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Kitchen Stories (N, 2003) DVD - Regionalcode 2, Sunfilm Entertainment FSK: Keine Altersbeschränkung Laufzeit: ca. 91 Minuten Extras Making of ("Tage eines Kameramanns"), Die ideale Küche, Trailer (auch zu anderen Filmen), Produktionsnotizen (Texttafeln) Regie: Bent Hamer Hauptdarsteller: Joachim Calmeyer (Isak Bjornsson) Thomas Norström (Folke Nilsson) Bjorn Floberg (Grant) Reine Brynolfsson (Malmberg) Inhalt: In den Fünfzigerjahren betreibt das schwedische Haushalts-Forschungs-Institut (H.F.I.) Feldforschungen, um das Verhalten von Hausfrauen zu ergründen. Diese Erkenntnisse sollen genutzt werden, um z.B. Kücheneinrichtungen und Haushaltsgeräte für die wahren Bedürfnisse der Kunden zu optimieren. Nachdem das Verhalten der Hausfrau in ihrer natürlichen Umgebung weitgehend erforscht werden konnte, ist jetzt eine andere Spezies an der Reihe: Der Junggeselle. Deshalb wird eine Gruppe von Beobachtern in ein kleines norwegisches Dorf geschickt. Dort sollen sie bei verschiedenen Gastgebern ihre Zelte - bzw. ihre kleinen Buckelvolvos - aufschlagen und akribisch genaue Aufzeichnungen über die Bewegungen alleinstehender Männer in deren Küchen machen. Voraussetzung ist, daß sie, um die Objektivität zu wahren, ihre Beobachtungsposten (in den Küchen aufgestellte Hochsitze) nicht verlassen und nicht mit ihren Gastgebern sprechen dürfen.
Dieser Film wird als Komödie verkauft, ist aber keine. Er ist eher skurril als lustig, eher absurd als komisch, und endet sogar recht traurig. Eben diese Skurrilität ist es aber, die ihn dennoch so sehenswert macht. Die Gegensätze zwischen dem Beobachter Folke und dem mürrischen Einzelgänger Isak sorgen für viele amüsante Szenen - in denen übrigens anfangs praktisch kein Wort gesprochen wird! Zu beobachten, wie die beiden kauzigen Typen sich allmählich näherkommen, bis sie am Ende quasi die Rollen tauschen, wird trotz der wenigen Dialoge (die auch alles andere als tiefsinnig sind) nie langweilig. Man kann sich gut in die beiden Hauptfiguren einfühlen, die sich trotz aller Unterschiede doch sehr ähnlich sind. Man begreift die simple Tatsache, daß eine Beobachtung ohne Beeinflussung des Beobachteten praktisch unmöglich ist und daß Menschen sich eben nicht kategorisieren lassen. Als Nicht-Landsmann versteht man vielleicht nicht alle Anspielungen auf das Verhältnis zwischen Norwegen und Schweden in den Fünfzigerjahren, aber das macht fast gar nichts. Man beachte: Die Schweden waren im Gegensatz zu den Norwegern schon im zweiten Weltkrieg "nur Beobachter"...
Das gut zwanzig Minuten lange Making of ist leider nicht gar so interessant - ein paar Einblicke in die wenigen Sets, ein paar Interviews, das ist alles. Natürlich gibt es zum Entstehungsprozeß eines solchen Films auch kaum etwas zu sagen. Immerhin erfährt man so einiges über den Tagesablauf eines Kameramanns. |