 |
Mad Max 2 - Der Vollstrecker (Australien 1981)
- Mad Max 2: The Road Warrior -
DVD - Regionalcode 2, Warner Home Video
FSK: 18
Laufzeit: ca. 92 Minuten
Extras
Keine
Regie:
George Miller
Hauptdarsteller:
Mel Gibson (Max Rockatansky)
Bruce Spence (Hubschrauberpilot)
Michael Preston (Pappagallo)
Vernon Wells (Wez)
Kjell Nilsson (Humungus)
Virginia Hey (Kriegerin)
Inhalt:
Max Rockatansky (genannt "Mad Max") lebt in einer Welt, in der es keine Regeln und keine Ordnung mehr gibt. Nachdem sämtliche Ölvorräte aufgebraucht und alle Ölquellen erschöpft waren, haben die mächtigen Nationen sich in gnadenlosen Kriegen gegenseitig ausgelöscht. Jetzt ist nichts mehr da, um das es sich zu kämpfen lohnt, die letzten Reste menschlicher Zivilisation sind im Chaos versunken. Menschliche Aasgeier streifen auf der Suche nach Vorräten und Benzin umher, entweder in marodierenden Banden oder allein. Jeder ist des anderen Feind, es herrscht das Recht des Stärkeren. Zu den Einzelgängern gehört auch Mad Max, ein ehemaliger Polizist. Seit seine Welt in Trümmer gegangen und seine Familie getötet worden ist, gibt es für ihn keine Werte mehr. Mit seinem 600 PS starken V8 - Boliden, nur begleitet von seinem Hund namens "Hund", zieht Max ziellos durch die Wüsten der postapokalyptischen Welt, immer auf der Suche nach Benzin, damit er seinen Weg fortsetzen kann.
Eines Tages muss Max sich gegen die allzu aufdringlichen Mitglieder einer marodierenden Bande wehren und findet bei der Verfolgungsjagd einen liegengebliebenen Tankwagen, der leider keinen Tropfen Sprit mehr hat. Nachdem Max mit den Outlaws den Asphalt aufgewischt hat (nur Wez, ein Biker mit Irokesenfrisur und dessen blondschöpfiger Freund haben überlebt), begegnet er einem skurrilen Typen, der eine Art Ultraleicht-Hubschrauber besitzt. Der Knabe - nennen wir ihn "der Pilot" - schafft es zwar, Max kurzfristig in seine Gewalt zu bringen, wird aber umgehend von "Hund" kaltgestellt. Im Austausch für sein Leben führt der Pilot Max in die Nähe einer alten Ölquelle mit Raffinerie, die unglaublicherweise immer noch funktionsfähig und nicht erschöpft ist. Dort haben sich einige "normalere" Menschen angesiedelt, sie werden aber von Mitgliedern der gleichen Banditengruppe belagert, mit der Max es schon zu tun hatte. Anführer der Belagerer ist ein geheimnisvoller Hockeymaskenträger namens Humungus, der seine Leute immer wieder gegen die befestigten Mauern der Raffinerie anrennen lässt. Es ist eine Pattsituation entstanden: Humungus kann nicht hinein, weil die Verteidiger Flammenwerfer, Pfeilschleuderer und andere archaische Waffen besitzen (Schußwaffen gibt es in dieser Endzeit kaum noch), die Verteidiger ihrerseits haben keine Chance, den Blockadering zu durchbrechen. Sie versuchen es dennoch, aber die Scouts, die ausbrechen wollen, werden von Humungus abgefangen und zur Abschreckung gefoltert.
Max erkennt seine Chance, als einer der Scouts in seiner Nähe überfallen wird. Er schaltet die Outlaws aus, den schwer verletzten Fahrer schleppt er zur Raffinerie, wo er gerade noch rechtzeitig vor den Verfolgern hineingelassen wird. Er macht einen Deal mit Pappagallo, dem Oberhaupt der kleinen Gemeinde. Er will sich bei Nacht mit genug Sprit nach draußen schleichen, um den Tanklaster herbeizuschaffen. Mit dieser schweren Maschine hätten die Eingeschlossenen eher eine Fluchtmöglichkeit. Im Gegenzug verlangt er für sich selbst so viel Benzin, wie er schleppen kann. Der Plan gelingt, wenn auch knapp. Man würde gern noch einmal auf Max und sein überlegenes fahrerisches Können zurückgreifen, aber der denkt gar nicht daran, den Leuten weiter zu helfen. Er bepackt seinen Wagen mit Benzinkanistern und brettert los - aber er kommt nicht weit. Die Überzahl der Outlaws ist einfach zu groß, Max wird abgefangen. Sein Wagen wird zerstört, "Hund" wird getötet, Max selbst kommt nur knapp mit dem Leben davon, er wird vom Piloten mit dessen Flieger in Sicherheit gebracht. Obwohl er schwer verletzt ist, erklärt Max sich jetzt bereit, den Menschen zu helfen. Er deckt ihre Flucht, indem er einen Ausbruch mit dem Tanklaster vortäuscht, während die Menschen die Raffinerie sprengen und sich mit einem alten Bus in eine andere Richtung absetzen. Diese Rechnung geht auf: Alle Outlaws verfolgen natürlich den Tankwagen. Nach einem heißen Rennen, vielen Crashs und einem Showdown mit Wez und Humungus ist am Ende nur noch Max übrig. Und der Tanklaster ist natürlich nicht mit Benzin, sondern nur mit Sand gefüllt...
Der Film:
Wenn man diesen Film wie ich als pubertierender Jugendlicher erstmals gesehen hat, dann vergisst man ihn nicht so leicht. Diese Mischung aus düsterer Weltuntergangs-Endzeitstimmung, brutaler Gewalt und Einzelgänger-Romantik funktioniert tadellos. Mel Gibson spielt den wortkargen und ziemlich unfreundlichen, dennoch charismatischen und verdammt coolen Max zwar mit einem Minimum an schauspielerischem Können, aber hundertprozentig überzeugend. Dazu kommen die spektakulären Autostunts mit bizarren Fahrzeugen, die ausgeflippten Kostüme und Masken der Outlaws sowie die stimmungsvollen Sets in der australischen Wüste. Das alles macht "Mad Max 2" zu einem Klassiker, den man sich immer wieder ansehen kann.
Allerdings fallen einem dann auch deutliche Schwächen auf. Zunächst einmal ist die Handlung wirklich sehr dünn und dient eigentlich nur dazu, die Actionszenen irgendwie miteinander zu verknüpfen. So richtig spannend ist das alles im Endeffekt gar nicht. Die Story ist auch nicht wirklich durchdacht, denn es ist nicht gerade logisch, dass man in einer Welt ohne Benzin immer noch die ganze Zeit mit PS-Boliden durch die Gegend rast. Man darf auch keine schauspielerischen Höchstleistungen erwarten, schon gar nicht von Mel Gibson, der mit Filmen dieser Art erst am Anfang seiner Karriere gestanden hat. Bis auf die Stunts, einige Explosionen und maskenbildnerische Effekte gibt es in dem Film keine SFX, die ganze Geschichte spielt immer in der gleichen Wüstenumgebung. Trotz allem ist "Mad Max 2" ein sehr spaßiger Film, dem damals übrigens - wie es schon Dawn of the Dead ergangen ist - eine ganze Reihe von Plagiaten folgte, die aber dem Original nie das Wasser reichen konnten.
Die DVD:
Keine Extras. Mehr gibt es eigentlich zur DVD nicht zu sagen. Allerdings muss man beachten, dass man im Handel in der Regel nur die FSK 16 - Version bekommt. Diese ist um zahlreiche Gewaltszenen gekürzt. Bei meiner FSK 18 - Version handelt es sich um den originalen Kinofilm. Wer den nicht kennt oder sich nicht an den teils etwas ungeschickt geratenen Schnitten stört, kann sich aber durchaus auch die 16er-Version zulegen, denn die Grundstimmung und die Story des Films werden durch die Schnitte nicht wesentlich beeinträchtigt.
|
|