PRAETORIA ist ein unter strengster Geheimhaltung seit 1315 NGZ auf Rumal entwickeltes, modular aufgebautes Gigantschiff, bei dem aufgrund der Probleme, die die erhöhte Hyperimpedanz mit sich bringt, vollständig auf Hypertechnologie verzichtet worden ist. Das Projekt konnte nur unter Mitwirkung der Posbis verwirklicht werden. PRAETORIA wird im Jahre 1331 NGZ in Dienst gestellt und ist das neue Flaggschiff der LFT.
PRAETORIAS Form ist die eines räumlichen Kreuzes mit 21 Kilometer langen Achsen. Es setzt sich aus 116 umgebauten Posbi-Würfelschiffen mit je 3 km Kantenlänge (die neue QUASAR-Klasse, auch als LFT-BOXEN bezeichnet) und einer Zentralkugel mit 2.500 Metern Durchmesser zusammen. Die Kernzelle ist ein autarker Raumer der JUPITER-Klasse. All diese Einheiten sind völlig eigenständige Kampfschiffe, die auch einzeln agieren können. PRAETORIA kann komplett zerlegt (fragmentiert) werden und bildet zusammen mit allen Beibooten eine schlagkräftige Flotte, die nicht von der Hyperimpedanz beeinträchtigt wird. Im zusammengesetzten (defragmentierten) Zustand ist PRAETORIA eine unüberwindliche flugfähige Raumstation, bei der eine einzige Transformbreitseite 960 Kanonen umfaßt, die exakter synchronisiert werden können, als es bei einer Raumschiffsflotte je möglich wäre. Die Würfelschiffe werden so um die Zentralkugel herum zusammengedockt, daß in jedem der sechs Kreuzarme gigantische Innenschächte entstehen, die in Tender- und Werftfunktion nutzbar sind und mit atembarer Luft geflutet werden können.
PRAETORIAS Energieversorgung wird durch Nug-Schwarzschildreaktoren und Fusionskraftwerke sichergestellt. Die Zentralkugel und alle 116 LFT-BOXEN haben biopositronische Rechnernetzwerke, die im defragmentierten Zustand einen vernetzten Riesenrechner mit Namen PRAETOR bilden. Die Schiffe haben Protonenstrahl-Impulstriebwerke und einen Linearantrieb, der aus modifizierten Kalup-Konvertern entwickelt wurde. Diese Hawks - benannt nach Tangens dem Falken - sollen auch unter dem Einfluß der Hyperimpedanz bestmögliche Ergebnisse erzielen können.
Die Standardbesatzung umfaßt 43.000 Personen, die einer hierarchischen Kommandostruktur unterworfen sind, welche sich an derjenigen des Solaren Imperiums orientiert. Hinzu kommen 2.190.000 Posbis. Kommandant von PRAETORIA ist Oberst Vaccon, ein Vincraner, der stets in Begleitung seines stummen und ranglosen Zwillingsbruders Siamogh auftritt. Beide sind Mutanten und haben die Fähigkeit, hyperphysikalische Ereignisse Sekundenbruchteile im voraus zu spüren.
Mit ihrer kaum störanfälligen Low-Level-Technologie und aufgrund ihrer gewaltigen Größe und Feuerkraft bringt PRAETORIA die Entscheidung in so mancher Auseinandersetzung mit den Arkoniden, insbesondere beim Kampf um Brocken 44, wo PRAETORIA bis auf weiteres stationiert bleibt.