Shape of Water


Shape of Water - Das Flüstern des Wassers (USA, 2017)
- The Shape of Water -

Blu-ray, Fox Home Entertainment
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: ca. 123 Minuten

Extras:
- Ein Märchen für unruhige Zeiten (28:55 Min.)
- Anatomie einer Szene: Prolog (3:14 Min.)
- Anatomie einer Szene: Der Tanz (4:50 Min.)
- Eine Unterhaltung mit James Jean (5:05 Min.)
- Guillermo del Toros Master-Class (13:27 Min.)
- Original Kinotrailer

Regie:
Guillermo del Toro

Hauptdarsteller:
Sally Hawkins (Elisa Esposito)
Michael Shannon (Richard Strickland)
Richard Jenkins (Giles)
Octavia Spencer (Zelda Delilah Fuller)
Michael Stuhlbarg (Dr. Robert Hoffstetler / Dimitri Mosenkov)
Doug Jones (Die Kreatur)




Inhalt

Im Occam Aerospace Research Center, einem Geheimlabor in Baltimore, wird in den Sechzigerjahren eine humanoide, aber nicht menschliche Kreatur gefangen gehalten. Richard Strickland, ein Colonel des US-Militärs, hat das Wesen in der Amazonasregion eingefangen. Die dortigen Eingeborenen haben die Kreatur wie einen Gott verehrt. Strickland und die im Labor tätigen Forscher gehen davon aus, dass das Wesen nicht intelligent ist. Man unterzieht es den verschiedensten teils brutalen Tests, denn das Militär will so schnell wie möglich Ergebnisse sehen. Die USA wollen einen Menschen ins All bringen, um mit dem erfolgreichen Weltraumprogramm der UdSSR gleichzuziehen. Da die Kreatur sowohl Kiemen als auch Lungen hat, besteht die Hoffnung, dass sich Erkenntnisse für die bemannte Raumfahrt gewinnen lassen. Niemand ahnt, dass Dr. Hoffstetler, einer der führenden Wissenschaftler in der geheimen Einrichtung, ein Ostspion ist. Strickland schreckt nicht vor der Folterung der Kreatur zurück. Eines Tages wehrt sich das Wesen und beißt dem Mann zwei Finger ab. Die Reinigungskräfte Elisa Esposito und Zelda Fuller machen anschließend sauber. Als Elisa mit dem Amphibienwesen allein ist, stellt sie fest, dass es sich keineswegs um ein wildes Tier handelt, sondern um ein empfindungsfähiges, im Grunde friedliches Wesen, das Musik mag und fähig ist, die Gebärdensprache zu erlernen.

Elisa ist stumm. Sie wurde als Kleinkind an einem Flussufer gefunden und ist in einem Waisenhaus aufgewachsen. Man nimmt an, dass sie damals eine Halsverletzung erlitten hat und deshalb nicht sprechen kann. Die Narben sind immer noch sichtbar. Elisa ist alleinstehend und hat kaum Sozialkontakte. Ihre einzigen echten Freunde sind ihr Nachbar Giles und Zelda. Nach und nach entwickelt sich zwischen Elisa und der Kreatur eine innige Beziehung. Zunächst weiß niemand im Labor etwas davon, nicht einmal Zelda. Schließlich erkennt Dr. Hoffstetler, was vorgeht. Er verrät Elisa nicht. Strickland beginnt sich für Elisa zu interessieren, allerdings aus anderen Gründen. Ihre Stummheit erregt ihn und er wird zudringlich. Elisa kann sich ihm gerade noch entziehen. Sie beobachtet, wie die Kreatur von Strickland gequält wird, kann aber nichts dagegen tun. Als sie erfährt, dass ihr Freund entgegen Dr. Hoffstetlers Votum viviseziert werden soll, weil die Forschungen auf der Stelle treten, beschließt sie zu handeln. Sie weiht Giles in ihren Plan ein, das Wesen aus dem Labor herauszuholen und es zu einem mit dem Meer verbundenen Kanal zu bringen, sobald dieser genug Wasser führt.

Nach einigem Zögern stehen Giles und später auch Zelda Elisa bei, doch das Vorhaben droht zu scheitern. Da greift Dr. Hoffstetler ein. Eigentlich sollte er die Kreatur töten, um zu verhindern, dass die USA etwas von ihr lernen, doch dazu ist er nicht bereit. Mit seiner Hilfe kann das Wesen aus dem Labor befreit werden. Es wird in Elisas Badewanne untergebracht. In der folgenden Zeit werden Elisa und die Kreatur, die sich in bestimmten anatomischen Details nicht allzu sehr von einem Mann unterscheidet, zum Liebespaar. Das Zusammenleben mit dem Wesen ist nicht ganz einfach (unter anderem muss es erst noch lernen, dass Hauskatzen nicht für den Verzehr gedacht sind), aber lohnend. Es stellt sich heraus, dass der Amphibienmann von den Menschen am Amazonas aus gutem Grund verehrt worden ist. Die Kreatur besitzt die Fähigkeit, andere Lebewesen zu heilen. So gewinnt Giles die längst verlorene Haarpracht zurück. Das Wesen selbst jedoch leidet darunter, nicht in Freiheit leben zu können. Es wird allmählich schwächer.

Strickland, der massiv vom Fünfsternegeneral Hoyt unter Druck gesetzt wird, ergreift alle denkbaren Maßnahmen, um die Kreatur zurückzuholen. Er beschattet Hoffstetler, der von seinen russischen Vorgesetzten die Mitteilung erhalten hat, dass seine Rückführung in die Heimat bevorsteht. In Wahrheit soll er eliminiert werden. Am Treffpunkt wird er unter Feuer genommen und tödlich verwundet. Strickland erschießt die Attentäter und holt zumindest einen Teil der Wahrheit aus dem im Sterben liegenden Hoffstetler heraus. Er stattet Zelda einen Besuch ab und erfährt von deren Mann, dass Elisa hinter der Entführung der Kreatur steckt. Zelda warnt Elisa telefonisch. Gemeinsam mit Giles bringt Elisa die Kreatur zum Kanal. Strickland stellt sie und schießt die Kreatur sowie Elisa nieder, hat aber nicht mit den Selbstheilungskräften der Kreatur gerechnet. Der Amphibienmann schlitzt Stricklands Kehle auf und springt mit Elisa auf den Armen in den Kanal, während Zelda mit der Polizei eintrifft. Unter Wasser setzt die Kreatur ihre Kräfte ein, um Elisas Wunden zu heilen und die Narben an ihrem Hals in Kiemen zu verwandeln.


Kringels Meinung

Vielleicht bin ich mit zu großen Erwartungen an "The Shape of Water" herangegangen, was wohl daran liegt, dass er unter anderem mit den Oscar für den besten Film ausgezeichnet wurde. Nun, "The Shape of Water" ist zweifellos ein sehr schöner Film mit viel Herz und Phantasie sowie tollen schauspielerischen Leistungen. Es ist ein handwerklich perfekt gemachtes Märchen für Erwachsene mit einer ganz besonderen Ästhetik und Bildern, die in Erinnerung bleiben. Den sozialkritischen Inhalt habe ich nicht übersehen und diverse Absurditäten (z.B. das geflutete Badezimmer) stören mich aufgrund der traumartigen Atmosphäre überhaupt nicht. Ich habe mich auch nicht gelangweilt und über das Happy-End habe ich mich gefreut. Aber so richtig mitreißend, spannend oder berührend fand ich den Film auch wieder nicht. Er hat mich nicht gepackt, ich fand die Story nicht einmal sonderlich originell. Der Funke wollte irgendwie nicht überspringen. Mehr fällt mir dazu beim besten Willen nichts ein!


Extras

Warum hat sich niemand die Mühe gemacht, die zum Bonusmaterial gehörenden Einzelfeaturettes zu einer einheitlichen Dokumentation zusammenzufassen und dabei die eine oder andere Redundanz auszubügeln? Im wesentlichen sind die Beiträge nämlich alle gleich aufgebaut: Filmausschnitte, Hinter-den-Kulissen-Material, Interviews mit Cast & Crew und Bilder aus Guillermo del Toros Skizzenbuch sowie andere Konzeptzeichnungen, Modelle etc. ermöglichen einen ganz guten Einblick in den Produktionsprozess, wobei der Schwerpunkt auf dem ganz hervorragenden Kreaturendesign liegt. Es ist schon erstaunlich, wie viel Aufwand in den Amphibienmann-Ganzkörperanzug gesteckt wurde und wie wenig CGI-Ergänzungen zum Einsatz gekommen sind. Es wird auch auf den Kulissenbau eingegangen. Interessanterweise wurden Bühnenbilder der Fernsehserie "The Strain" wiederverwertet, die nach der Einstellung dieser Serie nicht mehr gebraucht wurden. Guillermo del Toros Erläuterungen sind sehr aufschlussreich. Man erfährt, dass so ziemlich jedes Detail eine bestimmte Bedeutung hat. Und ich hätte nicht gedacht, dass so manche Unterwasserszene gar nicht unter Wasser gedreht worden ist. Mit etwas Kinomagie wurde lediglich der Eindruck erweckt, dass dem so sei - siehe Wikipedia-Artikel "Dry-for-wet".


J. Kreis, 31.01.2019




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