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Predator (USA 1987)
DVD - Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
FSK: 18
Laufzeit: ca. 103 Minuten
Extras:
Original Kinotrailer
Regie:
John McTiernan
Hauptdarsteller:
Arnold Schwarzenegger (Major Dutch Schaeffer)
Carl Weathers (Major George Dillon)
Elpidia Carrillo (Anna)
Bill Duke (Mac Eliot)
Jesse Ventura (Blain)
Sonny Landham (Billy)
Richard Chaves (Poncho Ramirez)
Kevin Peter Hall (Der Jäger)
Inhalt:
Irgendwo im Dschungel Mittelamerikas kidnappen Guerilla-Terroristen eine Gruppe von VIPs. Das jedenfalls erzählt man Major Dutch Schaeffer, dem Anführer einer Elite-Rettungseinheit. Dutchs alter Freund, Major Dillon, arbeitet jetzt für die CIA und hat Dutchs Team für die Rettungsaktion angeheuert. Dillon begleitet das Team bei diesem Dschungeleinsatz, aber bald stellt sich heraus, daß nicht alles so ist, wie es zu sein scheint. Zunächst läuft alles normal. Das Team wird per Hubschrauber abgesetzt und arbeitet sich zur vermuteten Position des Guerillacamps vor. Doch unterwegs entdecken Dutchs Leute einen abgeschossenen Hubschrauber und die gehäuteten, gräßlich verstümmelten und in den Bäumen aufgehängten Leichen einer Gruppe von Green Berets. Offenbar hat es also schon einen früheren Rettungsversuch gegeben - Dillon behauptet jedoch, nichts davon zu wissen. Unverdrossen (und ziemlich sauer wegen der unbeschreiblichen Gewalt, die den Green Berets angetan worden ist) pirschen Dutch und seine Leute sich zu dem schwer bewachten Guerillacamp vor. Die Terroristen haben der überlegenen Feuerkraft und Kampferfahrung von Dutchs Leuten nichts entgegenzusetzen, und so vernichten die Männer das gesamte Lager ohne eigene Verluste. Nur - von irgendwelchen Geiseln ist weit und breit keine Spur zu sehen!
Dutch nimmt sich seinen "Freund" Dillon zur Brust und quetscht die Wahrheit aus ihm heraus: Die CIA war lediglich der Ansicht, daß die Guerillas eine Bedrohung für die USA darstellen und ausradiert werden müßten. Da die Green Berets, die diesen Auftrag eigentlich hätten ausführen sollen, im Dschungel verschwunden waren, mußten bessere Leute her - und Dutch ist nun mal der Beste. Daher hatte man ihm die Lüge von den entführten Ministern aufgetischt, denn Dutch führt schließlich ein Rettungsteam und keine militärische Kommandoeinheit, der man Befehle erteilen könnte. Reichlich angepisst machen die Männer sich auf den Weg zu ihrem Abholpunkt. Man sammelt noch eine junge Frau ein, die wohl zu den Guerillas gehört und wenig später zu entkommen versucht. Als einer von Dutchs Leuten sie wieder einfängt, erscheint etwas im Dschungel, das auf eigenartige Weise mit seiner Umgebung zu verschmelzen scheint. Es hat einen humanoiden Körper, ist aber fast unsichtbar. Das Wesen metzelt den Mann nieder und schleppt die Leiche in die Bäume. Als der Rest der Gruppe eintrifft, sitzt am Ort des Geschehens nur noch die blutbespritzte, völlig geschockte Frau - aus ihr ist zunächst nichts vernünftiges herauszukriegen. Dann fallen weitere Kameraden dem unheimlichen Fremden zum Opfer. Es ist klar, daß das Wesen nichts mit den Guerillas zu tun hat und daß es auch für die Verstümmelung der Green Berets verantwortlich ist.
Was Dutch nicht weiß: Das Wesen ist ein Außerirdischer, der die Erde als Jagdrevier betrachtet. Der Jäger ist mit überlegener Technik ausgestattet, verwendet aber mit Vorliebe primitive Stich- und Schlitzwaffen, denn er betreibt die Jagd auf Menschen als Sport. Auf ein High-Tech-Hilfsmittel verzichtet er aber nie, und das ist seine Tarnvorrichtung, die eine genaue Wahrnehmung für seine Opfer unmöglich macht. Wie jeder Jäger sammelt auch der Außerirdische Trophäen - besonders die Schädel seiner Opfer haben es ihm angetan. Und wie jeder Jäger hat er es auf besonders prächtiges, gefährliches "Wild" abgesehen. Kein Wunder, daß die harten Kämpfer aus Dutchs Gruppe ihn so sehr reizen, daß er nicht mehr von ihnen abläßt. Die junge Frau interessiert ihn dagegen überhaupt nicht. Die Überlebenden verschanzen sich hinter Minen und Stolperfallen, da die Nacht hereinbricht. Am Ende ist aber nur noch Dutch übrig. Durch Zufall entdeckt er, daß der unbesiegbar scheinende Jäger auch Schwächen hat. Das Wesen nimmt seine Umgebung durch eine Art Infrarot-Sichtgerät wahr, und als Dutch in einen Tümpel fällt und schlammbedeckt wieder herauskriecht, kann der Jäger ihn nicht mehr erkennen. Außerdem gibt es in der Tarnvorrichtung bei Kontakt mit Wasser einen Kurzschluß, so daß Dutch seinen verdammt häßlichen Gegner jetzt endlich sehen kann.
Nach alter Rambo-Manier baut Dutch ein ausgeklügeltes Fallensystem aus Baumstämmen, Fallgruben und sonstigen primitiven, aber wirkungsvollen Gemeinheiten auf und lockt den Jäger mit sich selbst als Köder hinein. Der Plan geht auf, es wird allerdings verdammt knapp, denn der Jäger ist schließlich auch nicht auf den Kopf gefallen. Doch dann fällt ihm einer von Dutchs präparierten Baumstämmen auf den Kopf und fügt ihm schwere Verletzungen zu. Dutch nähert sich seinem gefallenen, noch lebenden Gegner und sieht, wie dieser irgend etwas an einem Armbandgerät einstellt. Sich verändernde Symbole erscheinen. Was kann das sein? Richtig: Ein Countdown! Dutch rennt weg, was das Zeug hält und bringt gerade genug Abstand zwischen sich und den Jäger, um die gigantische Explosion zu überleben. Dann erscheint letzendlich doch noch der ersehnte Evakuierungshubschrauber (in dem schon die junge Frau sitzt) und holt den ziemlich geschockten Dutch ab, dessen Weltbild zusammengestürzt ist - wieviele Außerirdische mögen wohl noch auf der Erde sein, die die Menschen lediglich als jagdbares Wild betrachten?
Der Film:
Bei solchen Filmen, in denen es scheinbar hauptsächlich um die explizite Darstellung von Gewalt geht, tut man sich natürlich etwas schwer zuzugeben, daß er einem gefällt. Ich gestehe: Er gefällt mir, wenn auch seine Mixtur aus Söldnerfilm und SF mich etwas irritiert hat, als ich den Film damals, 1987 im Truppenkino der Bundeswehrkaserne Schwarzenborn, erstmals gesehen habe. Und natürlich ist die Grundidee auch nicht schlecht: Da sind diese ultraharten, mit allen Wassern gewaschenen, mit Muskelpaketen bedeckten fiesen Kampfmaschinen, die mal eben eine komplette Guerillaeinheit ausradieren (diese ziemlich langen, vielleicht zu langen "Einleitungsszenen" sollen uns klarmachen, daß Dutch und seine Leute nach menschlichen Begriffen unbesiegbar sind). Dann kommt ein einziger Außerirdischer mit weit überlegener High-Tech-Ausrüstung und bringt die Jungs einen nach dem anderen ungehindert waidgerecht zur Strecke. Menschen als Jagdwild! Und zwar nicht irgendwelche Menschen, sondern solche, bei denen die Jagd sich lohnt und besonderen Spaß macht - denn was ein echter Waidmann ist, der liebt die Herausforderung!
Von den Gore-Szenen, mit denen in meiner Uncut-Version nicht gegeizt wird, und den auch heute noch beeindruckenden Spezialeffekten einmal abgesehen, bietet Predator selbstverständlich beste Horror-Action nach dem "Zehn kleine Negerlein" - Prinzip (also: Wer ist als nächster dran und wie wird es ihn erwischen?). Wenn der Jäger wieder einmal auftaucht und sich seine nächste Trophäe holt, dann geht der Puls unwillkürlich nach oben. Das ist spannend bis zur letzten Minute. Der Film versteht es auch ganz gut, dem Zuschauer die Sicht des Jägers zu vermitteln. Immer wieder einmal blickt man quasi durch seine Augen, dann wechselt die Darstellung in eine Falschfarben-"Infrarot"-Ansicht. Man begreift, daß er die Menschen keineswegs als gleichberechtigte Intelligenzwesen ansieht, sondern als Zielobjekte für sein sportliches Vergnügen. Vor diesem Hintergrund betrachtet ist auch das Macho-Gehabe von Dutch und seinen Leuten sowie ihr zynisches Verhältnis zur Gewalt zu ertragen, denn damit ist schließlich ganz schnell Schluss, sobald sie sich erst einmal am anderen Ende der Nahrungskette wiederfinden!
Kommen wir zum Hauptfaktor des Films: Dem Außerirdischen. Der ist inzwischen zu einer weiteren Filmikone geworden wie das Alien (gegen das er auch in Alien vs. Predator antreten muß), Jason, Pinhead und Konsorten. Das Wesen ist wirklich abgrundtief häßlich, dabei aber kraftvoll und intelligent, überlegen, gnadenlos und ziemlich arrogant - kurz gesagt: Wirklich furchteinflößend. Der Film hält sich übrigens an die Grundregel jeden Horrorfilms, die da lautet, daß man das Monster niemals richtig sehen darf. Erst beim Showdown darf es sich in voller Häßlichkeit zeigen. Zweiter "Haupt-Nebendarsteller" ist der Dschungel - er wirkt die meiste Zeit düster und bedrohlich, was dem Film seine besondere Atmosphäre verleiht.
Die DVD:
Tja, dazu gibt es kaum was zu sagen. Nur ein Kinotrailer bei den Extras, immerhin kann man den Film auch mit englischem Originalton gucken. Die Bildqualität ist gut, beim Ton hatte ich manchmal das seltsame Phänomen, daß er nicht bildsynchron war. Einmal STOP und wieder PLAY auf der Fernbedienung gedrückt und es war wieder okay...
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