung von "Stolz und Vorurteil" komplett umzuwerfen, damit daraus ein interaktives Buch nach dem Vorbild moderner Castingshows gemacht werden kann. Bevor sie sich dieses Problems annehmen kann, muss Thursday jedoch zwei grundverschiedene fiktive Ausgaben von sich selbst beurteilen, die aus "ihren" Romanen stammen und bei JurisFiction aufgenommen werden wollen. Sie weiß nicht, welche Ausgabe schlimmer ist: Die aggressiv-überhebliche Thursday aus den ersten vier Romanen, in denen Sex und Action dominieren, oder die naive und auf Harmonie bedachte Thursday aus Roman Nr. 5, der bewusst ganz anders angelegt wurde und prompt gefloppt ist. |
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Douglas Preston / Lincoln Child: Darkness Knaur, 2009 499 Seiten
Special Agent Pendergast und sein Mündel Constance Greene ziehen sich in das tibetische Kloster Gsalrig Chongg zurück, um nach dem schrecklichen Kampf gegen Pendergasts wahnsinnigen Bruder Diogenes wieder zu sich selbst zu finden. Sie werden freundlich aufgenommen. Constance erlernt dort verschiedene Meditationstechniken, doch für Pendergast ist die Ruhe bald vorbei, denn die Mönche bitten ihn um Hilfe. Das Kloster ist der Okkupation und Vernichtung durch die chinesischen Invasoren seinerzeit aufgrund seiner versteckten Lage in der unzugänglichen Bergwelt Tibets entgangen. Es birgt ein Geheimnis, das bisher niemandem außer den dort lebenden Mönchen bekannt war und nun auch Pendergast enthüllt wird. Das Kloster umschließt ein noch älteres Heiligtum, in dem eine uralte Reliquie aufbewahrt wird. Dieser heilige Gegenstand, das Agozyen, ist gestohlen worden. Die Identität des Diebes ist den Mönchen bekannt. Allerdings wissen die Mönche nicht, wie das Agozyen aussieht, da es sich in einem verschlossenen Behälter befindet, der nie geöffnet wurde. Das eigentliche Problem besteht darin, dass es sich bei dem Agozyen um etwas handelt, das in den falschen Händen zu einer schrecklichen Waffe werden und die gesamte Menschheit vernichten könnte. Es muss deshalb so schnell wie möglich ins Kloster zurückgebracht werden. |
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Frank Herbert, Brian Herbert, Kevin J. Anderson: Träume vom Wüstenplaneten Heyne, 2009 590 Seiten
Frank Herbert hat mit Dune - Der Wüstenplanet und fünf Fortsetzungsromanen ein Epos erschaffen, das zu den wichtigsten Werken der Science Fiction gehört. Ich kann mich nur in den Chor all jener einreihen, die den Wüstenplanet-Zyklus immer wieder mit Tolkiens Der Herr der Ringe gleichsetzen, denn sie haben Recht: Ebenso wie Tolkien hat auch Herbert ein unglaublich detailreiches, lebendiges Universum erschaffen, einen facettenreichen Weltenentwurf, der seinesgleichen sucht. Leider ist der Zyklus unvollendet geblieben. Frank Herberts Sohn Brian Herbert und Kevin J. Anderson betätigen sich jetzt als "Resteverwerter". Sie schlachten alles aus, was es noch an Entwürfen, Notizen, Korrespondenz, nicht verwendeten Kapiteln, Handlungsabrissen usw. aus Frank Herberts Nachlass gibt, und melken diese Kuh, solange es nur geht. So haben sie zwei Prequel-Trilogien und zwei "Dune"-Fortsetzungen (also Band 7 und 8 des Zyklus) geschrieben, die sich angeblich auf Frank Herberts Nachlass stützen. Zwei weitere Bände, die in den "Lücken" zwischen Frank Herberts Romanen spielen, wurden in den letzten Monaten veröffentlicht. Meine Meinung zu den Pre-Prequels könnt ihr hier nachlesen: Band 1, Band 2 und Band 3. Ich halte diese Machwerke und die beiden Romane, die den Zyklus zum angeblich von Frank Herbert vorgesehenen Abschluss bringen, für reine Geldmacherei, aber nicht für würdige Fortsetzungen des Zyklus. Brian Herbert und Anderson können weder inhaltlich noch stilistisch auch nur annähernd mit Frank Herbert mithalten. |
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Stephen King: Love Heyne, 2006 733 Seiten
Lisey Landon hat ihre Trauer auch zwei Jahre nach dem frühen Tod ihres Mannes, des berühmten und erfolgreichen Schriftstellers Scott Landon, noch nicht überwunden. Sie fühlt sich zwar inzwischen stark genug, seinen Nachlass zu ordnen, doch ausgerechnet dadurch werden immer wieder Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit Scott in ihr wachgerufen – und auch Erinnerungen an dunkle, alles andere als glückliche Zeiten, denn Scott war mehrmals das Angriffsziel von Verrückten, die kryptische Botschaften in seinen Texten entdeckt haben wollten. Einem von ihnen war es sogar gelungen, einen Mordanschlag auf Scott zu verüben. Lisey hatte den Mann damals gekonnt außer Gefecht gesetzt und Scott das Leben gerettet. Lisey unterdrückt all diese Erinnerungen, und zwar nicht nur deshalb, weil sie noch zu schmerzhaft für sie sind, sondern auch, weil Scott eine besondere, geradezu übernatürliche Gabe hatte, die er mit seiner Frau geteilt hat. Genau daran will Lisey sich nicht erinnern, denn sie hat damals nicht nur wunderbare, sondern auch grausige Dinge erlebt. Seitdem gestattet sie sich nicht mehr, an diese speziellen Aspekte der Vergangenheit zu denken. |
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James Rollins: Mission Arktis Ullstein, 2008 648 Seiten
Omega ist eine halbpermanente Driftstation auf der nördlichen Polarkappe. Sie ist ein gemeinsames Projekt verschiedener Regierungsbehörden der USA und wird von Dr. Amanda Reynolds geleitet, einer gehörlosen Ingenieurin, die mit Captain Gregory Perry liiert ist, dem Kapitän des unbewaffneten U-Bootes Polar Sentinel. Dieses Schiff ist noch in der Testphase und wurde der Driftstation zugeteilt. Als die Polar Sentinel eines Tages 538 Kilometer nördlich des Polarkreises auf Tauchfahrt ist, rammt sie fast einen gewaltigen Eisberg, der allerdings nicht nach oben, sondern nach unten ragt: Das kolossale Gebilde erstreckt sich mindestens einen Kilometer in die Tiefe des Ozeans. Erste Untersuchungen erbringen erstaunliche Ergebnisse: Der Berg ist teilweise ausgehöhlt, im Inneren befindet sich eine immer noch intakte Forschungsstation. Die Wissenschaftler von Omega verschaffen sich Zutritt und finden heraus, dass die Station in der Zeit des zweiten Weltkriegs von Russland betrieben worden sein muss und den Namen Grendel getragen hat. Die Station ist ein gewaltiges Grab. Alle Besatzungsmitglieder sind verhungert oder haben Selbstmord begangen. In einer versiegelten Ebene der Station machen die Forscher von Omega eine schockierende Entdeckung. Sie ahnen jedoch nicht, dass sie im Inneren von Grendel keineswegs allein sind. |
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Niall Murtagh: Blauäugig in Tokio Ullstein, 2008 291 Seiten
Der Untertitel "Meine verrückten Jahre in Japan" ist irreführend und wird auf dem Titelblatt auch gleich relativiert. Dort heißt es nur noch: "Meine verrückten Jahre bei Mitsubishi". Dieses Buch ist kein lustiger Japan-Reiseführer, und wer erwartet, dass der Autor die Japaner und ihre Marotten durch den Kakao zieht, wird ebenfalls enttäuscht sein. Stattdessen schildert Murtagh seine Arbeit als "Salaryman" (Angestellter) bei Mitsubishi in Tokio. Was er dort als einer der wenigen europäischen Mitarbeiter (und später als einziger europäischer Angestellter auf Lebenszeit) erlebt hat, kann für unsereins durchaus verrückt oder zumindest skurril klingen, aber das Buch ist nicht auf Lacher ausgelegt. Murtagh macht sich nicht über die Japaner oder die Firma Mitsubishi lustig. Das ist allerdings auch gar nicht nötig. Schon die vergleichsweise nüchtern beschriebenen Arbeitsumstände, die umfassende Reglementierung und Kontrolle in der stark auf Traditionen bedachten Firma, der Umgang mit dem Ausländer (Murtagh ist übrigens Ire) usw. reichen aus, um beim Leser zumindest ein Kopfschütteln hervorzurufen. Natürlich geizt Murtagh nicht mit Anekdoten, Ironie und Sarkasmus, aber obwohl er recht offene Worte findet, wird er doch nie respektlos. |
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David Wellington: Vampirfeuer Piper, 2009 384 Seiten
Jameson Arkeley hat den Vampirfluch angenommen, um Laura Caxton im Kampf gegen die Armee der Vampire von Gettysburg beistehen zu können. Er wollte sich noch in derselben Nacht stellen, um sich vernichten zu lassen, doch er hat Gefallen an seiner neuen Existenz gefunden und ist nicht erschienen. Nun setzt Caxton alles daran, ihren ehemaligen Mentor sowie die von ihm beschützte uralte Vampirin Justinia Malvern aufzuspüren und zu vernichten. Sie widmet dieser Aufgabe ihre gesamte Zeit und verhält sich mehr und mehr wie damals Arkeley, worunter ihre Beziehung mit Clara leidet. Man hat ihr zwar eine eigene Abteilung zugestanden, doch Officer Glauer, den sie in Gettysburg kennen gelernt hat, ist ihr einziger Mitarbeiter und ihr Budget ist verschwindend gering. So kommt es ihr sehr gelegen, als ein Bundesagent namens Fetlock sie zum Special Deputy erklärt. Sie muss nun zwar mit dem recht unsympathischen und stets streng nach Vorschrift handelnden Agenten zusammenarbeiten und sich von ihm überwachen lassen, kann aber in allen Bundesstaaten tätig werden und auf alle nötigen Mittel zurückgreifen. |
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Stephen Lawhead: Pendragon (Pendragon-Saga 4) Buchvertrieb Blank GmbH, 2004 485 Seiten
Nach dem Sieg über die Barbarenhorden in der Schlacht von Baedun Hill wird Artus zum Hochkönig von Britannien gekrönt. Man nennt ihn künftig auch "Pendragon" - den Oberdrachen. Er nimmt die irische Fürstentochter Gwenhwyvar zur Frau und reist nach Irland, um Gwenhwyvars Vater Fergus zu besuchen. Dort erhält Myrddin sein Augenlicht zurück, das er im Kampf gegen Morgian verloren hat. Der Mönch Ciaran heilt den Barden durch Handauflegen. Nach dieser Demonstration der Macht des Christengottes nehmen auch Fergus und sein gesamtes Volk den neuen Glauben an. Die Freude währt nicht lang, denn ein neuer Feind greift an. Die aus der Gegend von Karthago vertriebenen Wandalen überfallen Britanniens Nachbarinsel. Amilcar, genannt Twrch Trwyth, der Schwarze Eber, führt ein gewaltiges Heer an, das mordend und brandschatzend durchs Land zieht. Artus ruft seine Gefährten aus Britannien herbei, um die Wandalen zu bekämpfen, denn die untereinader zerstrittenen irischen Stämme können diesen gnadenlosen Gegner nicht allein aufhalten. |
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Algernon Blackwood: Der Griff aus dem Dunkel Suhrkamp, 1979 260 Seiten
Dieser Band enthält sechs Kurzgeschichten Algernon Blackwoods, die zwischen 1907 und 1925 erstmals veröffentlicht wurden: |