![]() |
Die Brücke von Arnheim (USA/GB, 1977) - A Bridge Too Far - DVD - Regionalcode 2, MGM/United Artists FSK: 12 Laufzeit: ca. 160 Minuten Extras Audiokommentar des Drehbuchautors William Goldman Regie: Richard Attenborough Hauptdarsteller: Sean Connery (Generalmajor Robert Urquhart) Anthony Hopkins (Oberstleutnant John Frost) Gene Hackman (Generalmajor Stanislaw Sosabowski) James Caan (Staff Sergeant Eddie Dohun) Dirk Bogarde (Generalleutnant Frederick Browning) Michael Caine (Oberstleutnant John Ormsby Evelyn Vandeleur) Ryan O'Neal (Brigadegeneral James M. Gavin) Robert Redford (Major Julian Cook) Hardy Krüger (SS-Brigadeführer Ludwig) Maximilian Schell (SS-Obergruppenführer Wilhelm Bittrich) Walter Kohut (Generalfeldmarschall Walter Model) Wolfgang Preiss (Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt) Inhalt:
Operation Market Garden: Im September 1944, drei Monate nach der Landung alliierter Truppen in der Normandie, sollen Fallschirmspringer wichtige Brücken in Eindhoven, Nimwegen und Arnheim erobern und solange halten, bis Bodentruppen durch den so geschaffenen Korridor nachgerückt sind. Auf diese Weise wollen die Alliierten den Westwall umgehen und ins Ruhrgebiet vorstoßen, das Industriezentrum des Deutschen Reiches, um den Krieg rasch zu beenden. Die Landungen erfolgen am 17. September. Die Brücken von Eindhoven und Nimwegen können nach und nach erobert werden, so dass die von Oberstleutnant Vandeleur angeführten Panzertruppen allmählich vorrücken können. Sie stoßen jedoch auf unerwartet heftigen Widerstand und kommen auf den engen Straßen weit langsamer voran als geplant. Die Geheimpläne über Market Garden fallen den Deutschen in die Hände, doch Generalfeldmarschall Model, der sich im Kampfgebiet aufhält, glaubt an ein Täuschungsmanöver. Er ist der Meinung, der alliierte Vorstoß gelte allein seiner Person, und ergreift deshalb nicht die richtigen Maßnahmen. Außerdem verbietet er die vorsorgliche Sprengung der Brücke von Nimwegen. SS-Brigadeführer Ludwig will die Brücke dennoch vernichten, als die ersten alliierten Panzer darüberrollen, doch die Sprengladungen versagen. So schreitet der Vorstoß britischer und amerikanischer Truppen, die von polnischen Einheiten unter Generalmajor Sosabowski unterstützt werden, scheinbar unaufhaltsam voran.
Dieser Kriegsfilm gibt die komplette Operation Market Garden von der Planungsphase bis hin zum Rückzug der Briten einigermaßen korrekt wieder. Ich kenne mich in der Geschichte nicht gut genug aus, um es wirklich beurteilen zu können, habe aber gelesen, dass z.B. Arnheim schon vor dem Gegenangriff der Deutschen schwer zerstört worden ist - und zwar durch alliierte Bombenangriffe. Auch sollen die Pläne zur Operation Market Garden durchaus nicht als Fälschungen abgetan worden sein. Und den von Hardy Krüger gespielten SS-Brigadeführer Ludwig hat es (zumindest bei der Schlacht um die Brücken) wohl nicht gegeben. Aber das sind Abweichungen, mit denen man leben kann. Für eine Laufzeit von über zweieinhalb Stunden ist meine Zusammenfassung vergleichsweise kurz ausgefallen, was daran liegt, dass ich sozusagen nur die historischen Fakten wiedergegeben habe. Viele Kampfhandlungen wie die von General Gavin geführten Angriffe, die Flussüberquerung von Major Cook, die Flucht von General Urquhart usw., sowie verschiedene Nebenhandlungen (z.B. Vater und Sohn im niederländischen Widerstand... die Einquartierung von Verletzten in Kate Ter Horsts Haus... Eddie Dohun, der einen Feldarzt mit der Waffe bedroht, um seinen Kameraden zu retten) habe ich beiseite gelassen, denn sonst wäre ich gar nicht mehr zum Ende gekommen. Alle derzeit (Juni 2009) in Deutschland erhältlichen Versionen dieses Films sind leicht gekürzt. Die Gründe dafür sind mir nicht bekannt, denn es handelt sich durchweg um Dialogszenen. Zum Beispiel fehlt eine Szene mit dem jungen Offizier, dessen Warnungen vor den nach Arnheim verlegten deutschen Panzertruppen ignoriert wurde. Darin wird ihm von einem Arzt unterstellt, er sei vermutlich einfach überarbeitet. Leider sind mir an einzelnen (zum Glück nur wenigen) Stellen ziemlich krasse Bildfehler aufgefallen. Gerade bei einem filmischen Meisterwerk wie diesem wäre etwas mehr Sorgfalt und ein bisschen digitale Korrektur doch wohl nicht zuviel verlangt gewesen? Am Ton habe ich weniger auszusetzen. Man sollte übrigens der englischen Originalversion den Vorzug geben, denn nur so kommen die deutschsprachigen Dialoge (die deutschen Schauspieler wurden nicht synchronisiert, es werden nur englische Untertitel eingeblendet) sowie die Unterschiede in der Sprechweise von Briten und Amerikanern zur Geltung. J. Kreis, 14.06.2009 |