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Perry Rhodan Nr. 2531: Das Fanal



Autor: Marc A. Herren

Inhalt

Seit der Kabinettisierung Drorahs hat sich einiges in der akonischen Gesellschaft verändert. Die Machtbasis des auf Isolation bedachten Energiekommandos existiert nicht mehr. Zusammen mit der akonischen Hauptwelt ist fast der gesamte alte Adel verschwunden, so dass auch diese Gesellschaftsschicht ihren Einfluss verloren hat. Zwar haben sich die Akonen im Galaktikum wieder an die anderen Milchstraßenvölker angenähert, aber es ist noch unklar, in welche Richtung sich dieses zersplitterte Volk, das die Stätte seiner größten Niederlage seit Jahrzehnten meidet, letztlich entwickeln wird. Splittergruppen wie die TRAITOR-Jäger und Überreste der Aristokratie kochen ihr eigenes Süppchen. Der Regierende Rat verfolgt seit längerer Zeit ein streng geheimes Vorhaben, dessen Ziel selbst Reino tan Vitar, dem Chef des Energiekommandos, nicht bekannt ist. Er trifft sich am 6. März 1463 NGZ in einem Spielcasino auf Adeksion mit Ronald Tekener, dem stellvertretenden Oberhaupt der Neuen USO. Er benutzt dieses Treffen, um seinen Tod vorzutäuschen und hinter den Kulissen mit der USO zusammenarbeiten zu können. Die Aktion verläuft anders als geplant, denn Unbekannte mischen sich ein. Es kommt zu einem Schusswechsel, bei dem eine Zufallsbekanntschaft Tekeners getötet wird. Dieses Erlebnis setzt dem Smiler schwer zu - er gibt sich selbst die Schuld am Tod der jungen Frau.

Von tan Vitar erfährt Tekener, dass die Sonne Akon instabil geworden ist und sich zur Nova entwickeln wird. In wenigen Tagen wird Narvan tan Ra-Osar, der akonische Ma'tam, das Geheimvorhaben der Regierung öffentlich machen. Würdenträger aller galaktischen Völker werden zu diesem Zweck ins Akon-System geladen. Einer davon ist Alaska Saedelaere, den Tekener bittet, ihn und tan Vitar bei den Nachforschungen zu unterstützen. Der Maskenträger war nach dem Abzug TRAITORS 95 Jahre lang verschwunden und hat niemandem verraten, was er in all der Zeit erlebt hat. Er betreibt Nachforschungen in der Waringer-Akademie und konferiert oft mit NATHAN. Tek hat herausgefunden, dass Alaska sich besonders für die zwölf ehemaligen Hyperkokons und den Abzug der Motana ins Ahandaba interessiert. Alaska glaubt, das im Akon-System bevorstehende Ereignis könne ein Zeichen für Veränderungen sein, die er seit der Zeit seiner Abwesenheit erwartet, und schließt sich Tekener deshalb an.

Am 25 März ist es so weit. Repräsentanten aller wichtigen Milchstraßenvölker haben sich mit ihren Raumschiffen im Akon-System versammelt. Bostich und Reginald Bull sind persönlich vor Ort. Es sind sogar Schiffe der Linguiden und der Solmothen gekommen, und auch das Schwesterschiff der LEMCHA OVIR ist erschienen. Der Ma'tam verkündet, die Zeit der Isolation sei vorbei. Das akonische Volk sei bereit, partnerschaftlich mit der galaktischen Völkergemeinschaft zusammenzuarbeiten. Ein Zeichen müsse gesetzt werden, das an die 1,5 Milliarden mit Drorah verschwundenen (und als tot geltenden) Akonen erinnern solle. Daraufhin explodieren 38 Monde des Gasriesen Yrsah und bilden Schriftzeichen. Vor dem Hintergrund des Riesenplaneten ist somit der Name "Drorah" zu lesen. Doch das ist noch nicht alles. Der Plan sieht vor, dass Yrsah durch gezielte Materiezufuhr via Situationstransmitter in eine zweite Sonne verwandelt wird, durch die Akon stabilisiert werden soll. Die vier größeren Monde Yrsahs sollen zuvor an einen anderen Ort versetzt werden. Alaska, Tek und tan Vitar beobachten den Vorgang von einer Lenkstation aus.

Doch etwas geht schief: Die vier Monde bleiben an Ort und Stelle. Fremde manipulieren den Prozess und sorgen dafür, dass weitere Gasriesen des Blauen Systems mit Yrsah kollidieren. Sie sollen anschließend zu Akon versetzt werden, damit die Sonne innerhalb kürzester Zeit zur Supernova wird. Dieses Akon-Fanal ist als Anklage gegen das Galaktikum gedacht, das es seinerzeit nicht geschafft hat, Drorah vor TRAITOR zu schützen. Gleichzeitig soll es den Akonen unmöglich gemacht werden, je wieder in ihr Heimatsystem zurückzukehren. So sollen sie erneut in die Isolation getrieben werden. Und nicht zuletzt sollen so viele der anwesenden Würdenträger wie möglich den Tod finden.

Es ist klar, dass nur die Achati Uma hinter dem Anschlag stecken kann, und zweifellos lenken die Terroristen alles vom Schwesterschiff der LEMCHA OVIR aus, wo sich ein Situationstransmitter befinden muss. Einsatzkräfte des Energiekommandos und der USO stürmen den Tender. Tek und tan Vitar schließen sich ihnen an, während Alaska in der Lenkstation zurückbleibt. Er will versuchen, das Programm zu stoppen. Tek stellt Simul tan Harol, den er als verantwortlich für den Tod der jungen Frau auf Adeksion identifiziert und eigenhändig tötet. Zwar kollidieren die Gasplaneten und Monde miteinander, aber nicht mit Akon. Alle Monde können zuvor evakuiert werden. Im Blauen System entsteht wie ursprünglich geplant eine zweite Sonne, die das stellare Gefüge stabilisiert. Dass alles glimpflich verläuft, ist der engen Zusammenarbeit akonischer und galaktischer - vor allem arkonidischer - Wissenschaftler zu verdanken. Narvan tan Ra-Osar stellt diesen Umstand in einer zweiten Rede heraus. Somit haben die Separatisten genau das Gegenteil von dem erreicht, was sie erzielen wollten, und vielleicht wird das Heimatsystem der Akonen bald neu besiedelt.

Mit der Hoffnung, dass nun auch die alte Feindschaft zwischen Akonen und Arkoniden beigelegt ist, kehren Tek und Alaska zur LEIF ERIKSSON IV zurück. Der Smiler arbeitet seine Erlebnisse auf, indem er sie schriftlich niederlegt. Der Maskenträger will seine Suche fortsetzen. Er glaubt, nun werde bald etwas geschehen.

Kommentar:

PR-Action Nr. 5 und Nr. 9, die ersten Beiträge Marc A. Herrens zum Perryversum, haben mir nicht besonders gut gefallen. PR-Action Nr. 14 und PR-Extra Nr. 9 dagegen sehr. Und auch seinen Einstieg in die Erstauflage finde ich klasse - wenn Marc so weitermacht, werden mir bald die Superlative ausgehen! Da er in die Riege der Stammautoren aufgenommen wurde, dürfen wir auf weitere tolle Romane aus seiner Feder hoffen. Tatsächlich ist der nächste bereits in Arbeit.

Marc kennt seine Protagonisten, er respektiert sie (und somit auch die Intelligenz des Lesers) und verleiht ihnen Profil. Tek und Alaska werden sehr gut charakterisiert, gerade im Zusammenspiel miteinander wird deutlich, wie unterschiedlich die beiden Männer eigentlich sind. Die Kapitel, in denen Tek als Ich-Erzähler auftritt, lesen sich fast wie Kriminalromane der "Schwarzen Serie". Besonders schön finde ich, dass endlich so richtig auf die Weiterentwicklung der Akonen eingegangen wird. Ihr kollektives Trauma ist glaubwürdig, vielleicht kommt ihre Hinwendung zum Galaktikum etwas zu schnell und zu leicht, aber man darf nicht vergessen, wie viel Zeit seit der Vernichtung Drorahs vergangen ist.

Hinzu kommen viele nette Kleinigkeiten wie z.B. die deutliche Feststellung, dass die Geheimniskrämerei der Terraner in Sachen Polyport-Netz nicht in Ordnung war. Oder diverse Anspielungen, z.B. auf Twin Peaks (mal sehen, ob euch auffällt, was ich damit meine). Das rundet den Roman ab und freut den kundigen Leser. Außerdem ist der Roman einfach spannend. Marc baut die Handlung so fesselnd auf, dass man das Heft gar nicht wieder aus der Hand legen möchte.

Und nicht zuletzt wird die Neugier auf eine Fortsetzung geweckt. Was hat Alaska in den letzten Jahrzehnten getrieben? Warum interessiert er sich so sehr für das Ahandaba? Wird es vielleicht sogar ein Wiedersehen mit den Motana geben? Vielleicht wird dieser Themenkomplex ja von Marc weiter ausgearbeitet. Ich hoffe es, denn ich möchte endlich mal mehr als nur Andeutungen darüber lesen, was in der "Lücke" zwischen den beiden Zyklen geschehen ist.

Kleine Unsicherheiten wie Rechtschreibfehler und die Annahme, kupferfarbenes Haar sei typisch für die Akonen, trüben den positiven Gesamteindruck nicht. Akonen haben dunkles Haar (OK, ein Stich ins Rötliche gehört dazu), so richtig kupferfarbenes haben die Ferronen.

Nomen est Omen: Dieser Roman ist wirklich eine Art Leuchtfeuer. Mehr davon!

J. Kreis, 21.02.2010




Gastkommentare


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Gastkommentar von Dirk (23.02.2010):

Ihre Kommentare zu den einzelnen Heftromanen sind immer lesenswert, manchmal etwas zu kritisch, aber meistens zutreffend. Den aktuellen Roman fand ich auch sehr interessant, muss aber Ihre Euphorie ein wenig kritisieren. "Smiler's" Selbstjustiz fand ich schon sehr ungewöhnlich. Sie ist für eine Leitfigur wie ihn völlig daneben und überhaupt nicht tragbar. Auch wenn ihn Gewissensbisse plagen, er steht nicht über Recht und Gesetz.
Parallelen zum wahren Leben kommen mir hier gleich in den Sinn. Die "Guten" dürfen, aber die "Bösen" dürfen nicht.
...ansonsten, weiter so!


Gastkommentar von truemmer (02.03.2010):

Zitat: "...Oder diverse Anspielungen, z.B. auf Twin Peaks (mal sehen, ob euch auffällt, was ich damit meine)..."

"Fire Walk With Me" in einer Kapitelüberschrift. Gibt's jetzt einen Preis? ;-)
War wirklich ein toller Roman. Ich freue mich schon auf Herrens nächste Beiträge.
Im scifi-forum trägt ein Perry Rhodan thread über die aktuellen Hefte erste zarte Knospen. Kannst ja mal reinschauen: http://www.scifi-forum.de/science-fiction/scifi-allgemein/52512-perry-rhodan-aktuelle-heftromane-spoiler.html



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