|
Big Jake (USA, 1971) - Big Jake - DVD - Regionalcode 2, Paramount FSK: 16 Laufzeit: ca. 105 Minuten Extras Keine Regie: George Sherman Hauptdarsteller: John Wayne (Jacob McCandles) Richard Boone (John Fain) Patrick Wayne (James McCandles) Christopher Mitchum (Michael McCandles) Maureen O'Hara (Martha McCandles) Bruce Cabot (Sam Sharpnose) Inhalt:
Die große McCandles-Ranch wird von neun Banditen unter der Führung von John Fain überfallen. Einige Arbeiter werden brutal ermordet, der kleine Enkel der Besitzerin wird entführt. Die Banditen verlangen eine Million Dollar Lösegeld und setzen sich nach Mexiko ab. Martha McCandles, die die Ranch allein - aber sehr erfolgreich - betreibt, seit ihr Mann Jacob (genannt "Big Jake") sie verlassen hat, braucht einen besonders üblen Zeitgenossen, der es mit den Banditen aufnehmen kann. Also wendet sie sich an das Rauhbein Big Jake. Jake ist sofort bereit, die Sache in die Hand zu nehmen, obwohl er bisher noch nicht einmal etwas von der Existenz seines Enkels wusste. Gleichzeitig wollen die Texas Ranger, die von Jakes Söhnen James und Michael begleitet werden, den Kidnappern eine Falle stellen. Sie geraten allerdings selbst in einen Hinterhalt und können Jake nicht unterstützen. Der pfeift sowieso auf die motorisierten Ordnungshüter: Sein alter Freund Sam (ein Indianer) und sein Hund sind ihm Hilfe genug. Er akzeptiert allerdings die Begleitung seiner beiden Söhne, die ihren Vater seit 18 Jahren nicht mehr gesehen haben und nicht besonders gut auf ihn zu sprechen sind.
Ich muss sehr jung gewesen sein, als ich diesen Film zuletzt gesehen habe, denn ich habe ihn ganz anders in Erinnerung: Härter, epischer und spannender. Allerdings hat er es durchaus in sich: Die Kämpfe (der Überfall auf die Ranch und der Showdown) sind recht brutal - auch wenn es einige Szenen gibt, in denen weniger Blut zu sehen ist, als man erwarten sollte. Etwa wenn Jake den Typen erschießt, der ihn beim Duschen überfallen will. Dem ballert er aus nächster Nähe mit einer Schrotflinte in den Leib, und danach hat nicht einmal das Hemd des Typen ein Loch. Egal. Ich mag praktisch alle Filme mit John Wayne, insbesondere solche, in der er seine typische Einzelgänger-Rolle spielt. Das macht er auch hier wieder mit Bravour: Er gibt sich betont ruppig, gegenüber seinen Gegnern sogar recht brutal, und schert sich keinen Deut darum, was andere von ihm halten mögen. Er wird denn auch von allen nicht nur respektiert, sondern sogar gefürchtet. Dabei ist er kein strahlender Held, denn er ist gealtert, braucht eine Brille und merkt selbst, dass er so etwas wie ein Fossil ist. Deshalb nervt es ihn auch so sehr, dass jeder, dem er seinen Namen nennt, erst einmal sagt: "Ich dachte, Sie seien längst tot?" - das ist eine Art Running Gag in diesem Film. Keine Extras, nicht mal ein Trailer. Bei der Wiedergabe der DVD sind mir mehrmals seltsame "Hänger" aufgefallen. Danach war der Ton asynchron. Ich musste die DVD kurz stoppen und dann weiterlaufen lassen, damit die Dialoge wieder mit den Lippenbewegungen übereinstimmten... J. Kreis, 13.07.2006 |