![]() |
Last Action Hero (USA, 1993) DVD - Regionalcode 2, Columbia Tristar Home Entertainment FSK: 12 Laufzeit: ca. 125 Minuten Extras Kinotrailer, Filmdokumentation, Musikvideo "Big Gun" von AC/DC, Künstlerprofile (Texttafeln) Regie: John McTiernan Hauptdarsteller: Arnold Schwarzenegger (Jack Slater / Arnold Schwarzenegger) Austin O'Brien (Danny Madigan) Charles Dance (Benedict) Anthony Quinn (Tony Vivaldi) Art Carney (Frank) Inhalt:
Danny Madigan, elf Jahre alt, flüchtet sich immer wieder in die Traumwelt des Kinos. Sein größtes Vorbild ist der unbesiegbare Actionheld Jack Slater, gespielt von Arnold Schwarzenegger, dessen Filme er auswendig kennt. Eines Tages erhält er von seinem Freund, dem alten Filmvorführer Frank, eine magische Eintrittskarte. Außerdem zeigt Frank ihm in einem leeren Kinosaal den neuesten Jack-Slater-Film, der noch gar nicht offiziell läuft. Plötzlich zeigt der Kartenabriss, was in ihm steckt: Danny wird buchstäblich in die Handlung des Films hineingezogen und findet sich unversehens mitten in einer Actionszene wieder. Er liegt auf dem Rücksitz von Slaters Auto, der sich gerade eine explosive Verfolgungsjagt mit fiesen Gangstern liefert. Danny schafft es zunächst nicht, Slater davon zu überzeugen, dass alles nur ein Film ist. Dass in dieser Filmwelt immer nur die Guten gewinnen, Slater selbst nie auch nur einen Kratzer abbekommt, überall nur Topmodels herumlaufen und sich auf der luxuriösen Polizeidienststelle die absonderlichsten Gestalten die Klinke in die Hand geben, ist für Slater völlig normal. Weil Danny erstaunlich viel über den aktuellen Fall weiß, erklärt Slaters Chef die beiden zu Partnern.
Ich habe eine ganze Reihe negativer Kritiken über diesen Film gelesen, die alle eines gemein haben: Die Kritiker haben nicht begriffen, dass dies kein Actionfilm ist, sondern die Parodie eines Actionfilms - und dass die Handlung längere Zeit in einem fiktiven Universum spielt, in dem andere Regeln gelten und das Danny sich vermutlich nur erträumt hat. Die unzähligen unglaubwürdigen Geschehnisse, unrealistischen Stunts, Logikfehler usw. sind eigentlich keine Fehler, sondern sie wurden natürlich mit Absicht eingebaut. Die Action wird derart übertrieben und die Figuren werden so überzeichnet, dass eigentlich klar sein müsste: Das ist nicht ernst gemeint, das ist eine Persiflage. Vielleicht hat man das dem armen Arnold Schwarzenegger damals - zwei Jahre nach Terminator 2 - noch übel genommen, d.h. vielleicht war das der Grund für die Negativkritiken. Ich halte Last Action Hero für einen herrlich selbstironischen Film, der so mit Anspielungen und Zitaten vollgepackt ist, dass man ihn immer wieder anschauen kann und trotzdem jedes Mal ein neues Detail entdeckt. Jedes Actionfilm-Klischee wird durch groteske Übertreibung auf die Schippe genommen: Jack Slaters Unverwüstlichkeit, seine One-Liner, seine leere Wohnung mit x-mal dem gleichen Outfit (incl. Pistole) im Schrank, die Beklopptheit der Bösewichte und ähnliches sind typische Beispiele dafür. Eine der unzähligen witzigen Szenen: Slater kriecht aus einem Teersumpf, ist über und über mit dem klebrigen schwarzen Zeug bedeckt. Man reicht ihm ein kleines Papiertaschentuch. Szenenwechsel: Schon ist Slater wieder sauber wie aus dem Ei gepellt. Ziemlich spartanisch ausgestattet, die DVD. Die so genannte "Filmdokumentation" ist nur ca. 6 Minuten lang und enthält kaum mehr als Filmausschnitte und kurze Interview-Fetzen mit Regisseur und Darstellern, die wiederum fast nur aus Nacherzählungen der Handlung bestehen. Immerhin: Das Musikvideo von AC/DC ist witzig, denn Arnie spielt selbst mit: Er tritt in einem Angus-Young-Kostüm auf! J. Kreis, 10.05.2007 |