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Perry Rhodan

Glossar


Pfauchonen

Humanoides Volk aus der Galaxis Wassermal, das dort die Funktion einer galaxisweiten Polizeimacht ausübt. Die Heimatwelt der Pfauchonen wurde im Jahr 34.331 B.C. bei einem Angriff extragalaktischer Mächte vernichtet.

Pfauchonen sind durchschnittlich 1,70 Meter groß, sehr feingliedrig gebaut und haben eine extrem schmale Körpermitte. Hände/Füße sind jeweils sechsgliedrig. Die Gesichter sind langgezogen und scharf geschnitten. Durch ihr Auftreten und nicht zuletzt durch ihre porzellanartige, alabasterweiße Haut wirken die Pfauchonen auffallend elegant. Hochgestellte männliche Pfauchonen tragen am Hinterkopf einen Saltan, der wie ein Pferdeschwanz aussieht und zusammen mit einem Ritualdolch als Sitz der Seele angesehen wird. Pfauchoninnen ist das Tragen eines Saltans nicht gestattet. Weibliche Pfauchonen aus der höheren Schicht tragen stattdessen ein krija-thaga genanntes Bündel bei sich, das aus ihrer vertrockneten Nabelschnur samt Plazenta besteht und - da auch dies als Sitz der Seele betrachtet wird - nach ihrem Tod mit ihnen bestattet wird.
Eine gesonderte Gruppe bilden die Pfauchonischen Propheten. Diese sind stämmiger, kräftiger und mit 2,10 Metern weit größer als gewöhnliche Pfauchonen. Sie leben isoliert in Klöstern und sind für Prophezeihungen und für das Setzen der Saltans zuständig.
Einen Sonderstatus haben auch die Assassinen. Sie werden ausschließlich im Auftrag der Prinzenkrieger tätig und führen für diese Mordaufträge aus oder werden für den Personenschutz, für Sabotageakte, Razzien usw. eingesetzt.

Das Volk der Pfauchonen zeichnet sich durch einige exzentrische Besonderheiten aus. So verwenden sie z.B. keinerlei künstliches Licht - lediglich auf Raumschiffen oder in Situationen, wo es sich absolut nicht vermeiden läßt, sind künstliche Lichtquellen gestattet. Auch haben die Pfauchonen eine abergläubische Angst vor der Todeszahl acht, während die Zahl neun ihnen heilig ist und Glück verheißt. Dieser Glaube ist darauf zurückzuführen, daß es neun Pangalaktische Statistiker gibt, die für die Pfauchonen den Status von allmächtigen Göttern haben und von denen die Pfauchonen als Schutzmacht innerhalb von Wassermal eingesetzt worden sind. Somit gibt es auch neun Prinzenkrieger, die für die Verwaltung und die Sicherheit in neun tortenstückförmigen Segmenten (Speichen genannt) der Galaxis Wassermal zuständig sind und zu diesem Zweck große Raumflotten unterhalten. Wichtigste Besonderheit bei den Pfauchonen sind jedoch ihre Ehrbegriffe. Die Ehre ist das wichtigste Gut, über das ein Pfauchone verfügt, sie steht über allen anderen Interessen. Ein Verlust der Ehre käme einem Todesurteil gleich. Wird einem Pfauchonen der Saltan oder das krija-thaga genommen, ist dies gleichbedeutend mit einem endgültigen Ehrverlust. Die Pfauchonen haben sogar eine eigene Sprache entwickelt, die Ehrensprache, die allerdings nur von hochgestellten männlichen Pfauchonen für Angelegenheiten der Ehre verwendet werden darf. Ansonsten verwenden die Pfauchonen das in Wassermal allgemein gesprochene Diamal. Durch die komplexen Regeln, die für ein ehrenhaftes Leben gelten, sind in der pfauchonischen Gesellschaft komplizierte Verwicklungen, Fehden und Abhängigkeitsverhältnisse entstanden, die erst durch die von den Pangalaktischen Statistikern im Jahre 1312 NGZ ausgesprochene Göttliche Amnestie aufgelöst werden können.