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Perry Rhodan Nr. 3003: Triumvirat der Ewigen

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Bevor sich Perry Rhodan mit der BJO BREISKOLL auf den Weg ins Ephelegonsystem macht, geht er am 22. September 2045 NGZ einem Hyperfunknotruf nach. Das automatische Signal wird von der GAMARAM HONAMS HEROLD, einem 2000 Jahre alten Raumer der PLANETEN-Klasse, auf einer LFT-Flottenfrequenz abgestrahlt. Das Schiff ist verlassen, die Speicher der Positronik sind gelöscht. Ein nicht aktivierbarer Transmitter unbekannter Bauart wird entdeckt. Osmund Solemani, Xenotechnik-Analyst des Erkundungsteams, sieht einen "Geist": Einen alten Mann, der durch Wände gehen kann. Dieser Mann taucht wenig später in der BJO auf und entführt Zemina Paath in die HEROLD. Das Schiff nimmt Fahrt auf und transitiert, allerdings dient diese Aktion nur der Verschleierung eines Transmitterdurchgangs. Auf diese Weise bringt der "Geist" seine Gefangene an einen unbekannten Ort. Rhodan spricht Zeminas "Koffer" an. Der Paau teilt mit, er habe eine Spur. Seinen Hinweisen zufolge ist die Extremwelt Copperworld im System von Bannershees Stern das wahrscheinlichste Ziel des Entführers. Der Paau meint, er könne Zemina im Alleingang befreien, akzeptiert aber Rhodans Hilfe und bringt den Terraner zu der Höllenwelt.

In acht Kilometern Tiefe leben dort seit Beginn der Ekpyrosis gut 3500 Terraner, Arkoniden, Aras und Ferronen in einer subplanetaren, in sich abgeschlossenen Kavernenwelt mit einfachem Ökosystem. Sie leiden unter Ressourcenknappheit und Nahrungsmangel, akzeptieren ihr erbärmliches Leben jedoch, weil sie sich für die letzten Menschen halten. Sie glauben, dass die Außenwelt durch den Weltenbrand zerstört wurde und dass man die Zuflucht nicht verlassen kann. Spartakus Schmitt, Blaise O'Donnell und Cappleshort, Träger gemenischer Zellaktivatoren, bilden das Triumvirat der Ewigen und regieren diese Welt mit eiserner Faust. Sie haben ein rigides Überwachungssystem aufgebaut, in dem jeder einzelne Bürger auf perfide Weise bis ins Privateste hinein bespitzelt und bei Verstößen gegen den Willen der Triumvirn hart bestraft wird. Cappleshort ist eine Art Teleporter. Er ist der "Geist", der Zemina entführt hat. Die Gemenatoren (O'Donnell trägt drei davon) zeigen Ausfallserscheinungen. Der Ara Zanosh leistet medizinische Hilfe, will sich die Unsterblichkeit jedoch in Wahrheit selbst aneignen.

Die Wissenschaftlerin Climba Ossy-Benk und ihr Kollege Sisual Okeno begehren insgeheim gegen die totale Reglementierung auf, indem sie die Entdeckung eines uralten Observatoriums geheim halten. Sie hoffen, dort Erkenntnisse zu gewinnen, mit denen sie beweisen können, dass die Triumvirn lügen. Die beiden begegnen Perry Rhodan, der in die Kavernenwelt hinabgestiegen ist. Für Climba und Okeno ist Rhodan als Auslöser der Ekpyrosis ein Unheilsbringer, dennoch vertrauen sie ihm. Rhodan wiederum vertraut auf seine überlegene Technik, hat aber nicht mit Cappleshorts Fähigkeiten gerechnet und wird festgenommen. Auch Climba fällt den Triumvirn in die Hände. Sie soll öffentlich gegen Rhodan aussagen, dann dürfen sie und ihre Familie weiterleben. Rhodan versucht die Triumvirn und Zanosh gegeneinander auszuspielen. Außerdem präsentiert er eine wichtige Information. Copperworld wird in absehbarer Zeit durch Asteroideneinschläge verheert und aus der Bahn geworfen werden.

Climba flieht aus dem Palast der Triumvirn. Draußen haben sich bereits bewaffnete Aufständische versammelt. Die Soldaten der Triumvirn eröffnen das Feuer auf die Menge. Okeno wird tödlich getroffen. Da greifen die Oxtornerin Siad Tan und ihr Okrill Phylax ein; der Paau hat die BJO alarmiert. Cappleshort fällt einem Energieschlag aus der Zunge des Okrills zum Opfer. Siad Tan hat einige TARAS dabei. Die Revolution siegt. Rhodan verlässt Copperworld und lässt ein Raumschiff zurück, damit sich die Menschen eine neue Heimat suchen können. Durch diese Aktion ist Rhodan erheblich in Zeminas Achtung gestiegen. Irgendwie kommt es ihm so vor, als sei er getestet worden ...

J. Kreis, 08.03.2019


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Gastkommentare


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Hans Fallada (10.03.2019):

@Dr. Herbert Seufert: von den Kurzromanen höre ich durch Sie das erste Mal. Darin wird ja offenbar einiges ausgeplaudert... ich hatte mir vorgestellt, daß das im Lauf des Zyklus langsam aufgedeckt wird - m.E. dramaturgisch mal wieder nicht optimal weil viel zu früh. Ich werde diese Romane auf jeden Fall erstmal nicht lesen.

@Peter Uwira: daß die Dreiecksbeziehung am Schluss durch den Tod von Okeno beendet wird hat Gründe. Von der "Norm" abweichende Beziehungformen sind bei Perry Rhodan wohl nicht gern gesehen. Ich liefere mir seit einigen Wochen einen eMail-Austausch diesbezüglich mit Michelle Stern. Auf der LKS wird nichts davon erscheinen. "Moral"mäßig befindet sich die Serie m.E. teilweise immer noch in den miefigen 50er Jahren des 20. Jh. wo die einzig positiv dargestellte Beziehungsform nur zwischen EINEM weiblichen und EINEM männlichen Wesen denkbar ist. Okeno ist dem wohl zum Opfer gefallen. Falls das jemand aus dem Verlag liest: wacht mal auf Leute, wir leben im 21. Jh. - Klaus Wowereit und Jens Spahn leben z.B. nicht mit einer Frau zusammen und auch Dreiecksbeziehungen gibt es sicher sehr zahlreich.

Leider habe ich mich diese Woche schon wieder, mangels Spannung, ziemlich gelangweilt bei diesem Roman. Rhodan schaut mal kurz vorbei, löst eine Revolution aus und geht dann seiner Wege. Irgendwie unglaubwürdig, da rettet er erst rund 3000 Terraner vor einem bösen Regime und überläßt diese dann sich selbst. Was für ein Raumschiff will er den nun nicht mehr Geknechteten zurücklassen? Kann ja nur ein Beiboot der BREISKOLL sein also maximal eine Korvette. Die Copperworldler sollen sich also eine neue Heimat suchen. Nun passen keine 3000 Menschen in eine Korvette. Wie soll das dann gehen? Ziemlich mauer Plot, kriegen es denn die Expokraten schon zu Beginn nicht gebacken? Die RAS TSCHUBAI leidet an personeller Unterbesetzung, 18.000 hatten das Schiff verlassen. Die Leute von Copperworld hätte man bequem aufnehmen können und nur das hätte wirklich Sinn gemacht. Nee, also wirklich, so ein Schnitzer gleich zu Beginn müsste wirklich nicht sein!!!

Der Paau ist natürlich der Deus ex Machina dieses Zyklus. Es wird natürlich Romane geben in denen Rhodan oder andere mit dem Ding die Cairaner infiltrieren werden wie seinerzeit mit Gholdos Kran.

Der letzte Teil-Zyklus endete furchtbar verstolpert und der nachfolgende startet dramaturgisch in dieser Art. Es müssen nun wirklich spektakuläre Dinge passieren damit ich mich doch noch begeistern kann. Der Zyklus-Auftakt (bis auf den Jubelband selbst) war bis jetzt für mich leider eine einzige Enttäuschung.


Peter Uwira (10.03.2019):

Es gibt da eine kurze Passage in "Zanoshs Protokollen", deren innere Logik mir nicht ganz geheuer ist - eine Art gedankliches Spiegelkabinett:

"Ewig leben zu können ist großartig, das sagt sich so leicht. Aber weiß jemand, was es tatsächlich bedeutet? Zunächst einmal begreifst du bloß das Erste, das falsch ist: dass du eine Ausnahme bist, und dann wirst du überheblich, wenn du nicht aufpasst. Ganz leicht hältst du dich für etwas Besseres, weil du das Zweite begreifst, das falsch ist: Der Tod hat keine Macht über dich."

Wie ist das jetzt genau, wenn man etwas begreift, das falsch ist? Begreift man die Tatsache, dass jener Gedanke falsch ist. Oder glaubt man, jenen Gedanken begriffen zu haben, was aber tatsächlich nicht der Fall ist, da er ja eben falsch ist? Vermutlich ist eben dies gemeint, aber ist "begreifen" tatsächlich ein passendes Wort für die Umschreibung einer Fehlannahme?

Eigenartig fand ich die Dreiecksbeziehung. Zuerst schildert MMT ganz selbstverständlich und wertungsfrei, dass Climba zwei Männer hat: den biederen (und vom Nebenbuhler nichts ahnenden) Melstein und den rebellischeren Okeno. Und genau in dem Moment, als Melstein über sich hinauswächst und in gewisser Weise in die Rolle seines heimlichen Konkurrenten schlüpft, muss Okeno den Löffel abgeben. (Was das Ganze beinahe wie eine schicksalhafte Bestrafung wirken lässt, aber jedenfalls die Situation für Climba immens erleichtert, da sie nun nicht mit ZWEI Alpha-Männchen konfrontiert ist.)

Merkwürdig ist auch, dass MMT, im Gegensatz zur aktuellen Kurzgeschichte und der #3002, die #3003, bei der ich schon allein aufgrund ihrer extremen Überlänge vermutet hätte, dass sie ihm besonders wichtig sei, auf seiner Webseite bis jetzt nicht besprochen hat... (http://www.mmthurner.at/)


lichtman (10.03.2019):

Du schreibst: Die Gemenatoren (jeder Triumvir trägt drei davon) zeigen Ausfallserscheinungen.

Das ist für Spartakus Schmitt und Cappleshort aber nicht belegt.

Nur für Blaise O'Donnell erfahren wir:

Seine rechte Hand tastete sanft über drei Beulen unter seinem fein gewebten Hemd. Dort trug er das Gemenatorengebinde, das ihm ewiges Leben gewährte, wenn die Berichte der Wahrheit entsprachen.

In der PERRY RHODAN-Story Die Leben des Blaise O'Donnell aus den Verlorenen Jahrhunderten erfahren wir wie Blaise O'Donnell zu den zwei zusätzlichen Zellaktivatoren kam.


Anmerkung J.K.: Danke für den Hinweis! Ich habe die Textstelle geändert.


Herbert Seufert (08.03.2019):

Ich tue mich im Moment etwas schwer mit den Romanen im ersten Block des neuen Zyklus.

Offenbar will man den ganz langsamen Handlungseinstieg und lässt Erkenntnisse zur neuen Lage in der Milchstraße nur extrem minimalistisch heraus.

Zemina Paath und der Paau, wer mag wohl dahinterstecken?

Die begrenzte Fiktivtransmittertechnik des fast personalen "Koffers" spricht für einen numerisch durchaus beschränkten Hintergrund:

Eigentlich kann es sich nur um eine Höhere Macht handeln, die Strippen zieht, oder Zemina ist eine mit entsprechender Highest Tech ausgestattete Sendbotin einer solchen, die natürlich auch in Eigenregie handeln könnte. Alternativ käme auch ein Premium-Hilfsvolk einer SI oder Hohen Macht in Betracht, z.B. ein SI- oder HM-Tech-Lieferantenvolk.

Wurden Zemina wirklich Teile ihres Gehirns oder ihrer Erinnerungen von gegnerischen Kräften gestohlen oder wurde dies von den eigenen Auftraggebern nur beschränkt brachgelegt, absichtlich, um Gegnern keine Informationen zum "großen Rettungsplan" in die Hände fallen zu lassen?

Wir kennen ja solche Szenarien aus der Serie, z.B. im Komplex Thoregon oder in den Geschehnissen um die Terminale Kolonne Traitor.

Natürlich erhalten wir im vorliegenden Band ein schräges Schlaglicht auf einige Randszenarien in der aktuellen Galaxis: Es werden z.B. Residuen der Sprosse und Gemeni abgefrühstückt.
Ich nenne nur Mutantenfähigkeiten und zeitbegrenzt wirksame GESHOD-Zellaktivatoren.

Letztlich erfährt man über die Historie der "Verlorenen Jahrhunderte" und die wirklichen gegenwärtigen Zustände aber fast nichts.

Wie auch?

Aus den Romanen der Reihe "Die verlorenen Jahrhunderte" wissen wir, dass kräftige Nachwirkungen des Weltenbrands noch 1622 NGZ existent waren.

1851 NGZ ist der Weltenbrand abgeklungen, Cairaner und Ladhonen waren noch nicht existent und Terra war noch kein Mythos ("Die Leben des Blaise O'Donnell").

Das heißt, ca. 300 Jahre nach der Ekpyrosis gab es das jetzige Szenario noch nicht.

Aktuell schreiben wir in der Serie 2045 NGZ.
Das heißt, das politisch-militärische "Cairaner-System" und das Verschwinden von Erde/Mond hätten sich in den letzten 194 Jahren abgespielt bzw. installiert.

Verdammt wenig Zeit, um eine ganze Galaxis und ihre Historie "umzuformatieren".
Alte Lemurabkömmlinge, auch Terraner, müssten die "Alte Zeit" ja noch selbst miterlebt haben.

Solche Leute werden wohl in reichlicher Zahl noch am Leben sein.

Wie soll das mit der umfänglichen Historienverbiegung gehen?
Wie konnten die Cairaner so schnell ihr Machtsystem allbeherrschend gestalten?

Gerade, wenn man bedenkt, wie lange das Gondunat brauchte, um Sevcooris zu dominieren und weitreichend umzumemorieren!
Und die Thoogondu waren ja DIE Neuengrammierungsspezialisten.

Ich tippe immer noch auf eine Art "Falschwelt"-Einbruch in das Scherversum. Oder Falschpsiqs.

Oder man hat die Falschinfos als Imprint in die Reste der milchstraßenuniversalen Weltenbrandquanten platziert, die pervertierten Quintronen.
Wie dann allerdings biokomponentenfreie Rechner erfasst worden sein sollen, bliebe auch bei solcher Art von Spekulation obskur.