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Zur Archiv-Startseite Zur Übersicht der Kommentare 28.06.2005 – 12.07.2005: Kleine Griechenland-Rundfahrt Für unseren diesjährigen Sommerurlaub stand die letzte große Sehenswürdigkeit Griechenlands auf dem Programm, die wir bisher noch nicht besucht haben: Delphi. Das Bild zeigt das Athene-Heiligtum, dies ist der weitaus kleinere Teil der zweigeteilten Ausgrabungsstätte. ![]() Fuhren deshalb von Thessaloniki aus mit einem Mietwagen zunächst nach Süden. Man kann Delphi bequem in ca. 5 Stunden erreichen, denn zwischen Thessaloniki und Athen erstreckt sich eine über endlose Kilometer schnurgerade verlaufende Autobahn, die so gut ausgebaut ist (und auf der man den Großstadtmoloch Thessaloniki vom Flughafen aus im weiten Bogen umfahren kann), dass so manche deutsche Autobahn sich dagegen fast erbärmlich ausnimmt. Verlässt man allerdings diese Autobahn, muss man sich auf einige Besonderheiten des griechischen Straßenverkehrs einstellen. Die meisten Griechen schneiden nämlich grundsätzlich alle Kurven und überholen selbst in den unübersichtlichsten Serpentinen, getreu dem Motto "ich sehe nichts, also kann da auch niemand kommen". Standspuren werden, sofern vorhanden, generell mitbenutzt. Man sollte nie im fließenden Verkehr links abbiegen, wenn es keine gesonderte Linksabbiegerspur gibt. Damit rechnen die Griechen nicht! Lieber rechts ranfahren und warten, bis die Straße frei ist. Plötzliches Anhalten mit Warnblinker gehört übrigens offenbar zu den Lieblingsbeschäftigungen der Griechen. Den typischen griechischen Autofahrer kann man sich in etwa so vorstellen: Der linke Arm hängt lässig weit aus dem Seitenfenster. Mit der rechten Hand wird nicht nur gelenkt und geschaltet, sondern gleichzeitig ein Styroporbecher mit Nescafé frappé, eine Zigarette oder ein Handy gehalten… ![]() Nach kurzen Abstechern zur wildromantischen Gebirgslandschaft der Vikos-Schlucht, wo es schon mal ziemlich kühl werden kann (es gibt dort sogar Skigebiete! Im Sommer ist geradezu Nebensaison, so dass die Pensionen in den winzigen Bergdörfern viel billiger sind) und nach Vergina, wo sich das unglaublich prächtige Grab von Philipp II., Vater von Alexander dem Großen, befindet, erreichten wir unser Urlaubsdomizil für die letzte Woche: Sarti auf dem Sithonia-"Finger" der Chalkidiki-Halbinsel. Auf der Sithonia gibt es viele kleine Buchten mit herrlichen Stränden, wo man noch ganz allein sein kann. Dieser "Finger" ist auch landschaftlich schöner als die Kassandra, der erste "Finger" der Chalkidiki, und nicht so von Touristen überlaufen. Auf der Chalkidiki machen übrigens sehr viele Griechen Urlaub, vor allem Wochenend-Ausflügler aus Thessaloniki. Es empfiehlt sich daher, von Freitag bis Sonntag nicht mit dem Auto unterwegs zu sein oder mehr Zeit einzuplanen – endlose Staus sind vorprogrammiert. ![]() So bekommt man dann doch einige der Klöster zu Gesicht, z.B. das oben abgebildete Panteleimonos-Kloster. Zur Archiv-Startseite Zur Übersicht der Kommentare |