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Perry Rhodan Action Band 11: Gericht der Regenten

Autor: Wim Vandemaan

Inhalt

Fürstin Mifany del Falkan wurde befreit, Perry Rhodan ist zurück im Palast der Kristalle. Er möchte mit dem Archäologen Curtiz Newton über bestimmte Forschungsergebnisse sprechen und fällt beinahe einem Bombenanschlag zum Opfer, als er dessen Zimmer betritt. Eine Untersuchung der Überreste des Sprengkörpers erbringt das Ergebnis, dass Rhodans und Newtons Überleben kein Zufall war. Die Bombe war keineswegs so primitiv, wie es auf den ersten Blick ausgesehen hatte. Ihre Splitter haben Rhodan absichtlich verfehlt. Rhodans Verblüffung ist perfekt, als Cosmai Cetera sich wenig später nicht nur als Urheberin des Anschlags, sondern auch als Gestaltwandlerin aus dem nichtmenschlichen Volk der Molembu zu erkennen gibt. Ihr wahrer Name lautet Ziriana Mirios. Sie behauptet, eine Regentin der Energie zu sein und Perry Rhodan gegen die anderen Regenten helfen zu wollen. Rhodan weiß nicht so recht, ob er Ziriana vertrauen kann. Daraufhin erzählt sie ihm ihre Lebensgeschichte.

Ziriana hat ihre sterbende Welt schon vor vielen Jahrtausenden verlassen und sich in der Gestalt eines Arkoniden an der Eroberung des Demetria-Sternhaufens beteiligt. Sie hatte damals die Seiten gewechselt und sich den Regenten angeschlossen. Ihr war der Rang einer Perpet-Regentin zuerkannt worden und sie war maßgeblich an der Entwicklung jenes Langzeitplans beteiligt, der schließlich zum Attentat auf Perry Rhodan geführt hat. Schon vor einigen Jahren hat Ziriana Cosmai Ceteras Gestalt angenommen und für die Regenten auf Trafalgar spioniert. Angeblich trägt sie die "Essenz" der Administratorin in sich und hegt echte Gefühle für Perry Rhodan. Der ist verwirrt, denn die schöne Administratorin war ihm nicht gleichgültig. Er geht auf Zirianas Vorschlag ein, mit einem arkonidischen Raumjäger zur AURATIA zu fliegen. Es soll so dargestellt werden, als sei er Zirianas Gefangener.

Auf der AURATIA wird O-Mare-Teskas Klon weiter gefoltert, bis er alles über die Ereignisse vor 13.000 Jahren verrät. So erfährt Lok-Aurazin, dass O-Mare-Teska der Hauptverantwortliche für den Diebstahl der AURATIA und ihre Versenkung im Ozean von Falkan war. Er war auch als Friedensstifter zwischen den Grall, den Magadonen und den Arkoniden aufgetreten.

Rhodan und Ziriana treffen auf der AURATIA ein. Lok-Aurazin sperrt den Terraner in die Gefängniszelle des Klons, den er erschießt. Dann aktiviert er die Robotgarde von Magadon, eine Flotte robotgesteuerter Kampfschiffe. Rhodan hat noch einen Trumpf in der Hinterhand: Gucky ist unbemerkt mit auf die AURATIA gekommen.

Kommentar

Zum jetzigen Zeitpunkt kann man die Geschichten, die in diesem Roman erzählt werden, nur noch als Lückenfüller bezeichnen. Es werden lediglich Dinge rekapituliert und dabei ausführlicher ausgearbeitet, die uns längst bekannt sind. Warum kommt das erst jetzt? Warum hat man diese "Enthüllungen" nicht schon zur Zyklen-Halbzeit gebracht, wo sie weit wirksamer gewesen wären? Jetzt entlocken sie dem geneigten Leser kaum mehr als ein müdes Schulterzucken. Nichts davon ist jetzt noch in irgendeiner Weise handlungsrelevant. OK, es kommt noch die Enthüllung von Cosmais wahrer Identität hinzu. Auch das reißt mich aber nicht mehr vom Hocker. Wenigstens bleibt die Gestaltwandlerin noch undurchsichtig, d.h. man weiß nicht, ob sie wirklich aus Liebe handelt (kann ich mir eigentlich nicht vorstellen), oder ob sie Rhodan nur deshalb hilft, weil sie in ihm den voraussichtlichen Sieger erkannt hat. Nach wie vor frage ich mich aber, warum Rhodan es dabei belässt, mit ihr und Gucky zur AURATIA zu fliegen. Wann ruft er endlich die Solare Flotte herbei? Oder die arkonidische Schlachtflotte? Oder die USO?

Obwohl dieser Roman also kaum für einen Handlungsfortschritt sorgt und nur dazu da ist, um alle Hauptfiguren in die Ausgangspositionen für das "große Finale" zu bringen, gefällt er mir doch sehr gut. Er hat alles, was die meisten bisherigen Romane nicht hatten: Tempo, trockenen Humor, launige Dialoge... all das weckt jetzt, fast am Ende des Minizyklus, doch noch den Nachhall einer Erinnerung an das Flair der "alten Tage" in mir. So ungefähr habe ich die Romane aus der Anfangszeit der Serie in Erinnerung. Hartmut Kasper verzichtet fast ganz auf die sonst für ihn typischen Spintisierereien und er gerät nicht ins Schwafeln. Sein Stil, sein Ideenreichtum und seine Formulierkunst machen den Roman zum bis jetzt einzigen Highlight dieses Minizyklus.

Piruum, der von überall Verwiesene, angeblicher Arkoniden-Sternengott Nr. 13, ist das einzige Fragezeichen, das nach der Lektüre übrig bleibt. Ist das wieder so eine typische "Kasperei", die nichts weiter zu bedeuten hat - oder kommt da noch was?

J. Kreis, 25.08.2008


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