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alien4 Alien Legacy Box

Alien 4 (USA 1997)
DVD - Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
FSK: 16
Laufzeit: ca. 104 Minuten

Extras:
Original Kinotrailer. Hinter den Kulissen mit Interviews von Stars und Film-Crew

Regie:

Jean-Pierre Jeunet

Hauptdarsteller:

Sigourney Weaver (Ellen Ripley - Klon Nr. 8)
Winona Ryder (Annalee Call)
Ron Perlman (Johner)
Dan Hedaya (General Perez)
J.E. Freeman (Dr. Wren)
Brad Dourif (Dr. Gediman)
Michael Wincott (Elgyn)
Dominique Pinon (Vriess)
Gary Dourdan (Christie)
Raymond Cruz (Distephano)




Inhalt:

200 Jahre nach ihrem Tod auf Fury 161 wird Ellen Ripley wiedergeboren. Genauer gesagt: Sie wird aus Zellmaterial geklont, welches in der Strafkolonie noch sichergestellt werden konnte. Die Weyland-Yutani Corporation existiert zwar schon lange nicht mehr, aber das Interesse der Wissenschaftler und Militärs an den Aliens als perfekte Tötungsmaschinen hat nicht nachgelassen. Man stellt deshalb solange einen (mißglückten) Ripley-Klon nach dem anderen an Bord des Raumschiffs U.S.S. Auriga her, bis mit Klon Nr. 8 endlich ein lebensfähiges Exemplar entsteht, welches noch dazu das Embryo einer Alien-Königin in sich trägt. Diese wird isoliert und legt alsbald Eier. Das Militär läßt sich von einer Schmugglerbande menschliche Versuchsobjekte besorgen, mit denen man weitere Aliens züchtet. Die Königin und ihre Krieger werden in ausbruchssicheren Zellen untergebracht, wo man in Ruhe mit ihnen experimentieren kann. Die Schmuggler sehen sich in der Zwischenzeit ein wenig auf der Auriga um. Eine von ihnen ist eine Androidin (Call) der neuesten Generation. Call hat sich nur deshalb unter die Schmuggler geschmuggelt, um in die Nähe des Ripley-Klons kommen zu können, den sie töten will. Es bleibt allerdings bei dem Versuch, denn Ripley ist nicht mehr ganz menschlich: Ihre Gene haben sich mit den Erbinformationen der Aliens vermischt. Sie verfügt deshalb über enorme Körperkräfte, hat Säureblut und ist kaum verwundbar. Ihre Erinnerungen kehren übrigens nur nach und nach zurück, wobei sich mir die Frage stellt, wieso sie sich überhaupt an irgend etwas aus der Vergangenheit der Original-Ripley erinnern kann.

Es kommt, wie es kommen muß: Die Aliens brechen aus und richten ein Blutbad unter der Besatzung des Raumschiffs an. Ripley vergnügt sich in diesem Moment gerade mit den Schmugglern in einer Sporthalle und muß jetzt mit ihnen zusammenarbeiten, um aus der Auriga entkommen zu können: Die Schmugglerbande hat nämlich ihr eigenes kleines Schiff im Inneren des großen Militärpotts angedockt. Unterwegs findet Ripley einiges über sich selbst heraus, als sie ihre sieben Vorgängerklone in einem Laboratorium entdeckt. Call klinkt sich in den Hauptcomputer des Schiffs ein, welches schon auf dem Weg zur Erde ist. Würde das Schiff dort landen, wäre die Erde mit Sicherheit bald einer Alien-Invasion ausgesetzt. Deshalb wollen Call und Ripley die Auriga vernichten. Zu diesem Zweck steuert die Androidin die Auriga über den Computer und sorgt dafür, daß sie auf der Erde zerschellen wird. Während die Schmuggler zu ihrem Boot fliehen, werden sie (wie es sich gehört) allmählich von den frei in der Auriga herumstreifenden Aliens aufgerieben. Beinahe hätte ihnen auch noch der skrupellose Chefwissenschaftler einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch eines der bedauernswerten Opfer, die als lebende Brutkästen für junge Aliens herhalten müssen, beschert ihm einen interessanten Tod: Er umklammert den Fiesling, während der Chestburster aus ihm hervorbricht. Das "neu geborene" Alien frißt sich deshalb gleich noch durch den Wissenschaftler hindurch...

Ripley hat am Ende noch eine Begegnung mit der Alienkönigin. Dieses aus Ripley hervorgegangene Wesen trägt menschliche Gene in sich, gerade so, wie Ripley Alien-Gene abbekommen hat. Der Effekt bei der Alienkönigin besteht darin, daß sie künftig keine Eier mehr legen muß (die ja wiederum nur zum Einsatz kommen können, wenn Wirtskörper vorhanden sind). Mit anderen Worten: Das Alien ist schwanger! Der Nachkomme, den sie gebiert, während Ripley in ihrer Kammer zu Gast ist, sieht aber gar nicht wie ein Alien aus, eher wie ein blasses, schleimiges Mischwesen mit eindeutig menschlichen Zügen. Die erste Aktion des Neugeborenen besteht darin, seine Mutter zu töten - es fühlt sich eher zu Ripley hingezogen. Und zwar so sehr, daß es ihr auf das Schmugglerschiff folgt. Ripley hingegen hegt kaum zärtliche Gefühle für das unberechenbare Geschöpf. Mit einem Spritzer ihres Säureblutes ätzt Ripley ein kleines Loch in die Bordwand, durch das der Alien-Mensch-Hybrid Stückchen für Stückchen abgesaugt wird. Das Schmugglerschiff entkommt der Vernichtung nur mit knapper Not, während die Auriga auf dem Planeten Erde aufschlägt und explodiert.

Der Film:

Nach Ripleys Tod in Alien 3 dachte man, daß jetzt eigentlich kein weiterer Alien-Film oder doch zumindest keiner mit Sigourney Weaver mehr kommen könne. Irrtum: Wozu gibt es die Gentechnik? Die Frage ist, ob Sigourney Weaver sich mit diesem Film einen Gefallen getan hat. Denn eigentlich braucht niemand diesen Film - nach Teil 3 hätte Schluß sein müssen oder man hätte in Teil 4 ganz andere Wege beschreiten müssen. Was man gemacht hat, ist nichts anderes als ein Aufguß der ersten beiden Teile, gewürzt mit einigen extrem schleimigen und blutigen Spezialeffekten und vielen zugegebenermaßen verdammt gut aussehenden Aliens. Teil 4 dürfte so ziemlich die meisten Metzelszenen der ganzen Reihe und definitiv den höchsten Ekelfaktor enthalten. Letztendlich ist er aber nur ein weiterer Monsterfilm, der nach dem alten "zehn kleine Negerlein" - Prinzip funktioniert. Was den Film dennoch sehenswert macht, sind neben besagten Effekten vor allem die skurrilen Charaktere, denen Ripley begegnet und die für den französischen Regisseur J.P. Jeunet (Die Stadt der verlorenen Kinder läßt schön grüßen) typisch sind. Es ist auch interessant zu sehen, wie das Design sich bei jedem Film dieser Reihe verändert. Diesmal ist der Look nicht ganz so düster wie in Teil 3, sondern eher technisch-kühl, alles ist perfekt durchgestylt. Alien 4 ist definitiv anders als alle Teile vorher. Er sieht besser aus, aber das macht ihn nicht zu einem besseren Film. Mir hat er aber immer noch mehr Spaß gemacht als Teil 3...

Die DVD:

Recht schwaches Bonusmaterial: Das Hinter den Kulissen - Filmchen ist sehr knapp, ich würde sogar sagen, daß es kaum mehr als Eigenwerbung ist. Dazu noch ein Trailer zum vorliegenden Film - das war es dann auch schon.

Details zu den Extras der Legacy-Box findet ihr hier

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