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Bubba Ho-Tep (USA, 2002) DVD - Regionalcode 2, Anchor Bay Entertainment FSK: ungeprüft Laufzeit: ca. 88 Minuten Extras Audiokommentare, Einführung von Bruce Campbell, Joe R. Landsdale liest aus "Bubba Ho-Tep", Entfallene Szenen mit optionalem Audiokommentar, Making of, Interviews mit Don Coscarelli und Bruce Campbell, Musikvideo mit Brian Tyler, Bildergalerie, Trailer, Biografien (Texttafeln) Regie:Don Coscarelli Hauptdarsteller: Bruce Campbell (Elvis Presley / Sebastian Haff) Ossie Davis (Jack / John F. Kennedy) Inhalt
Elvis Presley lebt in einem Altersheim irgendwo in Texas. Elvis? Elvis. Der echte Elvis. Er hatte vor Jahren die Rollen mit dem Elvis-Imitator Sebastian Haff getauscht, weil er den Streß, die Drogen und die falschen Freunde, die nur an seinem Geld interessiert waren, loswerden wollte. So konnte er ein normales Leben führen und hätte jederzeit seine echte Identität wieder annehmen können - wenn nicht der Vertrag, in dem die Wahrheit festgehalten worden war, bei einem Grillunfall vernichtet worden wäre. Nach Haffs Tod war Elvis deshalb einfach weiter als Imitator seines eigenen Ichs aufgetreten. Bei einem dieser recht erfolgreichen Auftritte wer er jedoch von der Bühne gestürzt, hatte sich ausgerechnet die Hüfte gebrochen und war in ein Koma gefallen. So ist er ins Altersheim geraten, wo ihm natürlich niemand diese Geschichte glaubt. Nach und nach hat er sich selbst aufgegeben und vegetiert nur noch so dahin. Sein bester Freund ist ein Schwarzer, der sich für Präsident John F. Kennedy hält und davon überzeugt ist, seine politischen Feinde hätten ihn nach dem Dallas-Attentat braun eingefärbt, um die Wahrheit zu vertuschen.
"Schräg" bezeichnet die Idee, die diesem Film zugrunde liegt, wohl am besten. Dabei ist diese Idee, also der Kampf gegen eine untote Mumie, geführt von zwei Leuten, die sich für Elvis und JFK halten, für den Film eigentlich eher nebensächlich und sorgt nur für ein paar wenige, dafür aber ziemlich gut gemachte Effektszenen. Witzig: In der Einleitungsszene, einem alten Original-Wochenschaufilm, sieht man die exhumierte Mumie. Ihr fehlen die Unterschenkel - kein Wunder, daß sie einem Insassen des Altersheims die Cowboystiefel stehlen mußte, die ihr jetzt als skurrile Prothesen dienen... Der Schwerpunkt der Geschichte liegt eindeutig auf Elvis. In Rückblenden wird erzählt, wie es zur jetzigen Situation gekommen ist. Elvis tritt auch als Ich-Erzähler auf und berichtet von seinen Sorgen und Nöten. Er hat zum Beispiel ein Geschwür auf seinem besten Stück, aber viel schmerzhafter ist die Trennung von Frau und Tochter, die er nie mehr wiedersehen wird. Es gibt sogar einige kritische Untertöne in Bezug auf menschenunwürdige Behandlung alter Leute in Heimen und Desinteresse von Verwandten. Da muß schon ein außergewöhnliches Ereignis her, damit sich bei Elvis, der lange Zeit nur Fragmente des an ihm vorbeihuschenden Lebens wahrnimmt (sehr gut eingefangen in Zeitraffer-Szenen), der Kampfgeist regt, so daß er auch der resoluten Altenpflegerin Paroli bietet, die ihn wie ein kleines Kind behandelt. Leider hinterläßt der Film deshalb aber auch einen etwas zwiespältigen Eindruck, denn für eine Horrorkomödie hat er zu viele ernsthafte Untertöne und für einen ernsthaften Film ist er einfach zu abgedreht.
Diese Doppel-DVD ist importiert, sie hat nur englischen Ton. Eine Synchronisation wäre ohnehin unmöglich, denn jemanden, der die Sprechweise von Elvis Presley so gut imitieren kann wie Bruce Campbell, wird man hierzulande kaum finden. Die DVD ist aufwändig ausgestattet: Pappschuber, mehrseitiges Booklet mit Anmerkungen von Bruce Campbell und Szenenbildern. Auf DVD 1 sind schon einige Extras zu finden. So kann man den Film mit einer kurzen Einführung von Bruce Campbell starten, die wohl für eine Kinovorführung gedreht wurde. Außerdem kann man Audiokommentare auswählen. Zwei dieser Tonspuren sind vorhanden. Nr. 1: Bruce Campbell und Don Coscarelli unterhalten sich über den Film, wobei der Regisseur hauptsächlich Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Szenen beisteuert, während Bruce Campbell Anekdoten und witzige Bemerkungen einstreut. Audiokommentar Nr. 2 stammt von Elvis Presley. Nein, natürlich ist es ebenfalls Bruce Campbell, aber er spielt auch hierbei seine Rolle als "The King" und tut so, als sei er gezwungen worden, sich den Film anzusehen - köstlich. |