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Perry Rhodan Action Band 2: Sturm der Kriegsandroiden

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Nach 24 Stunden der Bewusstlosigkeit wird Perry Rhodan durch den Angriff eines Verheerer-Roboters geweckt. Leutnant Floran Mareli vernichtet die Kampfmaschine und rettet Rhodans Leben, wird dabei aber selbst durch ein herumfliegendes Trümmerstück getötet. Wenig später trifft Rhodan mit seinen anderen Gefährten zusammen, nur von Tako Kakuta fehlt zunächst jede Spur. Er taucht jedoch bald danach auf. Für Dr. Jiang Zhou ist klar, dass die Überdosis an Aufputschmitteln, die der Mutant geschluckt hat, zu vorübergehenden Hirnschäden geführt hat. Kakuta vollführt deshalb unkontrollierte Teleportersprünge. Sie stellt ihn ruhig, so dass er nicht wieder verschwinden kann, aber er muss dringend ärztlich behandelt werden, wenn er überleben soll. Von angreifenden Kampfrobotern, die besiegt werden können, erbeuten die Terraner eine Antigravscheibe. Auf diese Weise erreichen sie zwei Tage später endlich Trafalgar City.

Dort sind auch die anderen Überlebenden der JUNO bereits eingetroffen. Leutnant Milton Schramm baut gute Beziehungen zu der jungen Administratorin Cosmai Cetera auf. Inzwischen haben die Kampfroboter ihre Angriffe eingestellt, aber in der Stadt ist es zu großen Zerstörungen gekommen. Zum Glück wurde der Schwere Kreuzer STERNENSTAUB, das erste in der Nelson-Werft fertig gestellte Schiff, nicht beschädigt. Dass das kein Zufall ist, ahnen die Menschen noch nicht. Jiang Zhou kümmert sich weiterhin um Kakuta, der in ein Krankenhaus gebracht wurde. Der Teleporter ist bald wieder auf den Beinen, einsatzfähig ist er aber noch nicht. Rhodan, der Cosmai Cetera über seine bisherigen Erkenntnisse informiert hat, besichtigt das neue Raumschiff am 11. März 2166. Plötzlich wird das Schiff von Kampfrobotern und Täuscher-Kriegsandroiden angegriffen. Auch in der Stadt kommt es wieder zu schweren Kämpfen, bei denen die einzigen beiden weiteren Kampfschiffe der Victorier vernichtet werden.

Es ist die Absicht Lok-Aurazins und der anderen aus ihrem Kälteschlaf erwachenden Regenten der Energie, die STERNENSTAUB zu kapern. Das Schiff spielt eine wichtige Rolle in ihren Plänen. Die Kampfroboter kommen aus einem Transmitter, der in einer Kaverne unter dem Square-Park von Trafalgar City steht. Rhodan überlässt Milton Schramm die Verteidigung des Kreuzers und kümmert sich selbst darum, den Transmitter zu zerstören. Es öffnen sich aber weitere Kavernen ähnlicher Art - offensichtlich ist die Stadt auf alten Anlagen errichtet worden, die dem Feind gehören. Aus einer dieser Anlagen schiebt sich ein Geschütz nach oben, mit dem die STERNENSTAUB abgeschossen werden soll. Schramm hat nämlich erkannt, dass weitere Kampfroboter anrücken, und will das Schiff in den Orbit bringen, bevor die Verstärkung des Feindes es entern kann.

Rhodan zerstört auch die zweite Kaverne, die STERNENSTAUB ist gesichert. Als wieder Ruhe herrscht, begibt Rhodan sich in die Archive der Kolonie. Er kann sich nicht vorstellen, dass man bei der Besiedlung keinerlei Anzeichen der alten Anlagen gefunden hat. Tatsächlich stößt er auf Daten, denen zufolge sich dort, wo Trafalgar City erbaut werden sollte, eine Jahrtausende alte versunkene Stadt befunden hatte. Allerdings waren diese Daten manipuliert und später ignoriert worden. Rhodan geht deshalb davon aus, dass es unter den Victoriern mindestens einen gegnerischen Spion geben muss. Seine Erkenntnisse hält der Großadministrator vorerst geheim.

Kommentar

Man kann den Autoren der neuen PR-Miniserie ja einiges vorwerfen (und ich fürchte, genau das habe ich in meinem Kommentar zum ersten Heft ausgiebig getan), aber nicht, dass sie ihre Versprechen nicht einlösen würden. "Action" heißt die Serie, und Action - jedenfalls das, was die Autoren sich darunter vorstellen - wird auch geboten. Exposé-Autor Montillon schreibt in der LKS dieses Hefts, dass die Romane nicht aus 60 Seiten Geballere bestehen. Nun, offenbar hat er Feldhoffs Roman nicht gelesen, denn dort ist genau das der Fall. Auch jede einzelne der ersten 10 Seiten des zweiten Romans enthalten Geballere, und das geht dann auch so weiter. Zum Glück ist es aber diesmal nicht ganz so schlimm wie bei Feldhoff. Montillon nimmt sich tatsächlich die Zeit, ein wenig auf die Hauptpersonen des Romans einzugehen. Auf der LKS schreibt er außerdem, die Charaktere seien wichtig und die Story sei entscheidend. Tja, dabei dürfte es sich um reine Lippenbekenntnisse handeln, denn was Charakterentwicklung sowie Spannung und Vielschichtigkeit der Geschichte angeht, so ist auch sein eigener Beitrag zur neuen Serie eher schwach. Selbst Perry denkt am Anfang des Romans: "Wann hat das endlich ein Ende?" - er meint damit das Geballere. In diesen Stoßseufzer kann ich nur einstimmen. Dauernd wird behauptet, in der Action-Serie wolle man sich auf die Qualitäten der alten PR-Zyklen besinnen. Liebe Autoren, ich glaube, behaupten zu dürfen, dass diese Qualitäten nicht in der minutiösen Schilderung Dutzender Kampfszenen in einem einzigen Roman bestanden haben.

Die Kampfroboter der Regenten der Energie sind ja ganz schön ineffektiv. Die schaffen es nicht mal, drei ungeschützte Menschlein zu töten, sondern werden von deren schwachen Handstrahlern vernichtet. Rhodan bringt es auch diesmal wieder fertig, schneller zu handeln, als die positronischen Gehirne der Kampfroboter reagieren können, und wirft sich vor ihnen in Deckung. Au weia. Rhodan weiß, dass auf Trafalgar ein mörderischer Feind lauert. Aber statt sich über Verteidigungsmaßnahmen Gedanken zu machen, die Abwehr in der Stadt zu organisieren und seine eigenen Leute zu diesem Zweck einzuteilen, besichtigt er erstmal in aller Seelenruhe das neue Raumschiff. Gut, das muss er natürlich tun, schließlich muss er vor Ort sein, um mitballern zu können, wenn wieder einmal Roboter angreifen. Erneut: Au weia. Wie nennt man das? "Plot-driven", glaube ich. Nun, immerhin bietet dieser Roman wenigstens Unterhaltung, wenn auch solche der anspruchslosesten Art. Er ist deshalb gut geeignet zur Lektüre in einem lauten, überfüllten Intercity-Zug...

Wer könnten diese Regenten der Energie wohl sein? Berücksichtigt man, dass sie (oder wenigstens Lok-Aurazin) eine besondere Beziehung zu Rhodan zu haben scheinen, d.h. dass ihnen dieser Mann aus irgendeinem Grund ein ganz besonderer Dorn im Auge ist, dann könnte man auf den Gedanken kommen, es könne sich um bereits bekannte alte Gegner handeln. Vielleicht die Akonen? Die Regenten sind offenbar humanoid, ihre Stadt ist Jahrtausende alt. Vielleicht ist in Lok-Aurazins Memokugel ja zu sehen, wie Rhodan die Akonen deklassiert? Die Bezeichnung "Regenten der Energie" könnte auch ein Hinweis in diese Richtung gehen, denn die Akonen hatten es ja immer mit der Energie, siehe zum Beispiel "Energiekommando". Die Meister der Insel können eigentlich nicht gemeint sein, denn mit denen hatte Perry bis 2166 noch nichts zu tun.

J. Kreis, 19.04.2008


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