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Alien (USA 1979)
DVD - Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
FSK: 16
Laufzeit: ca. 112 Minuten
Extras:
Original Kinotrailer. Nicht gezeigte Szenen. Audiokommentar von Ridley Scott. Artwork- und Fotogalerie. Storyboards. Separate Filmmusik und alternativer Soundtrack.
Regie:
Ridley Scott
Hauptdarsteller:
Tom Skerritt (Captain Dallas)
Sigourney Weaver (Ellen Ripley)
Veronica Cartwright (Lambert)
Harry Dean Stanton (Brett)
John Hurt (Kane)
Ian Holm (Ash)
Yaphet Kotto (Parker)
Bolaji Badejo (Alien-Darsteller)
Inhalt:
Der Raumfrachter Nostromo ist nach einer langen Tour vollbeladen auf dem Rückflug zur Erde. Die Besatzung verbringt die lange Reise im Tiefschlaf, während Mutter - der Bordcomputer - das Schiff steuert. Als Mutter aus unbekannter Quelle ein nicht identifizierbares Funksignal auffängt, stoppt sie den Flug und weckt die Besatzung. Diese folgt dem Signal zu seiner Quelle und entdeckt auf dem lebensfeindlichen Planeten LV-426 ein bizarres Raumschiffswrack. Das fremde Schiff scheint ausgestorben zu sein, es findet sich nur noch eine Art Skelett oder Mumie mit einem offenbar von innen aufgesprengten Loch in der Brust. Kane, ein Besatzungsmitglieder der Nostromo dringt tiefer in das Wrack ein und stößt auf eiförmige Objekte, in deren Innerem noch etwas zu leben scheint. Als er eines der Eier näher in Augenschein nimmt, öffnet sich dieses und plötzlich springt ein spinnenartiges Wesen heraus. Es frißt sich mit einer körpereigenen Säure durch Kanes Helm und legt sich über sein Gesicht.
Man bringt Kane zurück auf die Nostromo. Das ekelerregende Wesen kann zwar nicht aus seinem Gesicht entfernt werden, es fällt aber wenig später von selbst ab, scheinbar ist es verendet. Kane fühlt sich wohl, doch als plötzlich sein Brustkorb explodiert und ein schlangenähnliches Wesen mit messerscharfen Zähnen sich aus Kanes Innerem hervorwindet, ist allen klar: Das fremde Wesen ist ein Parasit und Kane war der Wirt. Das fremde Wesen verschwindet irgendwo in den Tiefen der Nostromo und entwickelt sich unheimlich schnell zu einem über zwei Meter großen, unbesiegbaren Monster, das immer wieder aus dem Dunkeln heraus angreift und nach und nach die Besatzung der Nostromo dezimiert. Diese - allesamt keine Soldaten, Waffen gibt es auf dem Frachter auch nicht - finden allmählich heraus, daß nicht nur das Alien ihr Gegner ist, sondern auch ihr eigenes Schiff: Die Gesellschaft, der die Nostromo gehört, hat Mutter darauf programmiert, jegliche interessanten Funde aus dem All zur Erde zu bringen. Und das Alien ist definitiv interessant! Als es um die Entscheidung geht, wer wichtiger ist (die Besatzung oder das Alien), stehen die Karten für Ellen Ripley und ihre Kameraden schlecht.
Die letzten Überlebenden entschließen sich, den großen Frachtbereich der Nostromo zu opfern und mit einem kleineren Rettungsschiff zu fliehen. Das Hauptschiff soll - mit dem Alien darin - gesprengt werden. Nur leider läßt sich das Alien nicht ganz so leicht überlisten. Als Ripley, die als einzige überlebt hat, sich in ihre Kälteschlafkapsel legen will, windet das Alien sich aus einem Versteck hervor. Die vor Angst fast gelähmte Ripley schlüpft in einen Raumanzug und öffnet eine Schleuse, so daß das Alien von der entweichenden Atmosphäre ins All geschleudert wird. Ripley zündet die Triebwerke und röstet das Biest, wodurch es vermutlich endlich doch vernichtet wird. Dann kann die letzte Überlebende sich endlich zur Ruhe begeben und sie kann nur hoffen, daß man sie irgendwann findet...
Der Film:
Zu diesem Klassiker des SF-Horrorfilms muß ich wohl nicht mehr viel sagen. Das Prinzip, nach dem dieser Film funktioniert, wurde endlos kopiert, aber selten in solcher Perfektion erreicht: Ein fremder Organismus macht sich in einem Raumschiff breit, kann nicht getötet und in den labyrinthischen Decks des riesigen Schiffs nur schwer aufgespürt werden. Nach und nach fallen ihm die Besatzungsmitglieder auf mehr oder weniger spektakuläre Art und Weise zum Opfer, bis am Ende nur noch einer (bzw. eine) übrigbleibt. Dabei sieht man bis zum Schluß das Monster nie in voller Größe, es ist immer nur in ganz kurzen Augenblicken teilweise zu sehen, oder nur als Schatten, und wirkt umso bedrohlicher. Das von H.R. Giger erschaffene Alien war damals, als der Film in die Kinos kam, etwas ganz neues. Ein solch bedrohliches, bizarres, brutales und ekliges Wesen hatte man bis dato noch nicht gesehen und auch sein Entwicklungszyklus (man denke nur an die legendäre Chestburster-Szene) dürfte damals für einen ziemlichen Schock im Kino gesorgt haben. Das Alien hat eine ganz andere Qualität und Glaubwürdigkeit als frühere Filmmonster, obwohl es letztendlich auch nichts anderes ist als ein großer Mann in einer Ganzkörpermaske.
Heute hat man allerdings schon zu viele Filme nach diesem Strickmuster gesehen, um noch wirklich überrascht zu werden - wenn man mal von besagter Schockszene mit Kane und dem Facehugger absieht. Dennoch steigert sich die Spannung vom Anfang bis zum Ende kontinuierlich, so daß man selbst beim Abspann noch nicht glauben kann, daß der Horror jetzt wirklich vorbei sein soll. Die düstere Atmosphäre, die Fremdartigkeit des unbekannten Planeten, des Raumschiffswracks und des Aliens, die ständige Bedrohung und die recht explizit dargestellte Gewalt wirken hervorragend zusammen, um den Zuschauer nie richtig zur Ruhe kommen zu lassen. Genial - ein Meisterwerk!
Die DVD:
Ein richtiges Making of ist zwar auf der Film-DVD nicht vorhanden, aber die geschnittenen Szenen entschädigen für diesen Mangel auf jeden Fall, auch wenn einige nicht vertont sind. Eine weggefallene Szene, in der Ripley zwei ihrer Kameraden wiederfindet, die dem Alien bereits in die Klauen geraten waren, ist sehr beeindruckend. Sie wurde im Film nur deshalb nicht verwendet, weil nach Ansicht des Regisseurs sonst die Dynamik von Ripleys Flucht zum Rettungsboot verlorengegangen wäre.
Außerdem gibt es da ja noch die Legacy Box. In dieser Box sind alle Filme von Teil 1 bis 4 enthalten, außerdem eine zusätzliche DVD mit einem 66 Minuten langen Making of aus dem Jahre 1999 zu Teil 1. Die Box besteht aus Pappe mit einem umlaufenden Alien-Motiv in Folienprägung. Das Making of besteht aus Interviews und sehr interessanten Aufnahmen von den Dreharbeiten. Man erfährt viel über die Entstehungsgeschichte, das Casting, die Entwürfe und Modelle. Breiter Raum wird auch dem Design des Aliens eingeräumt, man kann H.R. Giger bei der Arbeit zuschauen, es gibt auch ein Interview mit dem Meister. Diese Bonus-DVD gibt es nur in der Legacy Box, d.h. sie ist nicht gesondert erhältlich. Den Film Alien gibt es natürlich gesondert zu kaufen, aber bei der Einzelversion ist diese Zusatz-DVD ebenfalls nicht dabei.
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