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Perry Rhodan Action Band 12: Die Robotgarde

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Zwar haben nicht alle Kampfschiffe der Robotgarde die Jahrtausende überstanden, aber insgesamt folgen noch fast 8900 schwer bewaffnete Raumer Lok-Aurazins Reaktivierungsbefehl. Allerdings haben die letzten Regenten nicht lange Gelegenheit, sich über diese Streitmacht zu freuen, denn Ziriana Mirios hat sie sabotiert, so dass alle bis auf 143 Schiffe nach einem Überlichtflug im Inneren einer Sonne materialisieren. Außerdem legt sie den Antrieb der AURATIA lahm und sorgt dafür, dass einige Regentengardisten ab sofort für Rhodan kämpfen. Lok-Aurazin schickt die letzten Robotschiffe nach Falkan, doch dort wird ihnen ein heißer Empfang bereitet, den nur acht überstehen: Ziriana hat die Arkoniden vorgewarnt.

Rhodan, Ziriana, Gucky und die Regentengardisten versuchen nun, die Zentrale der AURATIA zu erobern. Der Mausbiber tötet die letzten beiden subalternen Regenten, Ziriana kommt bei einer Bombenexplosion ums Leben. Lok-Aurazin aktiviert zum Schein einen Selbstvernichtungscountdown. Rhodan fällt auf den Trick herein und lässt sich von Gucky auf die inzwischen eingetroffene STERNENSTAUB teleportieren. Nachdem er sich Futter in Form einiger Magadu von Lamar-Grall geholt hat, inszeniert Lok-Aurazin mit den letzten Robotraumern einen Ablenkungsangriff auf die arkonidische Flottenbasis Surkos. Rhodan, inzwischen nach Imperium-Alpha zurückgekehrt, erfährt von einigen Magadu, was der Prim-Regent wirklich vorhat: Er will mit der AURATIA mitten in den Kern des Planeten Terra springen und diesen somit vernichten.

Indem sie Kontakt mit der Zellsubstanz des toten Klons von O-Mare-Teska aufnehmen und die Vitalenergie von Rhodans Zellaktivator anzapfen, gelingt es den Magadu, sich selbst und den Terraner auf die AURATIA zu versetzen. Sie verlieren dabei aber ihr Leben, so dass Rhodan seinem Erzfeind allein gegenübertreten muss. Die Regentengardisten zerstören in Rhodans Auftrag das Überlichttriebwerk. Rhodan zerschießt einige Maschinen, deren Überschlagsblitze Lok-Aurazin scheinbar verbrennen lassen. Die AURATIA wird schließlich durch Explosionen zerrissen, Rhodan rettet sich zuvor in den freien Weltraum. Doch auch Lok-Aurazin entgeht der Vernichtung. Er verleibt sich die Energie der von ihm gefangenen Magadu ein und teleportiert ins Unbekannte. Rhodan treibt mit defektem Funkgerät im All und kann nur hoffen, irgendwann von Freunden aufgefischt zu werden.

Kommentar

Das war in aller Kürze das wenig aufregende, ziemlich unrühmliche Finale eines absoluten Tiefpunkts in der Geschichte der Perry Rhodan - Serie. Beginn und Ende dieses Romans sind billigste Effekthascherei und auch ziemlich sinnlos, denn selbst unbedarfteste Leser, die außer dem Action-Schund noch keinen anderen PR-Roman gelesen haben, dürften sich darüber im Klaren sein, dass Terra wohl kaum durch eine Arkonbombe vernichtet wird, und dass Perry vermutlich eher nicht im Jahre 2166 an Sauerstoffmangel zugrunde gehen wird, wenn er in der Erstauflage im Jahr 1346 NGZ die Entstehung einer Negasphäre verhindern muss. Wie hat er es übrigens geschafft, sich mit einem einfachen Schutzanzug ohne eigenen Antrieb schnell genug von einem explodierenden Großraumschiff zu entfernen, um nicht mit in den Untergang gerissen zu werden?

Bis zum bitteren Ende funktionieren die Regenten einfach nicht als Gegner. Sie waren zu keinem Zeitpunkt in diesem Minizyklus eine auch nur ansatzweise ernst zu nehmende Bedrohung, und kaum haben sie endlich die Mittel (die Robotflotte) an der Hand, um vielleicht doch noch auftrumpfen zu können, da werden diese Mittel schon wieder in kürzester Zeit abserviert. Auf ziemlich fadenscheinige Weise übrigens, denn wenn man bedenkt, welche Schwierigkeiten die Regenten damit hatten, die AURATIA unter Kontrolle zu bekommen, dann erscheint es kaum glaubwürdig, dass Ziriana das völlig unbemerkt fertig bringt, kaum dass sie auf dem Schiff eingetroffen ist. Da bleibt dann nur noch der Kampf Mann gegen Mann respektive Roboter - wieder mal. Etwas anderes scheinen manche Autoren sich unter dem Begriff "Action" einfach nicht vorstellen zu können.

Immerhin sorgt ein Beispiel für typisch Montillon'sche Formulierungsschwächen für kurze Erheiterung: "Gucky musste mit dem Gleichgewicht kämpfen, um nicht in die Tiefe zu stürzen." Böses Gleichgewicht! Wirst du wohl loslassen! Mich zerrst du nicht in die Tiefe! Köstlich.

Nein, das war nichts. Jedenfalls nicht für mich. Den Folgezyklus tu' ich mir nicht an, mit diesem Roman soll Schluss sein. Das muss man den Autoren immerhin hoch anrechnen: Auch wenn Lok-Aurazin vielleicht für irgend einen späteren Roman aufgespart wird, so ist der Zyklus wohl tatsächlich in sich abgeschlossen. Man versucht also nicht, Kasse mit dummen Fans wie mir zu machen, die ihre Neugier nicht zügeln können und trotz heftigsten Unwillens weiterlesen, weil sie einfach wissen müssen, wie es weitergeht...

J. Kreis, 06.09.2008


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