7 zwerge - Der Wald ist nicht genug


7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug (D, 2006)

Blu-ray, Universal
Altersfreigabe: FSK 0
Laufzeit: ca. 95 Minuten

Extras:
Keine

Regie:
Sven Unterwaldt

Hauptdarsteller:
Axel Neumann (Rumpelstilzchen)
Otto Waalkes (Bubi)
Boris Aljinovic (Cloudy)
Mirco Nontschew (Tschakko)
Ralf Schmitz (Sunny)
Martin Schneider (Speedy)
Gustav Peter Wöhler (Cookie)
Norbert Heisterkamp (Ralfie)
Hans Werner Olm (Spliss)
Cosma Shiva Hagen (Schneewittchen)
Nina Hagen (Königin)
Heinz Hoenig (König)




Inhalt

Zur Vorgeschichte siehe 7 Zwerge - Männer allein im Wald.

Spliss, der Diener der neuen Königin Schneewittchen, leidet unter "dünnem Haar" (er hat eine Glatze) und schließt einen Pakt mit dem personifizierten Bösen, dessen Namen niemand kennt (er lautet Rupelstilzchen), um diesem Umstand abzuhelfen. Im Austausch für eine wallende güldene Mähne verspricht Spliss dem Bösen das Kind der Königin. Einige Tage später taucht Rumpelstilzchen bei Hofe auf, um den versprochenen Lohn einzufordern. Es gelingt Schneewittchen und Spliss, das Böse zu einem neuen Handel zu bewegen. Sie haben zwei Tage Zeit, um das Kind zu retten, indem sie den Namen des Bösen in Erfahrung bringen. Nach Ablauf der Frist wird das Böse das Kind holen und mundgerecht zubereiten. Schneewittchen wendet sich an ihre alten Freunde, die sieben Zwerge, doch außer Bubi ist keiner da. Einige Zeit vorher ist Rumpelstilzchen in Schneewittchens Gestalt bei den Zwergen erschienen und hat erklärt, "sie" sei wieder frei - tatsächlich ist der Gatte des echten Schneewittchens nicht vom Zigarettenholen zurückgekommen - werde sich aber nur für jemanden entscheiden, der es zu etwas gebracht habe. So ist es Rumpelstilzchen gelungen, die Zwerge zu entzweien. Alle außer Bubi sind in die weite Welt hinausgezogen, um ihr Glück zu machen.

Schneewittchen bittet Bubi, die Zwerge zu vereinen und nach dem Namen des Bösen zu suchen. Bubi könnte sich die Mühe sparen, denn er hat Rumpelstilzchens Namen schon vor einiger Zeit zufällig erfahren. Schneewittchen lässt ihn jedoch nicht zu Wort kommen. Bei seinen Kameraden, die er nach und nach außerhalb des Unterwaldts aufspürt, ergeht es Bubi genauso. Sie glauben, nur der allwissende Weiße Helge könne ihnen helfen. Der Weiße Helge ist unauffindbar. Seinem Tagebuch zufolge ist er zum Palast der Fische gereist, einem Ort in einer seltsamen Welt jenseits des Spiegels. Die Zwerge durchqueren den Spiegel und finden sich mitten in Hamburg wieder. Sie konsultieren eine im Tagebuch des Weißen Helge befindliche Landkarte und machen sich auf den Weg zum Palast der Fische. Währenddessen stattet Rumpelstilzchen seiner guten Bekannten, der alten Königin, einen Besuch ab. Sie hat das Hexenhandwerk erlernt und lebt im Knusperhäuschen. Rumpelstilzchen versorgt sie regelmäßig mit dem Trank des Vergessens, den sie schluckt, um sich nicht an die Schmach erinnern zu müssen, von den Zwergen entmachtet worden zu sein. Damit sie auch ja nicht vergisst, Rumpelstilzchens Namen zu vergessen, schreibt er ihn für sie auf.

Rumpelstilzchen durchquert nun ebenfalls den Spiegel und nimmt verschiedene Gestalten an, um die Zwerge aufzuhalten. Trotz dieser und anderer Schwierigkeiten erreichen die Zwerge den Palast der Fische (eine Fischbrötchenbude), allerdings kennt der Weiße Helge den Namen des Bösen auch nicht. Er rät den Zwergen, im Hexenhaus danach zu suchen. Zurück in der Märchenwelt belästigen die Zwerge die Hexe, doch diesmal hat Rumpelstilzchen Erfolg. Er sorgt dafür, dass die Zwerge einen falschen Namen erhalten. Wenige Minuten vor Ablauf der Frist versammeln sich alle (außer der Hexe, die in ihrem eigenen Kessel festhängt) im Palast. Rumpelstilzchen reibt sich schon die Hände. In letzter Sekunde kommt Bubi doch noch zu Wort und spricht den richtigen Namen aus. Somit ist das Böse besiegt. Spliss hält den Pakt ohnehin für nichtig, denn die neue Haarpracht ist schon wieder geschwunden. Der König verspricht, Rumpelstilzchen werde der Strafe nicht entgehen. Er ist so stolz auf seine ehemaligen Kumpane, dass er am liebsten wieder bei ihnen mittun würde. Sie sind aber schon zu siebt, also wird nichts daraus.


Kringels Meinung

Da ich mich ungern wiederhole und das tun müsste, um diesen Film zu kommentieren, verweise ich auf meinen Kommentar zu 7 Zwerge - Männer allein im Wald. Den könnte ich hier fast unverändert übernehmen. Die Besonderheit des zweiten Zwergenfilms besteht natürlich darin, dass Bubi und seine Spießgesellen einen mäßig witzigen Abstecher in die reale Welt machen und sich mit deren Tücken auseinandersetzen müssen. Erneut sind diverse Comedians in Cameo-Auftritten zu sehen, unter anderem Olli Dittrich als Pinocchio, der seine aus "RTL Samstag Nacht" bekannten Wortspiele macht, oder Mario Barth und Axel Stein als Inkarnationen Rumpelstilzchens. Auch Udo Lindenberg gibt sich die Ehre! Otto Waalkes steht etwas mehr im Mittelpunkt, was den Film allerdings nicht besser macht, denn die doofe Art des von ihm verkörperten Zwergs nervt einfach nur. Wieder gefällt mir Nina Hagen mit Abstand am besten.

Eine zweite Besonderheit besteht darin, dass im Fernsehen eine längere Version des Films zu sehen war. Darin unternimmt Rumpelstilzchen nach dem Fehlschlag, den er sich in Udo Lindenbergs Gestalt geleistet hat, einen weiteren Versuch, die Zwerge aufzuhalten. Das führt dazu, dass die Zwerge in einer Art Märchen-Themenpark landen. Außerdem sorgt Rumpelstilzchen in Bubis Gestalt für Ärger. Diese Szenen liegen auf Blu-ray nicht vor. Schade, denn darin weicht Otto endlich mal von seiner Naivchenrolle ab. Außerdem gibt es ein alternatives Ende, das zumindest in meiner Blu-ray-Fassung ebenfalls nicht enthalten ist und dessen Verlauf ich nicht kenne.


J. Kreis, 21.11.2018




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