Der Planet Caldera war bis vor ca. 160.000 Jahren die Heimatwelt des Lichtvolks (Guyaam) in der Galaxis Tradom und damit Zentrum der Thatrix-Zivilisation. Jedes wichtige Volk aus dem Reich des Glücks hatte hier eine Vertretung und es herrschten Friede und Wohlstand, jeder Guyar konnte frei seinen Interessen und Neigungen nachgehen. Caldera war der dritte Planet seines Sonnensystems und hatte einen Durchmesser von 15.505 Kilometern, er hatte einen Mond (Iguass). Die Schwerkraft Calderas hatte bei 1,22 Gravos gelegen, ein Caldera-Jahr hatte 330,8 Terra-Tage gedauert. Auf Caldera hatte es 5 Kontinente gegeben bei einem Verhältnis von Land zu Wasser von 52 zu 48 Prozent. Richtige Städte hatte es auf Caldera nicht gegeben, lediglich riesige Paläste, die in prächtige Parks eingebettet waren. Die wichtigste Anlage waren die Calditischen Paläste, in denen der Verkünder der Superintelligenz VAIA residiert hatte. Die gesamte Infrastruktur, alle Industriekomplexe des Planeten usw. waren unterirdisch angelegt. Innerhalb der Atmosphäre Calderas hatten Konglomerate von schwebenden Wohnplattformen unterschiedlicher Größe Lebensraum für Millionen von Leuchtern geboten.
Eine Besonderheit Calderas und des gesamten Sonnensystems war die sogenannte Calditische Sphäre. Das ganze System war in eine Wolke aus allgegenwärtigem Parastaub (Tymcal) gehüllt. Bei dem Tymcal-Staub, der auch zur PR-Handlungsgegenwart noch hier und dort in Spuren gefunden werden kann, handelt es sich um PSI-Materie, die ständig zwischen dem feststofflichen und dem freien hyperenergetischen Zustand fluktuiert. Diese golden leuchtenden Teilchen hatten die Sichtweite auf Caldera auf 30 bis 40 Kilometer begrenzt. Konventionelle Raumfahrt war aufgrund der Hyperstrahlung des Parastaubs im ganzen Caldera-System nicht möglich. Am Rand der Calditischen Sphäre waren Raumstationen positioniert, von denen aus man mit Staubseglern aller Größenordnungen durch den Parastaub reisen konnte. Diese Konstruktionen wurden vom hyperenergetischen Wind des Tymcal angetrieben und konnten bis zu siebzig Prozent der Lichtgeschwindigkeit erreichen. Die Guyaam haben im Verlauf ihrer Evolution durch den Einfluß des Parastaubs die Fähigkeit des Hyperspürens erlangt. Die Calditische Sphäre wurde vermutlich von den Quevayaan künstlich angelegt. Als der Kosmokratenroboter Cairol mit dem ULTRAMAGNETEN die Zerschlagung von VAIAs Mentalsubstanz in Schmerzwechten herbeiführt, zeigt sich eine weitere Eigenschaft der Calditischen Sphäre: Durch den Parastaub werden die Guyaam vor der fünfdimensionalen Schockwelle geschützt, welche vom ULTRAMAGNETEN ausgeht, sich über ganz Tradom ausbreitet und jeden Angehörigen des Lichtvolks, der in ihren Einflußbereich gerät, quasi von innen heraus verbrennen läßt.
Das Caldera-System wird von der Inquisition der Vernunft durch Strukturriß-Bomben vernichtet, um die letzten Guyaam aus dem Weg zu räumen. In der PR-Handlungsgegenwart ist von Caldera und seinem Sonnensystem keine Spur mehr vorhanden.