
Online-Lexikon zur PR-Serie
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Perry Rhodan Action Band 7: Aufstand der Grall
Autor: Timothy Stahl
Inhalt
Perry Rhodans Einsatzgruppe wird getrennt. Gucky, Tako Kakuta und Wuriu Sengu irren durch den Psi-Nebel, der sie verwirrt und ihre Paragaben lahm legt. Dr. Jiang Zhou und der Ara Noarto dringen zur Rechenzentrale der Brutkammer vor, wobei sie sich gegen angreifende Wächter und Täuscher wehren müssen. Rhodan selbst tritt dem Perpet-Regenten Sin-Toraghu entgegen, ist gegen dessen mentale Kräfte jedoch hilflos. Der Regent erschafft eine Spalte im Gestein und schleudert den Terraner in eine gewaltige Höhle, an deren Grund das Lux-Parnarx lauert, ein Wesen, das vor Jahrtausenden von den Magadonen für Experimente missbraucht worden ist. Rhodan kann den Absturz zwar noch rechtzeitig mit dem Antigrav seines Kampfanzugs stoppen, wird dann aber von dem seltsamen Wesen angegriffen und schwer verletzt. Allerdings erleidet Sin-Toraghu, der dem Terraner gefolgt ist, um sein Sterben zu beobachten, das gleiche Schicksal. Als das Lux-Parnarx einen der Hellquarze beschädigt, die Sin-Toraghu in einem Stirnreif trägt und die seine Paragaben verstärken, muss der Regent fliehen. Auch Rhodan gelingt die Flucht, denn als das Lux-Parnarx versucht, sich den Zellaktivator einzuverleiben, erleidet es einen Schock und ist vorübergehend gelähmt. Anscheinend umspannt das Wesen ganz Sepzim unter der Planetenoberfläche, denn in einer fernen Ortungsstation verzeichnet man eine Art Krampf, der den gesamten Planeten erfasst.
Derweil werden Gucky und die beiden terranischen Mutanten von Magadu aufgelesen, die in Gebirgshöhlen leben. Die Magadu können den Psi-Nebel fern halten, so dass Gucky, Kakuta und Sengu sich schnell erholen. Der Mausbiber freundet sich mit Louma von den Siebzehn und dessen Tochter Sian an. Von ihnen erfährt er einiges über die Geschichte der Magadu und über die aktuellen Machenschaften Sin-Toraghus. Noarto ist es inzwischen gelungen, einige brisante Informationen abzurufen: Die Magadonen missbrauchen die Gehirne der von ihnen auch als Kampfsklaven genutzten Grall, um Hellquarze in sie einzubetten. Mit diesen "Zerebralquarzen" ist es ihnen möglich, besonders leistungsfähige Roboter und Androiden zu erschaffen. Außerdem können die Regenten die Mentalenergie aller Wesen rauben, die Hellquarze tragen. Als die Angriffe der Wächter und Täuscher heftiger werden, brauchen Noarto und Jiang Zhou Unterstützung. Sie befreien zahlreiche Grall, die sich sofort den Robotern entgegenstellen, als sie erfahren, was ihnen bevorsteht. Sie sterben zu Dutzenden, verschaffen der Terranerin und dem Ara aber zumindest etwas Zeit.
Mit der Hilfe der Magadu können Gucky und seine zwei Freunde in die Brutkammer vordringen, um Noarto und Jiang Zhou beizustehen. Doch dann erscheint Sin-Toraghu. Er verleibt sich die Lebensenergie der Magadu ein und schlachtet Massen von Grall ab. Rhodan erreicht nun ebenfalls die Brutkammer und bespricht sich mit seinen Freunden. Er hat erkannt, was es mit den Hellquarzen auf sich hat. Daher lockt er Sin-Toraghu zu einem Raum, in dem Gehirne gelagert werden, und zerstört diese. Blind vor Zorn, weil er um die Früchte seiner Arbeit gebracht wurde, greift der Regent an. Per Telekinese manipuliert Gucky die in Sin-Toraghus Stirnreif eingebetteten Hellquarze, so dass die Kräfte des Regenten geschwächt werden. Er kann sich nicht mehr gegen die überlebenden Grall wehren und wird von diesen zerrissen. Nach Sin-Toraghus Tod stellen die Roboter und Androiden ihre Angriffe ein. Rhodans nächstes Ziel steht fest: Es ist Noarto gelungen, die Koordinaten des Zentralplaneten der Regenten der Energie zu erbeuten. Die Grall sind bereit, Rhodan im Kampf gegen die Regenten zu unterstützen. Gucky kann sich über diesen Erfolg nicht freuen, denn es ist ihm nicht gelungen, die hilfsbereiten Magadu vor dem Tod zu bewahren.
Kommentar
Braucht man einen ganzen Roman, um die paar Informationen zu vermitteln, die wir diesmal erfahren dürfen? Reicht das Gefummel eines aus dem Hut hervorgezauberten Plasmawesens und das Herumgeballer in der Brutkammer, um den Roman unterhaltsam zu machen? Zweimal NEIN. Auch die Verwendung kurzer, einfach formulierter Sätze, das ständige Springen zwischen mehreren Handlungsebenen und der geradezu exzessive Einsatz von Ausrufezeichen in immer gleich gestrickten "Actionszenen" machen aus diesem langweiligen Stoff keine spannende Geschichte. Und so unterscheidet auch Timothy Stahls erster Beitrag zum Perryversum sich nicht von den bisherigen öden Romanen der so genannten "Action"-Serie.
Wieder mal schießen Roboter vorbei oder verzichten darauf, ihre zweifellos vorhandenen Vorrichtungen zur Nachführung einzusetzen, so dass z. B. Jiang Zhou aus der Schussbahn springen kann. Argh! Natürlich greifen sie erstmal ohne aktivierte Schutzschirme an, so dass man keine Probleme damit hat, schnell einige von ihnen abzuschießen. Gnah! Den Grall gelingt es schließlich, sie mit bloßen Händen zu zerlegen, und zu guter Letzt geben sie einfach auf, als ihr Herrchen tot ist. Hrmpf! Damit aber nicht genug. Zu einem bestimmten Zeitpunkt kann der Autor nicht mehr plausibel erklären, wie Zhou und Noarto es schaffen sollen, den Robotern zu entkommen - also überspringt er die entsprechenden Szenen einfach, und steigt danach wieder ein... Meine Güte! Wie viel Blödsinn dieser Art müssen wir eigentlich noch ertragen?
J. Kreis, 07.07.2008
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