Vor dem Sturz der Schutzherren hatte die gesamte Raumfahrt im Sternenozean von Jamondi auf den PSI-Kräften der Motana beruht und war nur mit den Bionischen Kreuzern möglich. Die Bionischen Kreuzer waren vor ca. 7.000.000 Jahren von den Toron Erih für Carya Andaxi entwickelt worden.
Bionische Kreuzer verfügen über keinerlei Triebwerke oder andere Antriebssysteme. Nur Epha-Motana-Kommandanten können sie mit ihrer Fähigkeit, die Kraftfeldlinien der Epha-Matrix zu beeinflussen, zum fliegen bringen. Hierzu benötigen die Epha-Motana eine Gruppe von "Quellen", deren Kräfte sie anzapfen können. Alle anderen für ein Raumschiff erforderlichen technischen Systeme sind jedoch vorhanden, die Energie für ihren Betrieb beziehen die Kreuzer durch eine Art Osmoseprozess aus dem Psionischen Netz. Dieser Prozess scheint in der gesamten Raumschiffshülle stattzufinden, d.h. Energiemeiler oder ähnliches existieren in den Bionischen Kreuzern nicht. Bionische Kreuzer können theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 170 Millionen Überlicht erreichen, die tatsächliche Geschwindigkeit hängt jedoch entscheidend von den Fähigkeiten der jeweiligen Epha-Motana ab. Die Leistungsfähigkeit der Bionischen Kreuzer wird durch die Hyperimpedanz bei weitem nicht so stark beeinträchtigt wie konventionelle Raumfahrzeuge.
Die typischen Bionischen Kreuzer sind 115 Meter breit, 70 Meter lang und 16 Meter hoch. Sie sind elegant und stromlinienförmig geformt, ihr Äußeres gleicht einem terranischen Manta-Rochen. Das ganze Innere dieser Schiffe ist auf die Bedürfnisse von Motana zugeschnitten, es sind aber auch Hoch-G-Kabinen für Shoziden vorhanden. Es gibt außer 40 Wohnkabinen, einer Messe mit Küche und einem Medo-Bereich auch einen großen Versammlungsraum, der eine künstlich angelegte Landschaft enthält und wie eine mit Pflanzen bewachsene Höhle aussieht. Die Außenhülle hat eine grau-braun-ockerfarbene Maserung und ist am Bug zwischen den beiden Auslegern, wo sich die drei Zentrale-Decks befinden, transparent. Die Schwingen sind beweglich. Die Innenwände wirken wie mit Schlangenhaut überzogen, aufgrund ihrer Glätte und Geschmeidigkeit hat man den Eindruck, daß sie organisch sind. Die Wände der Zwischendecks sind in den Farben Braun, Beige und Grau gehalten. Im obersten Zentrale-Deck halten sich die Epha-Motana und ihre Quellen (Motana, die PSI-Energie liefern) auf, es ist auch Platz für Ersatz-Quellen und Passagiere vorhanden. Auf dem mittleren Zentrale-Deck befindet sich u.a. eine Schnittstelle zur Biotronik.
Die Biotroniken sind die "Zentralcomputer" der Bionischen Kreuzer. Sie scheinen über ein eigenes Bewußtsein und darüber hinaus über einen meist recht eigenwilligen Charakter zu verfügen. Sie müssen, um störungsfrei zu funktionieren, stets von einem besonders begabten Motana betreut werden, den man Beistand nennt. Die Biotroniken sind in einer mattgrauen, 2,40 Meter durchmessenden Kugel untergebracht, deren unteres Drittel in einer schwarzen Schale liegt. Die Oberfläche der Kugel ist von ständig wechselnden schlierenförmigen Mustern überzogen. Im Inneren der Biotroniken und der Schiffswände kreist eine Substanz, die porleytischer Herkunft ist. Die Waffen der Bionischen Kreuzer können nur von einem weiteren besonders begabten Motana - dem Todbringer - bedient werden. Die Station des Todbringers befindet sich auf dem unteren Zentrale-Deck. Todbringer gelten bei den Motana oft als Außenseiter und schweben immer in der Gefahr, eine psychische Abhängigkeit zu ihren Waffensystemen zu entwickeln, die in Selbstzerstörung gipfeln kann.
Neben einem Schutzschirm, der von den Motana paramechanisch verstärkt werden kann, sind an Offensivwaffen fünf Paramagnetische Werfer vorhanden. Mit ihnen können in der Art von Transformkanonen fünfdimensionale Torpedofelder verschossen werden, die am Ziel eine hyperphysikalische Schockwelle freisetzen. Als zweite Waffenkraft kann ein gebündelter hyperphysischer Strahl aktiviert werden, der sein Ziel überlichtschnell erreicht und dort alles Leben vernichtet sowie hyperenergetische Prozesse unterbricht.
Die Bionischen Kreuzer der so genannten Todbringer-Flotte sind etwas länger und breiter als der Basistyp. Sie sind schwerer bewaffnet und verfügen über drei Todbringer.
Die Effizienz der Bionischen Kreuzer kann durch einen Vernetzer fast auf das Doppelte gesteigert werden. Hierbei handelt es sich um Roboter, die den Motoklonen gleichen, jedoch nur einen Meter groß sind.
Nach den Kriegen gegen die Kybb, die mit den Kyber-Neutros eine wirksame Waffe gegen die Epha-Motana entwickelt hatten, war man davon ausgegangen, daß keine Bionischen Kreuzer mehr existieren. Im Januar 1332 NGZ entdeckt der Nomade Rorkhete jedoch ein solches Schiff in der Feste von Shoz. Kommandantin wird Zephyda, sie tauft das Schiff auf den Namen SCHWERT. Die Biotronik der SCHWERT trägt den Namen Echophage. Sie duldet Perry Rhodan und Atlan, deren Ritterauren sie erkennen kann, eher widerwillig als Gäste. 60 weitere voll funktionsfähige Bionische Kreuzer, von denen später jedoch 19 in Gefechten vernichtet werden, können auf dem Planeten Ham Erelca geborgen werden. Mit diesen Schiffen wagen die Motana den Aufstand gegen die Kybb, denn sie sind deren Einheiten weit überlegen. Große Flotten aus Bionischen Kreuzern werden später in anderen Teilen des Sternenozeans von Jamondi sowie auf Carya Andaxis Heimatwelt Graugischt entdeckt. Ein Friedhof für unzählige vernichtete oder irreparabel beschädigte Bionische Kreuzer existiert seit der Blutnacht von Barinx auf dem Planeten Futhorn im Arphonie-Sternhaufen.