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Perry Rhodan Action Band 6: Regenten der Energie

Autor: H.G. Francis

Inhalt

Während er nach Informationen über die Brutkammer der Regenten der Energie sucht, gerät Perry Rhodan zwischen die Fronten der auf Sepzim tobenden Auseinandersetzungen. Zwei Springergruppen kämpfen um die Macht, außerdem sind Kopfjäger unterwegs, die den Grall nachstellen. Rhodan nimmt an, dass die Grall im Auftrag der Regenten gejagt werden. Er begegnet Thana, einer seltsamen jungen Arkonidin, die anscheinend zu einer dieser Gruppen gehört und ihn als Beute betrachtet. Als sie angegriffen werden, sind sie gezwungen, gemeinsame Sache zu machen. Sie fliehen vor feindlichen Kämpfern, wobei Rhodan zwei Grall und einen schwer verletzten Springer rettet. Mit Thanas Hilfe gelingt es Rhodan, die Verletzten quer durch die Wüste zu Noartos Medocenter zu bringen; ohne das Mädchen wäre er den in der Wildnis lauernden räuberischen Lebensformen zum Opfer gefallen.

Noarto betrachtet die Verletzungen des Springers zwar als medizinische Herausforderung und beginnt mit der Behandlung, vor allem geht es ihm aber darum, dem mit dem Tode ringenden Mann Informationen über die Brutkammer zu entlocken. Rhodan nimmt an der Befragung teil. Die beiden setzen den Verletzten aber zu sehr unter Druck. Er schnappt sich einen Strahler und zerstrahlt sich selbst den Kopf, womit er auf effektive Weise verhindert, dass Noarto seine Ara-Wundertechnik einsetzen kann, um dem Gehirn die erhofften Informationen zu entnehmen. Inzwischen sind Gucky, Tako Kakuta, Wuriu Sengu und Jiang Zhou inkognito auf Sepzim gelandet. Gemeinsam mit Rhodan und Noarto (Thana ist spurlos verschwunden) erkunden sie das Xanaco-Gebirge, auf das Rhodan von Jeremon Lazaru hingewiesen worden ist. Die zwei von Rhodan geretteten Grall kommen ebenfalls mit.

Der als Standort der Brutkammer in Frage kommende Gipfel ist von einer Art Nebel verhüllt, der die Paragaben der Mutanten lahm legt. Als die Gruppe in den Nebel vordringt, wird sie von Täuschern angegriffen und getrennt. Die Grall betreten eine Station, bei der es sich tatsächlich um die Brutkammer handelt, und werden dort getötet. Gucky empfängt derweil trotz des Nebels die Erinnerungen des Perpet-Regenten Sin-Toraghu an die mindestens 13.000 Jahre zurückliegende Zeit, in der die Magadonen und die Regenten den Demetria-Sternhaufen beherrscht haben. Somit erfährt auch Perry Rhodan, welche Ziele die Regenten eigentlich verfolgen. Während Noarto, Tako Kakuta und Jiang Zhou nach Kämpfen gegen die Täuscher in die Brutkammer gelangen, wo sie Zeuge der verbrecherischen Experimente mit den Grall werden, treten Rhodan und Gucky dem Perpet-Regenten gegenüber. Es zeigt sich, dass Thana nur eine von Sin-Toraghu erschaffene Materieprojektion war. Die mentalen Kräfte des Regenten zwingen Rhodan in die Knie.

Kommentar

Zuerst wollte ich eigentlich "Kein Kommentar" schreiben, weil mir zu diesem Roman einfach nichts einfallen wollte. Dann überlegte ich, welchen Sinn die einzelnen Kapitel eigentlich haben, und da fiel mir schon wieder nichts ein. Oder besser gesagt: Es tauchten nur noch Fragezeichen auf. Was sollte die Einleitungsszene mit dem Absturz des Containers bedeuten? Warum sind auf Sepzim plötzlich alle hinter den Grall her (im letzten Roman war davon noch nichts zu lesen)? Wenn die Regenten dahinterstecken: Wie haben sie es geschafft, die Bewohner Sepzims so schnell zur allgemeinen Grall-Hatz zu animieren? Warum ist Rhodan nicht schon bei seinem ersten Marsch durch die Wüste (im letzten Roman) dem an sich schon allzu abgedrehten Viehzeug zum Opfer gefallen, das dort haust? Wozu braucht er überhaupt eine Führerin, schließlich konnte er letztes Mal problemlos allein zu Noarto zurückkehren? Warum sucht er nach weiteren Hinweisen, wenn er doch schon von Lazaru erfahren hat, wo er nach der Brutkammer suchen muss? Wenn Thana eine Art Avatar Sin-Toraghus war (diese Geschichte ist übrigens von A bis Z unglaubwürdig), warum hat sie Rhodan dann nicht gleich bei der ersten Begegnung erschossen? Die Technik der Regenten wird als enorm weit entwickelt beschrieben. Wenn das stimmt: Wie ist es dann den Arkoniden in der Zeit der Archaischen Perioden gelungen, sie zu besiegen? Wie kann ein praktisch im Sterben liegender Springer, von dessen inneren Organen nur noch die Hälfte übrig ist, von seinem Krankenlager hochschnellen und sich einen Strahler schnappen, bevor jemand reagieren kann? Wann war die große Zeit der Regenten wirklich? Vor 13.000 Jahren? Vor 15.000 Jahren? Die Zeitangaben differieren von Roman zu Roman.

Zu der Frage, warum die Regenten ihren komischen Psi-Nebel nicht schon auf Trafalgar eingesetzt haben, breite ich mal den Mantel des Schweigens. Es kann ja sein, dass der Nebel nur in der Brutkammer erzeugt werden kann. Auch über Perrys Fast-Alleingang lasse ich mich nicht weiter aus, dumm ist das Ganze aber doch. Er hätte mit seiner Informationssuche ja bis zum Eintreffen der Verstärkung warten können. Und was das angeht: Er hätte auch gleich die THEODERICH II herbeirufen können. Warum Jiang Zhou anstelle von Tama Yokida mit in den Einsatz gehen darf, bleibt mir ebenfalls schleierhaft. Aber wie gesagt: Lassen wir das mal beiseite, denn die Serie wäre vermutlich sehr schnell zu Ende, wenn Rhodan die ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten richtig nutzen würde. Nur schade, dass die Autoren es einfach nicht schaffen, überzeugende Begründungen dafür zu liefern, warum Rhodan das nicht tut.

Insgesamt muss ich zur ersten Hälfte des Demetria-Zyklus sagen: Das war eine sehr, sehr schwache Leistung. Aber anscheinend reicht das, um eine große Leserschaft anzusprechen. Die Verkaufszahlen scheinen nämlich so gut zu sein, dass schon Planungen für einen Nachfolgezyklus laufen. Ach du Schreck…

J. Kreis, 16.06.2008


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