
Online-Lexikon zur PR-Serie
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Perry Rhodan Action Band 4: Festung der Regenten
Autor: Achim Mehnert
Inhalt
Die nach der Schlacht um Trafalgar City geborgene humanoide Leiche explodiert bei der Autopsie, wobei ein Arzt stirbt. Perry Rhodan entgeht nur knapp dem Tod. Es wird festgestellt, dass sich im Körper des Fremdwesens mikrominiaturisierte High-Tech befunden hat, die unter anderem in einer Art Mehrkomponenten-Bombe funktioniert; die Explosion wurde offenbar durch das Absinken der Körpertemperatur des Wesens nach dessen Tod verursacht. Außerdem zeigt sich, dass die von den Regenten der Energie eingesetzten Androiden die DNS von vier verschiedenen Völkern in sich tragen. Es handelt sich um das Erbgut von Magadonen, Terranern und Arkoniden. Die vierte DNS wird später als zu dem Volk der in Demetria beheimateten Grall gehörig identifiziert.
Die von Rhodan erbeuteten Transmitter-Zielkoordinaten werden ausgewertet. Die Gegenstation befindet sich in einem Tiefseegraben auf Trafalgar. Rhodan vermutet zu Recht, dass es sich hierbei um die Hauptbasis der Regenten der Energie handelt. Auf Trafalgar gibt es nur einen einzigen Archäologen, der sich mit den Hinterlassenschaften des verschwundenen Volkes der Magadonen beschäftigt. Der Mann nennt sich Curtiz Newton nach Captain Future, dem Helden einer Science-Fiction-Serie, und ist mit Dezarona liiert, einer Springerin aus dem Walzenraumer WATRIN, welcher schon in den Kampf um Trafalgar City eingegriffen hat. Dezarona fungiert als Newtons Patronin und muss erst von Rhodans guten Absichten überzeugt werden. Von Newton erhält Rhodan wertvolle Informationen über die Magadonen. Dieses Volk muss vor 15.000 - 20.000 Jahren während der Archaischen Perioden die beherrschende Macht im Demetria-Sternhaufen gewesen sein.
Zum Sturm auf den feindlichen Tiefseestützpunkt lässt Rhodan von der STERNENSTAUB Unterstützung herbeirufen. So landet am 15. März die THEODERICH II auf Trafalgar, mit an Bord sind Gucky und der Späher-Mutant Wuriu Sengu. Zehn Shifts bringen Rhodan und seine nunmehr vier Mutanten ins Zielgebiet und sollen dann weitere Order abwarten. Nachdem Rhodan und die Mutanten in die riesige Station teleportiert sind, lassen heftige Angriffe durch Roboter und Androiden nicht lange auf sich warten. Die Maschinenwesen sind aber keine ernst zu nehmenden Gegner für die Mutanten. Die Shifts dagegen geraten in Bedrängnis, als sie unter Beschuss genommen werden. Die Teleporter bringen die Soldaten ins Innere der Station, wo heftige Feuergefechte entbrennen. Es gelingt Gucky nicht, die Regenten der Energie telepathisch zu orten.
Lok-Aurazin veranlasst die Räumung des Stützpunkts. Er muss einsehen, dass er die Terraner mit den bisher eingesetzten Mitteln nicht besiegen kann, und AURATIA antwortet nicht. Also ziehen sich die Regenten der Energie (von denen es jetzt nur noch neun gibt) durch einen Transmitter zu einem anderen Planeten im Demetria-Sternhaufen zurück. Sein Ziel, die Terraner zu vernichten, gibt Lok-Aurazin aber nicht auf. Sein eigentliches Ziel sind allerdings die Arkoniden, mit denen die Magadonen schon vor Jahrtausenden Krieg geführt haben. Die Arkoniden hatten das Imperium von Magadon seinerzeit besiegt, die Regenten hatten sich daher in Kryostase zurückgezogen. Nach ihrem Erwachen haben sie die Terraner zu ihrem ersten Angriffsziel erkoren, weil sie erkannt haben, dass die Arkoniden nur wegen der Unterstützung durch dieses junge Volk noch an der Macht sind.
Rhodan und seine Terraner müssen nun aus der Station fliehen, denn diese vernichtet sich selbst. Die Teleporter bringen die Soldaten in Sicherheit, nur Rhodan bleibt zurück. Er steckt in der Klemme und ist gezwungen, einen noch aktivierten und auf ein unbekanntes Ziel eingestellten Transmitter zu benutzen, um aus der Station entkommen zu können. In Trafalgar City ist man entsetzt über Rhodans Verschwinden - an seinen Tod will niemand glauben.
Kommentar
"Na, da wird ja gar nicht geballert!", dachte ich während der ersten Hälfte des Romans. Außerdem war ich erfreut, ein paar neue Informationen zu lesen. Die Regenten der Energie sind also wohl die letzten Magadonen, und die wiederum hatten vor einigen Jahrtausenden Ärger mit den Arkoniden. Die Terraner sind den Magadonen also wohl nie begegnet, d.h. nicht sie sind deren Primärziel, sondern die verhassten Arkoniden. Die Terraner müssen nur weg, weil das die Arkoniden entscheidend schwächen würde. Hm. Das ist ja banaler als ursprünglich gedacht. Also doch keine alten Bekannten aus den Anfangstagen der PR-Serie, sondern nur das x-te aus dem Zylinderhut hervorgezauberte Volk, von dem man noch nie zuvor gehört hat. Ich hätte gedacht, dass mehr dahintersteckt. Aber vielleicht kommt da ja noch was. Wenigstens gibt es in der ersten Hälfte des Romans noch ein bisschen was an Handlungsfortschritt und Figuren-Charakterisierung, wenn ich auch sagen muss, dass "Captain Future" nicht unbedingt hätte sein müssen.
Tja, in der zweiten Hälfte ist's dann vorbei mit der Ruhe und es wird wieder mal gegen Roboter und Androiden gekämpft. Die Regenten der Energie sollen doch angeblich eine wahnsinnig hoch entwickelte Technologie haben und den Terranern diesbezüglich überlegen sein. Warum erweisen sich dann selbst Hundertschaften ihrer Roboter und Androiden im Kampf gegen ein paar Dutzend Soldaten und vier Mutanten (die ja nicht überall gleichzeitig sein können) als absolut wirkungslos? Gibt es in der Station außerdem keine besseren internen Schutzsysteme als ein paar hochfahrende Trennwände? Bis jetzt eignen die Regenten sich nicht als Gegner. Man kann sie einfach nicht Ernst nehmen. Sie schaffen es ja offenbar nur durch Selbstvernichtung (Explosion der Leiche, Selbstzerstörung der Station), den Gegner in Verlegenheit zu bringen. Lok-Aurazins ständige Siegesphantasien und sein Gegrübel über irgendwelche noch besseren Roboter, mit denen er die Entscheidung erzwingen will - all das klingt inzwischen nur noch lächerlich. Rhodan ruft die THEODERICH II herbei und geht mit 10 Shifts in den Einsatz. Mehr hat er nicht aufzubieten? Und wenn er das Großkampfschiff jetzt doch geholt hat - warum dann nicht gleich so? Bis jetzt kann die Handlung mich immer noch nicht so recht überzeugen.
Leider gibt es auch einige "fachliche" Fehler. Zum Beispiel wird davon gesprochen, dass HÜ-Schirme zum Einsatz kommen. Moment mal - die wurden doch von den Maahks übernommen, und denen sind die Terraner erst im 25. Jahrhundert begegnet! Dann ist von siganesischer Mikrotechnik die Rede. Ich weiß nicht, ob das im Jahre 2166 schon existiert haben kann, denn so richtig winzig sind ja erst spätere Generationen der Siganesen gewesen. Es wäre mir auch neu, dass ein Mentalstabilisierter es spüren kann, wenn ein Telepath ihn "belauschen" will. Schließlich ist das kein Beeinflussungsversuch wie z.B. bei Hypnose oder Suggestion. Und schließlich habe ich in der Perrypedia gelesen, dass Gucky sich erst seit dem Jahre 2350 gern selbst als "Retter des Universums" bezeichnet. Soviel zum Thema "wir wollen uns in der Action-Serie nicht so sehr mit der Serien-Historie belasten". Offenbar gibt es doch mehr historische Fakten, die man übersehen kann, als den Autoren bewusst war.
J. Kreis, 19.05.2008
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