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Perry Rhodan

Glossar


Motana

Vor der Machtübernahme durch die Kybernetischen Zivilisationen waren die humanoiden Motana das zahlenmäßig größte und dominierende Volk im Sternenozean von Jamondi. Nach dem Sturz der Schutzherren wurden sie von den Kybb erbarmungslos gejagt und unterjocht. Als Perry Rhodan und Atlan ihnen im Jahr 1331 NGZ erstmals begegnen, sind die Motana ein dezimiertes Volk von Sklaven, dessen Wissen über die Vergangenheit nur noch in der Form von Mythen von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Motana sind zumindest äußerlich von Terranern nicht zu unterscheiden. In ihrer Gesellschaft herrscht das Matriarchat vor, Frauen haben die höchsten Positionen und erfüllen die wichtigsten Aufgaben. Die oberste Instanz einer Motana-Siedlung wird als Lokale Majestät bezeichnet, an der Spitze aller Führerinnen einer Siedlungswelt steht eine Planetare Majestät. Alle Motana sind sehr naturverbunden, jegliche weiterentwickelte Technik ist ihnen fremd. Sie leben im Einklang mit der Natur, nutzen mit Vorliebe ausgebaute Großpflanzen als Wohnungen und können so mit ihrer Umgebung verschmelzen, daß sie fast unsichtbar sind. Die Sprechweise der Motana ist sehr melodisch, sie gleicht einem Gesang, mit dem auch Emotionen ausgedrückt werden können.

Gesänge sind der Schlüssel für die wichtigste Eigenart der Motana. Fast alle, vor allem die Frauen, verfügen über Psi-Kräfte, die mit Hilfe besonderer Choräle freigesetzt werden können. In der PR-Handlungsgegenwart sind diese Gesänge verfemt, es werden nur noch relativ harmlose Choräle angestimmt, bei denen es nicht paranormalen Phänomenen kommt, denn die unkontrollierte Freisetzung der Psi-Energie hat meist katastrophale Folgen. In der Vergangenheit war das anders: Damals beruhte jegliche Raumfahrt im Sternenozean auf den paranormalen Kräften der Motana. Besonders begabte Individuen, die Epha-Motana, waren in der Lage, die von anderen Motana (den sogenannten Quellen) freigesetzte Psi-Energie mit Hilfe der Epha-Matrix zu kontrollieren und zum Betrieb der Bionischen Kreuzer einzusetzen. Die Psi-Fähigkeiten der Motana konnten darüber hinaus auch als Waffe eingesetzt werden. Die Choräle dienen nur als Mittel zur Konzentration, d.h. die Gesänge haben keine eigene paranormale Kraft.

Motana leben auf mehreren Planeten im Sternenozean. Auf Baikhal Cain werden alle Motana, denen es nicht gelingt, sich in den Wäldern vor den Kybb-Cranar zu verbergen, zur Zwangsarbeit in den Schaumopal-Minen herangezogen. Durch die Ausstrahlung des Schaumopals sind einige Motana mutiert und bilden die Splittergruppe der Veronis. Sie sehen aus wie lebende Tote, können sich wie Schlangen durch engste Felsspalten zwängen und ernähren sich von der "Lebensenergie" ihrer einstigen Artgenossen. In den Waldsiedlungen leben die Motana noch frei und weitgehend ungestört, es kommt jedoch immer wieder zu Raubzügen der Kybb-Cranar, wenn diese neue Sklaven brauchen. Auf Ash Irthumo werden alljährlich 8.000 schwangere Frauen gezwungen, ihre Föten "abzugeben". Die Ungeborenen werden den Frauen in einer schrecklichen und entwürdigenden Prozedur entnommen und zum Planeten Tosh Mede gebracht, wo sie zur Haltbarmachung des Schaumopals getötet werden. Im Augenblick des Todes geben die Föten einen Psi-Stoß ab. Dieser veranlasst den Schaumopal zu einer strukturellen Verhärtung, so daß eine Deflagration verhindert werden kann. Auf dem Planeten Tom Karthay leben noch 180 Millionen freie Motana.

Durch die Ankunft von Perry Rhodan und Atlan im Sternenozean im September 1331 NGZ wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die schließlich dazu führt, daß die Motana sich unter der Führung der Kriegsherrin Zephyda gegen ihre Unterdrücker erheben. Zephyda hat die höchste Stellung, die es in der Kultur der Motana gibt: Sie ist eine Stellare Majestät. Die psionische Raumfahrt wird unter ihrer Leitung wiederentdeckt, danach wird Baikhal Cain durch eine Flotte aus 61 Bionischen Kreuzern von der Herrschaft der Kybb-Cranar befreit.